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5. Juli 2004

Jeder hat den schnellsten und besten Samen gekriegt

Professorin Sabina Pauen bei der Kinder-Universität über die Entwicklung bis zur Geburt – Kinder-Uni im Netz sucht wieder kleine Redakteure

Professorin Sabina Pauen in ihrer Vorlesung bei der Ruprecht-Karls-Kinder-Universität

"Wie aus einem Ei ein Mensch wird." Darüber berichtete Professorin Sabina Pauen in ihrer Vorlesung bei der Ruprecht-Karls-Kinder-Universität. Foto: Dagmar Welker


"Wie aus einem Ei ein Mensch wird", das ist für Große und Kleine eine äußerst spannende und manchmal auch eine rätselhafte Angelegenheit. Gut, wenn es eine Expertin wie Professorin Sabina Pauen gibt, die ganz genau weiß, wie wir Menschen wurden, was wir sind.

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"Jeder von uns hat den schnellsten und besten gekriegt", sagt die Entwicklungspsychologin bei der Ruprecht-Karls-Kinder-Universität. 200 Jungen und Mädchen kichern. Die Hochschullehrerin spricht nämlich vom männlichen Samen. 300 Millionen Stück werden auf den Weg geschickt, um mit einer Eizelle zu verschmelzen. "Das ist ein richtiger Wettkampf", weiß die Wissenschaftlerin, "die Schwachen machen schlapp, und manche verirren sich sogar."

Am Anfang war das Ei und die Samenzelle, das weiß zwischenzeitlich jedes Kind. Aber dass alle Eizellen, aus denen später Kinder entstehen können, schon von Geburt an in ihrem Bauch vorhanden sind, das finden die Mädchen schon ziemlich erstaunlich.

Wie genau Ei und Samen verschmelzen und sich dann alle zwölf bis fünfzehn Stunden teilen, das zeigt Sabina Pauen in faszinierenden Bildern. Eine ganze Weile ist diese befruchtete Zelle unterwegs, bis sie in der Gebärmutter ankommt. Dabei hat sie sich ganz schön verändert. "Wie ein Stein mit Moos sieht sie aus", meint eine Mini-Studentin. Ein kleiner Kommilitone findet, dass sie eher einem Globus ähnelt. Erstaunlich daran, dass noch ehe das Ei es sich in der Gebärmutter gemütlich macht schon nicht mehr alle Zellen gleich sind. Die Spezialisierung beginnt also ganz früh; schließlich muss das Baby in neun Monaten fertig sein.

Nach vier Wochen ähnelt das künftige Baby einer kleinen Kaulquappe. Nach sechs Wochen sind Arme und Beine zu ahnen. Von Hühnchen, Schweinchen oder eine Kaulquappe ist es in diesem Stadium noch immer kaum zu unterscheiden. Mit acht Wochen hat das Kleine das "Gummibärchenstadium" erreicht. Das nennt Sabina Pauen so, weil die Arme und Beine ganz kurz und der Kopf riesig groß sind. Ganz langsam bewegen sich die Augen nun von der Seite, wo sie am Anfang waren, nach vorne. Dabei entsteht auch die Nase, und mit zehn Wochen ist der kleine Mensch zu erkennen.

Von Ei und Samenzelle bis zum fertigen Baby durchläuft jeder noch einmal die Entwicklung der Evolution. Sogar ein kleines Schwänzchen hatten wir alle eine Zeit lang im Mutterbauch und lauter Haare wie ein Äffchen. Kaum jemand hat sich wohl schon Gedanken darüber gemacht, wie eigentlich die Knochen wachsen. Professorin Pauen zeigt, wie das geht. Überall gleichzeitig im Körper fangen sie an zu sprießen und wachsen dann zusammen.

Mit 16 Wochen ist der Fötus schon ziemlich aktiv. Er schlägt Purzelbäume, hat Schluckauf, gähnt und reibt sich das Gesicht. Um das zu zeigen, hat sie den Ultraschallfilm von ihrer jüngsten Tochter mitgebracht.

Augenlider erhalten die werdenden Menschen erst relativ spät. Warum halten sie dann die Augen fast immer geschlossen? Der Hörsaal rätselt. Dabei ist die Erklärung recht einfach. Zwar wird das Fruchtwasser alle zwei Stunden erneuert, doch das entstehende Baby pinkelt da natürlich auch hinein. Und bei offenen Augen brennt das so ähnlich wie mit offenen Augen im chlorierten Schwimmbad-Wasser.

INFO: Die Kinder-Uni im Netz (www.kinder-hd-uni.de) , sucht neue Mitglieder für ihre Kinder-Redaktion. Jungen und Mädchen zwischen zehn und zwölf Jahren, die Lust haben, selber über Wissenschaft und Forschung zu schreiben, können sich unter team@kinder-hd-uni.de bewerben. Bitte einen Satz hinzufügen, warum ihr unbedingt dabei sein wollt.
Kirsten Baumbusch

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
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