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3. Juli 2004

Langatmige Referenten stoppt die Kuckucksuhr

Internationales Wissenschaftsforum der Universität blickt auf 1000 Veranstaltungen zurück – Intensiv tagen in festlichem Rahmen

Die meisten Wissenschaftler, die zu einem Symposium ins Internationale Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH) kommen sind Wiederholungstäter. Das wundert nicht, und darauf ist Direktor Professor Michael Welker mit Recht stolz. "Wir sind eine Perle der Universität und bieten kleine, feine Tagungen von höchster wissenschaftlicher Qualität in einem festlichen Rahmen", unterstreicht Welker in einem Gespräch mit der RNZ. Gerade hat das im April 1986 zum 600. Geburtstag der Universität gegründete IWH seine 1000. Veranstaltung abgehalten; rund 200 Veröffentlichungen sind aus seiner wissenschaftlichen Arbeit hervorgegangen. Wer hier ein Symposium leitet oder als Gast an einer Veranstaltung teilnimmt, gehört zur internationalen Forscherelite.

Gesprächskultur pflegen...

Gründungsvater des IWH ist der ehemalige Rektor der Universität, Gisbert zu Putlitz; mit Hilfe der VW-Stiftung und großzügiger privater Sponsoren wurde das stilvolle Anwesen in der Hauptstraße 242 renoviert und eingerichtet, nachdem die Universität es im Zuge eines Gebäudetausches von der Stadt zurückerhalten hatte. Das IWH sollte an eine wissenschaftliche Gesprächskultur anknüpfen, wie sie Max Weber und Friedrich Gundolf geschaffen hatten.

Zu dem kleinen, aber effizienten Team, das dafür sorgt, dass hier wissenschaftlich und organisatorisch alles rund läuft, gehören neben Direktor Professor Michael Welker und seiner Vertreterin, Professor Monika Boehm-Tettelbach, die Geschäftsführerin Dr. Theresa Reiter, zwei Verwaltungskräfte, nämlich Corinna Baier und Gudrun Strehlow, Hausmeister Wilhelm Zahn, zwei Haushilfen und ein EDV-Beauftragter.

Rund 50 Veranstaltungen finden jährlich im IWH statt, zu den meisten kommen etwa 30 Teilnehmer, die etwa zwei bis drei Tage bleiben. "Unser Flaggschiff sind die internationalen interdisziplinären Symposien", unterstreicht Welker. Ganz bewusst will das IWH verschiedene Wissenschaftlergenerationen zusammenbringen. Der jetzt erstmals verliehene Hengstberger-Preis ist dazu ebenfalls ein Beitrag; er richtet sich an Wissenschaftler bis 37 Jahre. "Wir hatten elf Bewerbungen aus acht Fakultäten", freut sich Welker über den Erfolg der Ausschreibung. Lohn der Mühe ist für den Sieger die Finanzierung eines Symposiums im IWH, der Zweit- und Drittplatzierte werden als Gäste eingeladen.

Inhaltlich decken die Symposien die ganze Breite der Forschung ab. Über neueste Verfahren der Chirurgie wurde hier ebenso diskutiert wie über mathematische Stochastik, ägyptische Totengräber, die neuesten Ergebnisse der Borreliose-Forschung sowie über theologische und philosophische Fragen, beides Forschungsgebiete des Hausherrn. Die 1000. Veranstaltung war dem Thema "Civilizing America: Manners and Civility as Categories of Social, Cultural and Literary Analysis" gewidmet. 40 namhafte Wissenschaftler aus den USA, England, Italien, den Niederlanden und verschiedenen deutschen Universitäten diskutierten unter Leitung von Professor Dietmar Schloss vom Anglistischen Seminar der Universität Heidelberg die Frage, wie Umgangsformen die amerikanische Gesellschaft geprägt und beeinflusst haben.

Professor Welker achtet bei allen Veranstaltungen auf strikte Disziplin. "Wir tagen hier sehr intensiv und haben manchmal bis zu sieben 45-minütige Vorträge am Tag", erklärt der Theologe. Wenn eine Redner seine Vortragszeit überzieht, ertönt eine Kuckucksuhr, um an das vorgesehene Zeitlimit zu erinnern.

...und fröhlich feiern

Dass Menschen, die so angestrengt arbeiten auch ordentlich essen und feiern sollten, gehört zu den Leitlinien des Hauses. Wer hier in erlesener Gesellschaft gut gespeist und sich angeregt ausgetauscht hat, wird das nicht so schnell vergessen, das beweisen viele enthusiastische Einträge in dem dickleibigen Gästebuch. 12 Appartements stehen hier und im benachbarten Haus Buhl zur Verfügung; Tradition ist, dass auch die Preisträger der Poetikdozentur hier wohnen. Brigitte Kronauer hat ihre Eindrücke auch literarisch umgesetzt. Wie sieht die Zukunft des IWH aus? Darauf hat Professor Welker eine ganz klare, sehr eindeutige Antwort: "Wir wollen unsere Qualität immer weiter steigern."

INFO: www.iwh.uni-hd.de
Ingeborg Salomon

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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