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15. Juli 2004

Rektor würdigt "herausragende Bedeutung der neuen Krehl-Klinik"

Weitere Themen: Vernetzungen als Zentralelement im Heidelberger Elitekonzept – Aufbruchstimmung im Exzellenzprogramm – Neue Bau- und Finanzierungswünsche – Hier das Grußwort des Rektors der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Peter Hommelhoff, anlässlich der Übergabe der neuen Medizinischen Klinik im Wortlaut

"Die herausragende Bedeutung der Medizinischen Universitätsklinik, der neuen Krehl-Klinik, für den Wissenschaftsstandort Neuenheimer Feld der Universität Heidelberg vermitteln jedem Beschauer die schiere Größe des Baukörpers und seine Einbettung mitten in die vorhandene Bausubstanz. Insbesondere die gläserne Brücke hinüber zum Theoretikum symbolisiert die für die Universität Heidelberg profilgebende Vernetzung zwischen der Patientenversorgung auf höchstem Niveau mit der nicht minder niveauvollen Forschung und akademischen Lehre am Standort Heidelberg.

Vom Neubau der Krehl-Klinik schweift der Blick hinüber zur Baustelle der Schwerionenanlage, die bald um die Baustelle zum Comprehensive Cancer Center, zum Nationalen Tumorzentrum ergänzt wird. Auf der anderen Seite gerät das Deutsche Krebsforschungszentrum in den Blick. Diese Vernetzungen der Universität Heidelberg mit exzellenten außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region begründen zu wesentlichen Teilen den Ruf Heidelbergs im Lande und in der Welt. Konsequent sind deshalb diese Vernetzungen ein Zentralelement im Heidelberger Elitekonzept im Bereich der Lebenswissenschaften und darüber hinaus.

Allerdings gilt es dabei, die Strukturen einer Eliteuniversität fest im Auge zu behalten: Aufgebaut ist sie von unten, vom einzelnen Forscher, von den Studenten und von allen Universitätsangehörigen her. Sie müssen nicht nur exzellente Leistungen hervorbringen, sondern zusätzlich besondere Verantwortung übernehmen und an sich selbst die höchsten Anforderungen stellen, wie Sie, Herr Ministerpräsident, zutreffend unlängst in der Universität Stuttgart ausgeführt haben. In der Gemeinschaft der Forschenden, Lehrenden und Lernenden, in den Kollegien der Exzellenten prägt sich die Hochschulautonomie in ihren organisationsrechtlichen Eckpunkten markant aus. Das will sorgfältig bedacht sein, wenn man die Universitäten und Hochschulen in ihren Leitungs- und Überwachungsstrukturen nach aktienrechtlichem Vorbild organisiert.

Seit dem Ausruf des universitären Elitewettbewerbs, seit der Debatte um das Programm ‚Exzellenz und Spitzenuniversitäten' haben sich fast alle Universitäten einen Ruck gegeben, herrscht Aufbruchstimmung in Deutschland – namentlich in Baden-Württemberg, weil jede der neun Landesuniversitäten einen der vorderen Plätze im Exzellenzprogramm erwarten darf. Jede von ihnen kann die in Aussicht gestellten Gelder gut, weil überaus sinnvoll verwenden, um Neues, bislang nicht Finanzierbares auf den Weg zu bringen. Die Kreativitätspotentiale in den Universitäten sind nicht bloß aufgeblüht; sie sind explodiert, wie ich aus den Zwischenberichten zum Exzellenzprogramm weiß.

Diese Aufbruchstimmung darf nicht gedämpft oder gar entmutigt werden. Deshalb müssen sich die Bundesländer wirklich spätestens im November dieses Jahres mit der Bundesregierung auf das Programm ‚Exzellenz und Spitzenuniversitäten' verständigen. Auch Langstreckenläufer darf man nicht zu lange auf den Startblöcken hocken lassen. Gewiss – Schul- und Hochschulpolitik sind in der föderalen Bundesrepublik Deutschland die zentralen Felder, auf denen die Bundesländer politisch länderspezifisch gestalten können. Deshalb kommt dem Elitekonzept des Bundes großes Gewicht zu und bedarf höchst sensibler Behandlung. Aber dennoch: um die Universitäten voranzubringen und einige von ihnen in die Lage zu versetzen, in der Weltliga aufzuschließen, brauchen diese die zusätzlichen 380 Mio. Euro jährlich. Wir setzen und vertrauen auf die Professionalität der Staatskanzlei und Ministerien – namentlich auf die Baden-Württembergs.

Dies vor allem deshalb, Herr Ministerpräsident, weil wir in Ihnen einen Freund der Hohen Schulen wissen, der sich immer wieder öffentlich zu den Hochschulen seines Landes bekennt und seinen Stolz auf ihre Leistungen auch vor außeruniversitären Zuhörern zum Ausdruck bringt. Die Würdigung Heidelbergs auch heute haben wir voll Dankbarkeit gehört. Hier in Heidelberg sind Ihre Ansprachen anlässlich der Gadamer-Feiern noch ebenso in guter Erinnerung wie Ihre hochschulpolitische Grundsatzrede in der Alten Aula der Ruperto Carola.

Auf dem Weg zur weiteren Modernisierung des Hochschulwesens in Baden-Württemberg ist die Universität Heidelberg bereit mitzugehen und selbst unpopuläre Maßnahmen mitzutragen. Auch vor unkonventionellen Wegen – etwa zur Finanzierung neuer Universitäts- und Klinikbauten – scheuen wir uns nicht. Und so hoffe ich heute, da wir den grandiosen Neubau der Krehl-Klinik dankbar – dankbar all' jenen, die zur endgültigen Baufertigstellung beigetragen haben – einweihen dürfen, dass wir uns, Herr Ministerpräsident, aus solchen Anlässen hier in Zukunft noch mehrmals treffen können: beim Neubau der Kinderklinik, dem des Nationalen Tumorzentrums – und schließlich (eine ganz verwegene, aber dennoch feste Hoffnung) beim ersten Spatenstich für die neue Frauenklinik" (Hommelhoff).

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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