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17. Juni 2004

Pfade im Dschungel des logischen Denkens finden

Die Forschungsstelle "Mathematische Logik" der Heidelberger Akademie der Wissenschaften erarbeitet Standarddokumentation – Vortrag von Dr. Wolfgang Lenski über logisches Denken von Aristoteles bis in die Gegenwart

Gottlob Frege gelang 1879 der radikal neuartige Entwurf einer Logik

Gottlob Frege gelang 1879 der radikal neuartige Entwurf einer Logik

Wenn eine Schlussfolgerung logisch ist, dann ist sie eindeutig. Ein logischer Sachverhalt wird von allen als sachlich richtig und vernünftig erkannt. Er ist einleuchtend, offenkundig, unumstößlich. Soweit die Theorie. Im Alltag trägt diese leider nicht besonders weit. Was logisch sei, aus welchen Grundannahmen welche Schlüsse gezogen werden dürfen – darüber streiten sich die Geister lebhaft. Doch wie verhält es sich im Reich der Mathematik und der Philosophie? Herrscht dort jene ungetrübte kristalline Eineindeutigkeit, wie wir es uns gemeinhin vorstellen? "Ganz so einfach ist es leider nicht", weiß Dr. Wolfgang Lenski von der Forschungsstelle "Mathematische Logik" der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. "Nahezu jede Epoche hat ein eigenes Verständnis entwickelt, was Logik dem Wesen nach sei. Von der Antike bis heute gab es dabei gravierende Veränderungen!"

Die Wurzeln des logischen Denkens als einem festen Regelsystem des Schließens reichen bis weit zu den Anfängen der griechischen Philosophie zurück. Als der eigentliche "Vater der Logik" gilt dabei Aristoteles. Seine Auffassung prägte die Vorstellungen über Logik während des Altertums nachhaltig. Vor allem während der Neuzeit gab es jedoch gravierende Veränderung. Das Erstarken der Naturwissenschaften und der Philosophie führte zu einem enormen Wissenszuwachs. Von ihrem philosophischen Ursprung löste sich die Logik dann endgültig im 19. Jahrhundert. Sie wurde nun rein formal über die Begriffe "Beweis" und "Wahrheit" begründet. Gottlob Frege (1848 – 1925) lieferte mit seiner Begriffsschrift, eine der arithmetischen nachgebildete Formelsprache des reinen Denkens 1879 einen radikal neuartigen Entwurf einer Logik, die erstmals dem bereits von Aristoteles vorgegebenen Ideal einer ‚formalen' durchgängig gerecht wird. Die Folge dieses Ansatzes ist eine Herauslösung der Logik aus der Philosophie und ihre nachfolgende Etablierung als eigenständige mathematische Disziplin.

Dr. Wolfgang Lenski geht dieser spannenden Entwicklung am 22. Juni um 18.15 Uhr in seinem Vortrag "Wahrheit und Information. Dokumentation und Erschließung mathematischer Logik" in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften nach. Die Forschungsstelle "Mathematische Logik" verfolgt das Ziel, den aktuellen Wissenstand aus dem Bereich der mathematischen Logik und angrenzender Gebiete in seiner vollen Breite und Tiefe zu dokumentieren und zu systematisieren. Ziel ist es, der Öffentlichkeit die Flut an neueren Publikationen mit modernen elektronischen Mitteln gut überschaubar zu präsentieren. Der Vortrag stellt solche Strukturen für die Dokumentation der mathematischen Logik vor.

Rückfragen bitte an
Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Tel. 06221 / 54 34 00, Fax 54 33 55
johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de
www.haw.baden-wuerttemberg.de

sowie
Dr. Wolfgang Lenski
Forschungsstelle Mathematische Logik
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Tel. 0631 2 05 33 55, Fax 2 05 32 99
lenski@informatik.uni-kl.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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