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10. Juli 2004

Immer ein offenes Ohr

Sorgentelefon Nightline erhält Preis des Deutschen Studentenwerks

"Nightliner"

Auch beim Foto von der Preisverleihung bleibt die Anonymität der "Nightliner" gewahrt. Zwei Mitglieder des Sorgentelefons erklären den Anwesenden bei der Festveranstaltung in Berlin das Konzept. Foto: Deutsches Studentenwerk


"Anderen Leuten zuhören, mit ihnen reden und dadurch helfen" so beschreibt Jan, ein Student aus Heidelberg, sein ehrenamtliches Engagement bei der Nightline. Die Nightline ist ein eingetragener Verein von Studierenden aus allen Fakultäten der Universität Heidelberg, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Kommilitonen mit Problemen zu helfen. "Dies bedeutet in erster Linie zuhören und nicht beraten", betont Jan. In den meisten Fällen hätten die Leute kleinere Probleme und Alltagssorgen rund um Studium oder Partnerschaft. Und wenn Freunde einfach nicht mehr erreichbar seien, gäbe es die Nightline, um zu reden.

Innerhalb des Semesters, von Montag bis Freitag zwischen 21 und 2 Uhr, sind zwei Gesprächspartner erreichbar. Immer ein Mann und eine Frau, die auch Informationen zu Beratungseinrichtungen geben, wenn der Anrufer ernstere Probleme hat. Doch nahezu immer handle es sich um Fälle, bei denen der Anrufer im Laufe des Gesprächs selbst auf die Lösung seines Problems kommt, oder das Problem nicht mehr so groß scheint wie zu Beginn. Um mit den Menschen und den Gesprächssituationen richtig umzugehen, werden alle Mitarbeiter zu Beginn des Semesters von einem Psychologen in Gesprächstechniken geschult und während des Semesters begleitet.

Jan ist nur das Pseudonym des Studenten und auch seine 34 Kollegen, die bei der Nightline arbeiten, geben ihre Namen nicht preis. Die gegenseitige Anonymität zwischen Anrufer und "Nightliner" ist ausschlaggebend dafür, dass das Sorgentelefon auch benutzt wird. Neben der Anonymität ist es der Nightline wichtig, in ihrer Unabhängigkeit von der Universität wahrgenommen zu werden. Finanzielle Unterstützer sind das Studentenwerk Heidelberg und die "Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg". Außerdem ist der beratende Psychologe nicht in den Universitätsbetrieb eingebunden. Dies alles dient dazu, dass die Nightline ein Angebot von Studierenden für Studierende bleibt, bei dem die Hemmschwelle so niedrig wie möglich ist.

Die Idee zu dieser Art von ehrenamtlichem Sorgentelefon stammt aus Großbritannien und wurde 1995 von einer Studentin nach einem Auslandssemester mitgebracht. In Eigenregie rief sie mit einigen Mitstreitern das Projekt ins Leben. Im Gegensatz zum Vereinigten Königreich, wo es in nahezu jeder Universitätsstadt ein solches Angebot gibt, war es in Deutschland das erste dieser Art. Inzwischen gibt es ein weiteres Sorgentelefon in Freiburg, von Studierenden ins Leben gerufen, die zuvor bei der Heidelberger Nightline gearbeitet hatten.

Das Engagement der jungen Leute ist nun in Berlin geehrt worden. Unter dem Titel "Studierende für Studierende" hatte das Deutsche Studentenwerk einen Preis für herausragendes soziales Engagement im Hochschulbereich ausgeschrieben; finanziell unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Unter den 285 Einsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden insgesamt sieben Preisträger gekürt. Die Nightline ist eine der vier Gruppen, die die Ehrung und das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro entgegennehmen konnten. Jan dazu: "Für mich ist die Nightline eine gute und wichtige Sache. Es ist schön zu sehen, dass andere das auch so wahrnehmen".
yon.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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