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16. Juli 2004

Eröffnung des UniTT-Gründerzentrums

Rede des Rektors Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoff bei der Eröffnung am 16. Juli 2004

Sehr geehrter Herr Dr. Hofmeister,
sehr geehrter Herr Dr. Plate,
verehrte Damen und Herren,
die Universität prägt unsere Stadt durch die Nutzung vieler Gebäude in der Altstadt, in Bergheim oder in Neuenheim. Heute nun kommt eine kleine Erweiterung im Stadtteil Pfaffengrund hinzu. Sehr geehrter Herr Dr. Hofmeister, ich danke Ihnen für die Gelegenheit, als Gast an diesem Hoffest teilnehmen zu dürfen, und ich freue mich, dass die Universität in den Kreis der Mieter so herzlich aufgenommen worden ist.

Die Möglichkeiten, die sich uns hier erschließen, beschränken sich nicht allein auf die schönen Räumlichkeiten. Vielmehr liegt mir besonders das Ziel unserer gemeinsamen neuen Initiative am Herzen. Gemeinsam wollen wir versuchen, den sich abzeichnenden Umbau unserer Industriegesellschaft – Herr Dr. Hofmeister hat dies exemplarisch an der Geschichte dieses Gebäudes schon aufgezeigt – durch die Unterstützung von Neugründungen mit zu gestalten. Für die Universität stellt die Eröffnung des UniTT-Gründerzentrums dabei einen Schritt dar, der deutlich über unsere angestammten Kernbereiche der Forschung und der Lehre hinausweist. Für die Öffentlichkeit wird damit der Technologietransfer als ein neu hinzugekommener Aufgabenbereich sichtbar.

Der Transfer von Wissen aus der Universität in die Gesellschaft hinein ist an sich nichts Neues für uns: Jede Publikation und jeder gut ausgebildete Absolvent trägt dazu bei. Neu aber ist, dass wir uns verstärkt um die ökonomische Nutzung unseres Wissens kümmern.

Technologietransfer gehört seit der Novellierung des Universitäts-Gesetzes im Jahre 2000 neben Forschung und Lehre zur Aufgabenbeschreibung der Universität. Gemeint ist damit: Die Ressourcen der Universität sollen eine Wertschätzung erfahren, sie sollen transferiert und in ökonomische Kreisläufe eingebunden werden.

Der Aufbau der dazu notwendigen Strukturen ist eine Herausforderung für uns – insbesondere in Zeiten angespannter Haushaltslage. Wir sind aber überzeugt, dass unsere Anstrengungen längerfristig der Universität zu Gute kommen und sich unsere Investitionen lohnen. Neben dem Patentgeschäft ist das UniTT-Gründerzentrum für uns ein wichtiger Meilenstein – vor allem aber ist es ein wichtiges Signal für unseren Willen, die Universität für den internationalen Bildungswettbewerb zu rüsten. Und in diesem Wettbewerb ist das richtige Verhältnis zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsbezug der Forschung schon längst ein wichtiges Thema.

Was also hat es mit dem UniTT-Gründerzentrum auf sich? Es ist eigentlich nur auf eine kleine und sehr spezielle Zielgruppe zugeschnitten: Denn das glückliche Zusammentreffen einer ökonomisch interessanten wissenschaftlichen Entwicklung mit einer risikobereiten Unternehmerpersönlichkeit, die sich eine Unternehmensgründung zutraut, ist ein eher seltenes Ereignis. Zu den notwendigen Voraussetzungen gehören insbesondere bei technischen Entwicklungen auch Geduld und Ausdauer; denn bis ein Prototyp erstellt ist und die Marktreife eines Produktes erreicht wird, vergehen oft viele Jahre. Wir versuchen diese Entwicklung so gut es geht zu ermöglichen und die Gründer auch noch in ihren ersten Schritten aus der Universität heraus zu begleiten.

Ich freue mich, dass wir hier im Gebäude schon erfolgreiche Ausgründungen aus der Universität vorfinden, wie die MRC Systems GmbH mit Herrn Dr. Götz oder die SDH-GmbH mit Herrn Dr. Häse. Der ersten Mieterin im UniTT-Gründerzentrum – der EVAPLAN GmbH am Universitätsklinikum Heidelberg mit Herrn Dr. Marx als Geschäftsführer – gilt mein besonderer Wunsch: Ich hoffe, dass sich Ihre Firma genauso gut entwickeln wird, wie dies bei den beiden anderen Firmen zu beobachten ist.

Um diese Entwicklung in Gang zu setzen stehen Ihnen hier, Herr Dr. Marx, – ähnlich wie in der Universität – zunächst noch kostenlose Räume zur Verfügung. Nach dieser Übergangsphase wechselt Ihre Firma in andere Räume innerhalb des Gebäudes. Es schließt sich eine Staffelmiete an, die erst nach drei Jahren das gültige Mietniveau erreicht, so dass in den Anfangsjahren eine ausserordentlich günstige Kostensituation besteht und Ihnen den schwierigen Start hoffentlich erleichtert.

Hinter dem Unitt-Gründerzentrum steht eine Zusammenarbeit zwischen der Universität, der Technologiepark GmbH unter Leitung von Herrn Dr. Plate und dem Hausherren dieses Gebäudes, Herrn Dr. Hofmeister. Wir haben es mit einem prototypischen Fall einer Public Private Partnership zu tun. Ich bin überzeugt, dass alle Beteiligten von dieser Partnerschaft profitieren, und sehe darin ein Potential, das durchaus noch weiter ausgebaut werden kann. Nur in dieser Konstellation konnten wir als Universität diesen Schritt machen. Ich danke daher diesen Partnern sehr herzlich für ihre Unterstützung! Wir sind damit auf dem richtigen Weg, wir sind dabei, die neuen Aufgaben des Technologietransfers in das Gesamtgefüge der Universität und der Stadt Heidelberg einzubauen.

Mit dem UniTT-Gründerzentrum haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, den es nun weiter auszuformulieren gilt. Ich möchte nun Herrn Dr. Kraus bitten, dies zunächst rhetorisch zu tun und dann später in der praktischen Arbeit fortzuführen.

Ihnen meine sehr verehrten Damen und Herren danke ich sehr herzlich dafür, dass Sie Anteil nehmen an den Schnittmengen, die wir zwischen "Public" und "Private" ausbilden und ich hoffe, dass Sie uns bei unseren unternehmerischen Aktivitäten weiter begleiten.

Zunächst zählen wir jedoch auf die unternehmerischen Aktivitäten in diesem Gebäude! Ich wünsche den Gründungsprojekten ein gutes Gelingen!

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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