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29. Juli 2004

Wie ein modernes Märchen

Junge aus Afghanistan durch Herzoperation gerettet – Nach 1999 die zweite Behandlung am Universitätsklinikum Heidelberg

Mahdi mit seinen Ärzten

Mahdi mit seinen Ärzten (links: Prof. Dr. Herbert Ulmer, Ärztlicher Direktor der Abteilung Kinderkardiologie; rechts: Dr. Christian Sebening, Oberarzt in der Herzchirurgie), seiner Pflegefamilie und mit Dr. Monika Nitsch-Kirsch von der Hilfsorganisation "Aktion Kinder brauchen uns e.V." (links). Das gerahmte Foto zeigt Mahdi bei seinem ersten Aufenthalt im Klinikum. Foto : Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg.


Zum zweiten Mal wurde der zehnjährige Mahdi aus Afghanistan durch eine Herzoperation am Universitätsklinikum Heidelberg gerettet. Anfang Juni kam der herzkranke Junge von Kabul nach Heidelberg. Nach der erfolgreichen Operation geht es Mahdi jetzt schon wieder besser. Das Ärzte- und Pflegerteam um Professor Dr. Siegfried Hagl (Ärztlicher Direktor der Abteilung Herzchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik) und Professor Dr. Herbert Ulmer (Ärztlicher Direktor der Abteilung Kinderkardiologie der Universitäts-Kinderklinik) freuen sich mit Mahdi über das "moderne Märchen".

Schon 1999 war der kleine Junge mit einem schweren angeborenen Herzfehler von der Hilfsorganisation "Hammer-Forum" in Kabul aufgenommen und nach Deutschland gebracht worden. Dank der großzügigen Spende eines ehemaligen Patienten aus der Herzchirurgie konnte Mahdi damals am Universitätsklinikum operiert und behandelt werden. "Der Junge war ein so genanntes "Blue Baby". Der ganze Körper war wegen Sauerstoffmangels blau gefärbt. Aufgrund eines schweren angeborenen Herzfehlers konnte sein Blut nicht genügend Sauerstoff in den Lungen aufnehmen." Normalerweise überleben Kinder mit einem solchen Herzfehler nur ein bis zwei Jahre. Mahdi wurde mit fünf Jahren erfolgreich operiert. "Der Junge hätte ohne Operation nicht überlebt", erinnert sich Professor Ulmer. "Uns war damals klar, dass er in einigen Jahren eine zweite Operation brauchen wird und wir hatten deshalb gemischte Gefühle, als Mahdi zurück nach Afghanistan flog, sozusagen zurück in die Wüste."

Doch nach vier Jahren geht das moderne Märchen weiter: Mahdi taucht mit Herzproblemen wieder auf. Ein in Kabul stationierter Bundeswehr-Arzt liest den Diagnosebericht, den die Heidelberger Ärzte dem Jungen mitgegeben hatten und wendet sich an Professor Ulmer. "Zuerst hatten wir Fern-Herz-Sprechstunden Heidelberg-Kabul per E-Mail", erinnert sich der Arzt. "Anfang 2004 konnten wir dann mit einer zweiten Operation nicht länger warten." Die Hilfsorganisation "Aktion Kinder brauchen uns e.V." organisierte den Transport nach Deutschland, das Heidelberger Klinikum übernahm in diesem einzigartigen Spezialfall die Behandlungskosten. "Wieder hatte Mahdi märchenhaftes Glück: Seine körperlichen Voraussetzungen für die zweite Operation waren perfekt. Und das, obwohl er in Afghanistan keine ärztliche Betreuung hatte." Am 21. Juni wurde Mahdi zum zweiten Mal von Professor Hagl erfolgreich operiert.

Mahdi geht es inzwischen besser. Er erholt sich bei seinen Pflegeeltern, den Pflegedienst-Mitarbeitern der Kinderklinik Monika und Fritz Halbritter. Alle zwei Tage telefoniert der Junge mit seiner Familie in Kabul und freut sich schon auf zu Hause. Die Ärzte rechnen damit, dass Mahdi im Oktober wieder nach Afghanistan fliegen kann.

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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