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28. Juli 2004

Ein Junior-Prof. für jede Fakultät

Uni hält an Nachwuchsregelung fest

Die Uni Heidelberg hält auch über das gestern gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichts hinaus an der Junior-Professur fest. Deren bundesweite Einführung und die damit verknüpfte Ablösung der Habilitation, so die Karlsruher Richter, verletze das Grundgesetz, weil der Bund in die Autonomie der Länder eingreife. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass die vorgesehene Junior-Professur keine akzeptable Lösung ist", so Jochen Tröger, Prorektor für Forschung und Medizin an der Ruperto Carola. Gerade in den Geisteswissenschaften sei die Habilitation zum "ordentlichen Professor" wichtig. In den Naturwissenschaften dagegen hält Tröger die Junior-Variante ohne Habilitation für ein geeignetes Instrument. "Hier gibt es verschiedene Fächer, die diese Regelung dringend brauchen." Seiner Ansicht nach sei es sinnvoll, würde sich das Land Baden-Württemberg für einen Mittelweg entscheiden: je zur Hälfte Junior- und ordentliche Professuren.

Das Junior-Konzept, wie es vom Bund vorgesehen war und nun in Karlsruhe gekippt wurde, sei ohnehin mangelhaft, sagt Tröger. Die Arbeitsbelastung – Lehre, Verwaltung, Forschung und internationale Anerkennung – sei für jungen Wissenschaftler viel zu hoch. Gleicher Meinung ist Senatsmitglied Heiko Eller, der sich in der Fachschaftskonferenz (FSK) der Uni mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Aufgrund der hohen Anforderungen sei die Motivation unter den Nachwuchswissenschaftlern gering. Nach Ansicht der FSK würde der "Junior-Professor" den Nachwuchs ohnehin nicht "übermäßig fördern". Parallel zum Urteil aus Karlsruhe, das die Regelungskompetenz an die Länder zurück gibt, plant die Uni bereits die Einführung der Jung-Professuren für das kommende Jahr. Jede Fakultät, so die Vorgabe aus dem Rektorat, solle mindestens eine Professur für Junioren ausschreiben. Prorektor Tröger ist sicher: In Zeiten knapper Kassen und zunehmendem Stellenabbau sei die Nachwuchs-Professur ein Mittel, den Nachwuchs zu fördern.
lex

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
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