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30. August 2004

Minderheiten im Stalinismus in Rumänien

Vom 10. bis 12. September 2004 Tagung des Siebenbürgen-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Seminar für Osteuropäische Geschichte der Universität Heidelberg – Eröffnung am 10. September 2004, 18.30 Uhr, Hörsaal 13 der Neuen Universität

Im Einladungstext der Veranstalter heißt es: "Die dem Zweiten Weltkrieg unmittelbar folgenden rund zwei Jahrzehnte bilden bis heute allgemein ein großes Desideratum zeithistorischer Forschungen verschiedener Disziplinen. In besonderer Weise aber gilt dies für Rumänien, da noch bis vor kurzem einschlägige Quellen kaum zugänglich waren und heikle, mit vielerlei vermeintlich unberechenbaren Implikationen verbundene Themen gemieden wurden. Die Jahrestagung des Siebenbürgen-Instituts über "Minderheiten im Stalinismus in Rumänien" will dazu beitragen, das Geschehen dieser Diktatur und die späteren Folgen soweit möglich nachzuvollziehen. Wir wollen dieses tun, indem wir uns dem Stalinismus zunächst allgemein- und rechtshistorisch annähern, um uns in den Sektionssitzungen einzelnen Minderheitengruppen sowie Aspekten der Literatur- und Bildungsgeschichte, der Kultur- und Religionsgeschichte zuzuwenden. Wir konnten für diese Tagung zahlreiche kompetente und namhafte Referenten gewinnen und hoffen auf erkenntnisfördernde Diskussionen mit einem interessierten Auditorium. Mit der Universität Heidelberg als unserem Kooperationspartner und Tagungsort arbeitet das Siebenbürgen-Institut seit Jahrzehnten zusammen, seit 2003 vertieft durch die reguläre Anbindung an das Seminar für Osteuropäische Geschichte."

Das Tagungsbüro ist ab Freitagnachmittag, 10. September, 15.00 Uhr, im Foyer der Neuen Universität besetzt. Die Eröffnung der Tagung ist für 18.30 Uhr im Hörsaal 13, ebenfalls in der Neuen Universität, vorgesehen. Neben der Begrüßung wird am ersten Abend Dr. Patrice Neau (Université de Nantes) über "Das Bild der Siebenbürger Sachsen in Erwin Wittstocks Roman "Januar '45 oder die höhere Pflicht" referieren.

Am Samstag wird an gleichem Ort ab 9.00 Uhr getagt. Das Programm sieht vor: Dr. Harald Schenker (European Centre for Minority Issues, Flensburg): "Minderheitenrechte im Vergleich – Rumänien und der europäische Ostblock 1945-1964"; 9.45 Uhr: Prof. Dr. Anton Sterbling (Fachhochschule für Polizei Sachsen): "Notwendigkeit des Terrors. Überlegungen zur Effizienz des kommunistischen Staates"; 11.45 Uhr: Dr. Günther H. Tontsch (Universität Hamburg): "Das Minderheitenstatut von 1945. Zum Schicksal eines rumänischen Minderheitenschutzgesetzes im Stalinismus und darüber hinaus".

Am Samstagnachmittag tagen ab 15.00 Uhr drei Sektionen parallel: Zeitgeschichte (Hörsaal 13), Literaturgeschichte (Übungsraum I) und Kunst- und Kulturgeschichte (Übungsraum II). Die Referate dauern jeweils 30 Minuten. In der ersten Sektion beginnt Hannelore Baier (Hermannstadt): "Die Rechtsstellung der Deutschen in Rumänien 1944-1952 im Lichte neuer Archivforschungen"; 15.30 Uhr: Ferenc Csortán (Bukarest): "The Solution of the National Question." The Case of the Magyars in Romania 1944-1960"; 16.30 Uhr: Dr. Lucian Nastasa (Universität Klausenburg): "Jews and Roma in Romania after 1945"; 17.00 Uhr: Prof. Dr. László Holló (Universität Klausenburg): "Die katholische Kirche des römischen, des griechischen und des armenischen Ritus in Rumänien nach 1945/48".

In der Sektion Literaturgeschichte beginnt ebenfalls um 15.00 Uhr Prof. Dr. Stefan Sienerth (Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas München): "Stunde Null – Jahre Null: Die rumäniendeutsche Literatur zwischen 1944 und 1949"; Annemarie Weber (Bielefeld): "Neue Gesellschaft – neuer Mensch – neue Kunst: Literatur und Lektüre im Zeichen des "sozialistischen Realismus"; Georg Aescht (Stiftung Ostdeutscher Kulturrat Bonn): "Schreiben, ohne ‚rot' zu werden. Versuche rumäniendeutscher Schriftsteller, die Zensur zu umgehen"; Dr. Peter Motzan (Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas München): "Erdrosselte Hoffnungen. Vom "ersten" Tauwetter zur "zweiten" Eiszeit. Die rumäniendeutsche Literatur zwischen 1945 und 1959".

Die Sektion Kulturgeschichte eröffnet: Manfred Wittstock (Hermannstadt): "Von Diktatur zu Diktatur. Künstler und Kunsthandwerker 1944-1963"; Dr. Gudrun Liane Ittu (Institut für Gesellschaftswissenschaften der Rumänischen Akadamie, Hermannstadt): "Bewusstseinsbildung im Vordergrund – Das kulturelle Leben der deutschen Minderheit in Rumänien von 1944 bis 1958 im Spiegel der deutschsprachigen Publikationen"; Hans Gerhard Pauer (Leverkusen): "Die Minderheitenschulpolitik im stalinistischen Rumänien und ihre praktische Durchführung. Das Beispiel der Stephan-Ludwig-Roth-Schule in Mediasch (1948-1964)".

Beendet werden die Vorträge durch jeweils eine gemeinsame Abschlussdiskussion um 17.30 Uhr, woran sich ab 18.30 Uhr ein geselliges Beisammensein im Haus der Begegnung, Merianstraße 1, in unmittelbarer Nähe der Universität, anschließt.

Am Sonntag beginnt die Jahrestagung traditionell mit einer Andacht (8.45 Uhr in der Peterskirche), die diesmal von Pfarrer Dr. Johann Schneider vorbereitet wird. Daran schließt sich um 10.00 Uhr in der benachbarten Evangelischen Studentengemeinde, Plöck 66, eine Mitgliederversammlung an. Turnusgemäß scheidet die Hälfte des Vorstandes aus und muss neu gewählt werden.

Die Tagung ist für alle Interessierten offen. Es wird ein Tagungsbeitrag erhoben, der zwischen 5 EUR (Studenten, Partner) und 18 EUR liegt.

Rückfragen bitte an
Geschäftsstelle des Siebenbürgen-Institutes in Gundelsheim
Tel. 06269-421080, Fax 421010

Rückfragen von Journalisten auch an:
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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