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3. Juli 2004

Eine neue Aufgabe für Europa

Altbundespräsident Roman Herzog als Festredner beim "Tag der Freunde"

Eine ganz neue Aufgabe schrieb Roman Herzog gestern Europa zu. Es gelte über die wirtschaftliche Prosperität und den Erhalt des Friedens hinaus Europa in der Welt zu sichern, betonte er als Festredner beim "Tag der Freunde" der Universität. Der ehemalige Bundespräsident forderte dazu auf, alt hergebrachte Überzeugungen und den Lebensstil weiter zu verfolgen, Frieden, Wohlstand und insbesondere das Wertesystem aufrechtzuerhalten. Dazu zählte er gerade die Freiheit des Geistes.

Jenseits der Weltmärkte erkannte Herzog als Kennzeichen der Globalisierung ein Vordringen der Naturwissenschaften, die Ausbreitung der Massenmedien sowie ein Vordrängen weltlicher Verhaltensweisen, verbunden mit gewisser Arroganz. Er beobachtete hier ein Öffnen der Schere zwischen Wohlstand und armen Ländern. Dadurch entwickle sich ein gewaltiges Unterlegenheitsgefühl, nach Ansicht Herzogs "Nährboden für den Terrorismus".

Wenn Globalisierung, dann erwarte Herzog Grundzüge der sozialen Marktwirtschaft, beispielsweise in ärmeren Regionen Hilfe durch mehr Bildung und Ausbildung. Ferner plädierte er für internationale Arbeitsteilung, für den Abbau geistiger Grenzen und einen interkulturellen Dialog.

Toleranz allein genüge nicht bei der Auseinandersetzung mit dem Islam und dem Hinduismus, erklärte Herzog. Er sprach sich stattdessen für das Herausarbeiten gemeinsamer Wurzeln und Ideen aus. Der hier entstehende gegenseitige Respekt gebe eine weitere Antwort auf das Unterlegenheitsgefühl und verringere die Spannungen auf dem wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Sektor. Bis zum Funktionieren dieser Verhaltensmuster befürwortete Herzog die militärische Sicherung sowie ein Zusammengehen jener Regionen, die ihre Wurzeln im Christentum besitzen und "uns geistig am Nächsten stehen".
Thomas Seiler

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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und
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