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1. September 2004

Ein angemessenes Feng Shui am Neckar

Die Heidelberger Sinologen als Gastgeber der europäischen Sinologen-Konferenz – 350 Teilnehmer aus der ganzen Welt

Feitian-Tanzgruppe aus Peking. Foto: Welker

Dass eine Wissenschaftskonferenz nicht immer trocken ablaufen muss, bewiesen die Sinologen, die für ihr internationales Zusammentreffen ein interessantes Programm zusammengestellt hatten, wie hier den Auftritt der Feitian-Tanzgruppe aus Peking. Foto: Welker


Sinologen sind ein besonderes Volk. Sie forschen über kosmologische Elemente in den Gräbern der Han-Dynastie, vergraben sich in Verfassungsgesetzen der Volksrepublik China oder grübeln über den Bauboom in Peking. Doch, wenn die EACS ruft, versammeln sie sich – wie jede Gattung von Wissenschaftlern – zu einem großen fröhlichen, aber auch wichtigen Klassentreffen. EACS steht für "Europäische Vereinigung für China-Studien", und dieses Jahr hatte Heidelberg die Ehre, ihren alle zwei Jahre stattfindenden Kongress organisieren zu dürfen.

Vier Tage lang standen mehr als 200 Vorträge und Diskussionen sowie ein ungewöhnliches musikalisches und künstlerisches Rahmenprogramm zur Auswahl. Gekommen waren rund 350 Teilnehmer aus aller Welt.

In diesem Jahr wurde erstmals ein wettbewerbsorientiertes Verfahren für die Aufnahme der beantragten Vorträge eingesetzt. Institutsleiter Rudolf G. Wagner ist begeistert: "Ich habe kein einziges schlampig vorbereitetes Paper gesehen". Man sei mit rund einem Viertel abgewiesener Anträge aber auch "richtig hart" gewesen.

Wagner befand sich während der mehr als einjährigen Vorbereitungsphase als Forscher in Berlin und befürchtete, "täglich sechs Stunden am Telefon hängen zu müssen." Die Mitarbeiter des Seminars unter der Leitung von Andrea Janku hätten die Mammutaufgabe der Organisation jedoch "bravourös" bewältigt.

Die Teilnehmer waren – abgesehen von etlichen energischen Regenschauern – von Stadt und Kongress gleichermaßen angetan. Kein Wunder, bietet Heidelberg mit Fluss und Schloss ja auch ein angemessenes "Feng Shui", wie Rudolf Wagner augenzwinkernd bemerkt.

Für eine entsprechende Atmosphäre mag bei dieser vergleichsweise jungen Konferenz – das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 35 Jahren – auch ein besonderer Gast aus Peking gesorgt haben: Yang Yi, ein chinesischer Liedermacher, der seit zwölf Jahren auf der Straße singt und mit Mundharmonika und Gitarre ein wenig an die amerikanischen Liedermacher der 60er Jahre erinnert. Seine provokanten Texte haben ihn schon in polizeilichen Gewahrsam gebracht, nun konnte er auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung in Heidelberg singen.

Mit einer Bootsfahrt nach Neckarsteinach und einem selten gezeigten chinesischen Stummfilm der 30er Jahre im Karlstorbahnhof haben die Heidelberger die kulturelle Messlatte der Konferenz zusätzlich nach oben verschoben. Die Organisatoren in Ljubljana werden sich etwas einfallen lassen müssen – zum Klassentreffen der EACS 2006.
Oliver Radtke

Rückfragen bitte an
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Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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