Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English
Besucher, Internationale Beziehungen, Heidelberg und RegionStartseiten der FakultätenAufbau der Universität, Personalverzeichnis, ServiceeinrichtungenFächerübersicht, Beratung, Informationen für ausländische StudierendeProjekte, Publikationen, Technologietransfer

Startseite > Presse >

 
19. August 2004

"Wir haben vor Glück alle ein bisschen geweint"

Freistilstaffel mit der Heidelberger Medizinstudentin Petra Dallmann holt Bronze bei der Olympiade in Athen

Die Pleitenserie der deutschen Schwimmer bei Olympia ist gestoppt: Die 4x200-m-Freistilstaffel mit Petra Dallmann beendete am Mittwochabend die medaillenlose Zeit in Athen mit Bronze. In 7:57,35 Minuten musste sich das Quartett mit Dallmann, Franziska van Almsick, Antje Buschschulte und Hannah Stockbauer nur den USA und China geschlagen geben. Prorektor Prof. Dr. Tröger gratulierte Petra Dallmann: "Die Universität Heidelberg ist sehr stolz auf Sie und Ihre Team-Kolleginnen!"

"Wir haben vor Glück alle ein bisschen geweint, auch ich hatte Tränen in den Augen", gab Franziska van Almsick zu, nachdem sie zuvor lange fast ungläubig auf die Anzeigetafel gestarrt hatte. Derweil fielen sich ihre Teamkolleginnen immer wieder aufs Neue in die Arme und bejubelten die erste Medaille im 16. Wettbewerb der Spiele von Athen wie einen Olympiasieg. "Es war supergut, wie wir das zusammen geschafft haben", sagte Hannah Stockbauer, die als Schlussschwimmerin auf der ungewohnten Distanz die finale Attacke der Australierin Petria Thomas abwehrte und den knappen Vorsprung ins Ziel rettete.

"Wahrscheinlich konnte man bis Heidelberg hören, welch ein Stein uns vom Herzen gefallen ist", strahlte Dr. Michael Spikermann. Der badische Landestrainer vom Olympiastützpunkt Rhein-Neckar gehört in Athen zum deutschen Trainerstab und freute sich natürlich vor allem über die Olympia-Medaille für seinen Schützling Petra Dallmann vom SV Nikar Heidelberg. Die 25-jährige Medizinstudentin war vor drei Jahren von Freiburg nach Heidelberg gewechselt. Sie war 2001 und 2002 bereits Welt- und Europameisterin mit der deutschen Freistilstaffel, eine olympische Medaille fehlte aber noch in ihrer Sammlung.

"War das spannend", atmete Spikermann gestern Abend hörbar auf. Denn eigentlich waren die Australierinnen, die am Ende fünf Hundertstel hinter Deutschland auf Rang vier landeten, der große Favorit. "Mit den Chinesinnen hatten wir gar nicht gerechnet", sagte Spikermann, "die haben nur zwei Schwimmerinnen unter den besten 25 der Welt, die anderen tauchten bisher in der Rangliste gar nicht auf."

Startschwimmerin Franziska van Almsick hatte an Position drei liegend an Petra Dallmann übergeben. "Wir hatten insgeheim gehofft, die Franzi zeigt jetzt eine Trotzreaktion und haut einen raus", sagte Spikermann, "so aber stand Petra enorm unter Druck, weil ihre Stärken auf den letzten Metern liegen." Tatsächlich fiel die Heidelbergerin ab, kämpfte sich auf der letzten Bahn aber wieder auf den dritten Platz nach vorne. Antje Buschschulte und Schlussschwimmerin Hannah Stockbauer brachten die Medaille in einem dramatischen Finale nach Hause. "Petras Zeit war mit 2:00 Minuten in Ordnung", sagte Spikermann, "sie hatte schon heute Morgen im Vorlauf ein hartes Rennen, bei dem sie sich für den Abend qualifizieren musste und ist im Finale auf Sicherheit geschwommen."

Spikermann erhofft sich von der ersten Medaille eine Signalwirkung für das bislang enttäuschende deutsche Team. "Ich denke, dass jetzt ein Ruck durch die Mannschaft geht", sagte er. Auch Hannah Stockbauer fühlt sich im Aufwärtstrend. "Die Staffel-Teilnahme gibt mir Auftrieb für den 800-m-Vorlauf am Donnerstag. Ich hoffe, dass ich mich jetzt freigeschwommen habe", sagte die Erlangerin, die erst durch die Verletzung der ursprünglich vorgesehenen Britta Steffen zum Einsatz kam.

Die Glanzlichter des fünften Wettkampftages setzten jeweils über 100 m Freistil die 20-jährige Australierin Jodie Henry, die im Halbfinale in 53,52 Sekunden den vierten Weltrekord der Athener Spiele markierte, und der "fliegende Holländer" Pieter van den Hoogenband mit seinem insgesamt dritten Olympia-Gold nach seinem Doppelschlag von Sydney. Hinter "Hoogie" (48,17) gingen Silber an Südafrikas Staffel-Olympiasieger Roland Schoeman (48,23) und Bronze an Australiens Superstar Ian Thorpe (48,25).
(ber/sid)
RNZ, 19. August 2004

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English