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17. Juni 2004

Immer mehr Mädchen mögen Mathe

St.-Raphael-Gymnasium bei Landeswettbewerb zum vierten Mal ganz vorn

Ausgezeichnete Rechner

Ausgezeichnete Rechner – Beim Mathe-Landeswettbewerb lag das St.-Raphael-Gymnasium wieder ganz vorn. Auch wenn bei der Preisverleihung mehr Jungen als Mädchen vertreten waren, gewannen doch mehr Mädchen. Foto: Stefan Kresin


Das St.-Raphael-Gymnasium steckt offenbar voller Mathe-Asse. Zum vierten Mal in Folge bekam die Schule jetzt einen Preis für die erfolgreichste Teilnahme am Landeswettbewerb Mathematik. Genau 21 Schüler der Mittelstufe, darunter mehr Mädchen als Jungen, beteiligten sich am mathematischen Kräftemessen.

Ein spezielles Training in der Schule findet das ganze Jahr über statt. Es handelt sich um die Mathematik-AG samstags von 9 bis 11 Uhr, die laut ihrer Leiterin Dr. Johanna Brandt bestens besucht ist. Bei der Preisverleihung im Hörsaal des Zoologischen Instituts schnitten neben einem Gymnasium aus Horb zwei weitere Bildungseinrichtungen aus der Region gut ab. Es sind dies die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Weinheim und das Ottheinrich-Gymnasium in Wiesloch. Insgesamt beteiligten sich rund 500 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg an dem Wettbewerb. Dass dessen Organisation immer aufwändiger werde und finanzielle Kürzungen drohten, sagte Landeswettbewerbsleiter Hanspeter Eichhorn in seinem Grußwort. Daher sei bereits die Gründung eines Fördervereins geplant. Eichhorn ist Lehrer an der Bonhoeffer Schule, die zur Feier ihre hauseigene Band "Los Bonitos" entsandt hatte. So kamen südamerikanische Klänge in den Hörsaal.

Der Leiter des Oberschulamtes Karlsruhe, Dr. Werner Schnatterbeck, hatte indessen ein Goethe-Zitat parat, in dem es heißt: "Die Deutschen und nicht nur die, haben die Fähigkeit, Wissenschaft unzugänglich zu machen". Der Landeswettbewerb Mathematik liefere den Gegenbeweis. Sein Dank richtete sich an die engagierten Lehrkräfte, die Jugendlichen Freude am Unterricht bescherten. "Mathe muss Spaß machen" meinte auch Prof. Dr. Willi Jäger von der Universität Heidelberg und ging auf die Bedeutung des Faches in Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und Natur ein. Demnach steckt auch in den Symmetrien der Natur ein riesiges Zahlenwerk. Kurzum: die Berufsmöglichkeiten im Bereich "Wissenschaftliches Rechnen" sind groß. Das bestätigte auch Dr. Katja Mombauer in einem Vortrag über die Berechnung von Laufrobotern. Eine ihrer Erkenntnisse: "Die technischen Bewegungen rennen den biologischen immer noch hinterher." Anwendung findet die Technik ihren Worten nach unter anderem in der Medizin.

Am Landeswettbewerb Mathematik, den es seit 1987 gibt, nimmt inzwischen über ein Drittel Mädchen teil und ist dabei auch noch überproportional unter den Preisträgern vertreten. Dies geht aus einer Statistik hervor. Prof. Jäger hatte bereits im Vorfeld eine Lanze für die Frauen in seinem Fach gebrochen. Dass Mathematik nichts für sie sei, sei "völliger Unsinn". Den jungen Mädchen im Saal legte er deshalb ans Herz, sich von noch immer vorhandenen Vorurteilen nicht abschrecken zu lassen. Gleichwohl schloss er nicht aus, dass das Mathematik-Studium an der Hochschule bei beiden Geschlechtern für eine gewisse Ernüchterung sorgen könne. Die jungen Leute sollten sich den Spaß dennoch nicht verderben lassen, so sein Aufruf.
Karin Katzenberger-Ruf

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