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28. Juni 2004

Künftig auch Top-Speerwerfer in Heidelberg?

Trotz kleinem Etat wurden bei der Heidelberg Meile hochkarätige Leistungen geboten

Künftig auch Top-Speerwerfer in Heidelberg?

Den 100-m-Lauf der Damen gewann Ulrike Görling (linkes Bild, vorne) vor der Heidelbergerin Dominique Damm. Im Speerwurf wurde der Heidelberger Matthias Rau Zweiter. Über die Heidelberg Meile siegte der Kenianer Peter Biwott (rechtes Bild, vorne). Fotos: vaf

Die Leistungen waren überdurchschnittlich bei der Heidelberg Meile, das Zuschauerinteresse leider nicht. Auf dem weiten Rund des Leichtathletik-Stadions verirrten sich nur wenige Besucher. "Insgesamt hatten wir vielleicht an die 200 Zuschauer", schätzt Organisator Walter Abmayr vom USC Heidelberg, "auf den ganzen Nachmittag verteilt." Und das ist schon großzügig geschätzt. Dennoch gehört das Leichtathletik-Fest zum festen sportlichen Terminkalender Heidelbergs und soll es auch bleiben. Kontinuierlich wollen die Veranstalter das Meeting verbessern und auch in einigen anderen Disziplinen neben der Meile Spitzenathleten verpflichten.

In der Meile über 1609 Meter war auch in diesem Jahr das hochkarätigste Teilnehmerfeld vertreten. Drei Spitzenläufer aus Kenia (darunter Sieger Peter Biwott) und ein Tunesier waren bei der 16. Ausgabe dabei. Gerade die Kenianer zählen zur erweiterten Spitzengruppe ihres Landes. Auch im Speerwerfen war ein gutes, wenn auch rein deutsches Teilnehmerfeld am Start. Mit dem Gewinner Oliver Weilland (MTV Holzminden) und Lokalmatador Matthias Rau (LG/USC Heidelberg) sorgten zwei von Deutschlands Besten für ansprechende Leistungen. "Obwohl sie technisch noch Steigerungspotenzial haben", wie es Hermann Rieder ausdrückte. Der ehemalige Speerwurf-Bundestrainer und Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaften der Universität Heidelberg verfolgte den Wettkampf, der nach ihm benannt wurde, besonders aufmerksam.

Das geringe Publikumsinteresse bedauerte auch er. "Wir sind selbst schuld", gestand Rieder, "wir haben die Veranstaltung parallel gelegt mit dem Hochschulfest." So kam es, dass ausgerechnet während der entscheidenden Phase der Meile auch wichtige Fußball-Spiele auf dem Platz nebenan stattfanden.

Doch nicht nur Zuschauer fehlten den Heidelbergern, auch finanziell ist das Meeting nicht gerade auf Rosen gebettet. Der Etat für das Sportfest am vergangenen Freitag sowie für den Sprint-Cup vor zwei Wochen betrug zusammen gerade mal knapp 5000 Euro. Zudem gab es Unterstützung von der Uni, die moderne Zeitmess-Anlangen beisteuerte. Ansonsten wurde improvisiert. So fungierte Organisator Walter Abmayr etwa gleichzeitig als Starter.

Umso erstaunlicher ist es, dass das Teilnehmerfeld so hochkarätig war und die Sportler so gute Leistungen vollbrachten. Allein zwei Stadionrekorde gab es am Freitag. "Was wir in der Meile an Leistungen haben", sagt Abmayr, "haben so manche Meetings mit einem Etat von einer Million Euro nicht." Wo die finanziellen Mittel fehlten, half das Glück mit. Nigerianische Olympia-Kandidaten, die zufällig in der Nähe ihr Trainingslager aufgeschlagen haben, sagten zum Beispiel spontan zu.

Dieses Niveau soll nun auch in anderen Disziplinen verbessert werden. "Im Speerwurf werden wir vielleicht schon nächstes Jahr Welt-Niveau erreichen", sagt Hermann Rieder. Für die Zuschauer, die dann hoffentlich zahlreicher den Weg ins Stadion finden, bleibt das Sportfest dann aber weiterhin kostenlos. "Man muss etwa fünf Jahre lang eine Tradition aufbauen, bevor man Eintritt verlangen kann", sagt Hermann Rieder. Und Abmayr meint, er wolle sowieso kein Geld von den Besuchern. "Das ist nicht meine Intention", so der Organisator, "wir wollen, dass die Leute überhaupt kommen. Außerdem sind sowieso die Sponsoren am wichtigsten. Ohne Sponsoren ist solch eine Veranstaltung nicht durchzuführen."

Männer, Meile: 1. Peter Biwott (Kenia) in 3:58,85 Minuten; 2. Isaac Sang (Kenia) in 3:59,35; 3. Ali Hakimi (Tunesien) in 4:00,04.

Speerwurf: 1. Oliver Willand (MTV Holzminden) 69,05 Metern, 2. Matthias Rau (LG/USC Heidelberg) 68,31, 3. Christian Hessert (USC Mainz) 63,74.

8,5 km Straßenlauf: 1. Alexander Kerber (USC Heidelberg) in 28:35,38; 2. Axel Büchler (TV Schriesheim) in 28:49,22; 3. Daniel Salzmann (Lauftreff Uni Heidelberg) in 29:01,80.

100 m: 1. Jörg Wöhe (LG/USC Heidelberg) 11,43 Sekunden, 2. Carl Sagoe (LG/USC Heidelberg) 11,69, 3. Jens Bodem (LG/USC Heidelberg).

300 m: 1. Jude Monye (Nigeria) 34,04; 2. Sebastian Domsch (LG/USC Heidelberg) 36,35; 3. Jens Bodem (LG/USC Heidelberg) 36,67.

Frauen, Meile: 1. Susan Kurui (Kenia) in 4:50,48; 2. Lucy Muhani (Kenia) in 5:18,07; 3. Julia Ertmer (LG Weinstraße) in 5:26,64.

8,5 km Straßenlauf: Andreina Byrd (MTG Mannheim) in 32:33,48; 2. Julia Ertmer (LG Weinstraße) in 33:52,96, 3. Anne Peickert in 38:14,30.

100 m: 1. Ulrike Görling (MTG Mannheim) 12,67; 2. Dominique Damm (LG USC/TSG Rohrbach) 12,82; 3. Christina Schwitalla (MTG Mannheim) 13,36.

300 m: 1. Doris Jacob (Nigeria) 37,22; 2. Christina Schwitalla (MTG Mannheim); 3. Jennifer Baumgarten (MTG Mannheim) 45,37.
Andreas Wagner

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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