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12. Juli 2004

Ordnung und Unordnung – Zwei interaktive Großplastiken am Kirchhoff-Institut für Physik

Aus Anlass der gemeinsamen Emeritierungsfeier der Heidelberger Physiker Siegfried Hunklinger (Kirchhoff-Institut für Physik) und Heinz Horner (Institut für Theoretische Physik) übergeben

Interaktive Großplastiken am Kirchhoff-Institut


Aus Anlass der gemeinsamen Emeritierungsfeier der Heidelberger Physiker Siegfried Hunklinger (Kirchhoff-Institut für Physik) und Heinz Horner (Institut für Theoretische Physik) wurde am 10. Juli 2004 eine physikalische Plastik mit dem Titel "Ordnung und Unordnung" der Fakultät, ihren Studierenden und der Öffentlichkeit übergeben.

Interaktive Großplastik am Kirchhoff-Institut


Die Plastik besteht aus zwei etwa 4 m2 großen Glaswänden, auf denen jeweils etwa 150 leicht drehbare Magnete montiert sind. Die Magnete beeinflussen sich durch die allseits bekannte Anziehung oder Abstoßung gegenseitig und werden gezwungen, sich von selbst in eine mehr oder weniger stabile Position zu bewegen. Bei diesem Vorgang bilden sich vielfältige und ästhetisch ansprechende Muster. Die Muster folgen dabei nicht der vorgegebenen Symmetrie des Aufbaus, sondern bilden spontan lokale Strukturen. Dieser Vorgang wird in der Physik als Symmetriebrechung bezeichnet und bildet die Grundlage für so fundamentale Phänomene wir den Magnetismus, die Supraleitung, die Bose-Einstein-Kondensation oder die Erzeugung von Teilchenmassen im Higgs-Mechanismus der Elementarteilchenphysik.

Die Anordnung der Magnete beider Plastiken unterscheidet sich durch den Grad ihrer Ordnung. Während die eine Plastik ein "ordentliches" reguläres Kristallgitter repräsentiert, entspricht die andere mit ihren zufällig angeordneten Magneten einem "unordentlichen" Glas. Gläser als ungeordnete Festkörper waren zentrales Forschungsthema beider Emeriti. Gläser sind noch heute voller Überraschungen und unerwarteter Eigenschaften. So kam Siegfried Hunklinger vor kurzem einem mysteriösen Verhalten bei tiefen Temperaturen auf die Spur, und Heinz Horner hat in seinen Forschungsarbeiten die gemeinsamen Eigenschaften von Gläsern und neuronalen Netzen aufgezeigt.

Die Plastiken "Ordnung und Unordnung" sind im wirklichen Sinne interaktiv, das heißt die für die Mustererzeugung notwendige Energie muss vom Betrachter selbst aufgebracht werden. Die Modelle sind dabei weit mehr als eine ästhetische Spielerei und werden zukünftig im Lehrprogramm der Fakultät auch den Studierenden zu Gute kommen.

Die Plastiken sind für die Öffentlichkeit während der üblichen Öffnungszeiten des Kirchhoff-Instituts für Physik, Im Neuenheimer Feld 227, zugänglich. Informationsmaterial liegt bereit.

Kontakt:
Prof. Dr. Karlheinz Meier
Tel. 06221 549831, Sekr. 549830, Fax 549839
meierk@kip.uni-heidelberg.de
http://www.kip.uni-heidelberg.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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