Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English
Besucher, Internationale Beziehungen, Heidelberg und RegionStartseiten der FakultätenAufbau der Universität, Personalverzeichnis, ServiceeinrichtungenFächerübersicht, Beratung, Informationen für ausländische StudierendeProjekte, Publikationen, Technologietransfer

Startseite > Presse >

 
30. Juni 2004

"Hier wird tiefgründig gedacht"

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen zu Gast in Heidelberg

Samuel Kobia

Samuel Kobia ist Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, einem Zusammenschluss von 342 christlichen Kirchen aus aller Welt, und in dieser Eigenschaft zu Besuch in Heidelberg. Foto: Stefan Kresin


Dass die Kirche in Europa keinen leichten Stand hat, weiß auch Samuel Kobia. "Aber in vielen Teilen der Welt hat Religion noch einen unglaublichen Einfluss auf die Gesellschaft", hält er dagegen. "Und wenn die Kirchen zusammenarbeiten, können sie auch im 21. Jahrhundert ihren Teil für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung in der Welt beitragen." Seit Januar 2004 ist Kobia Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, eines Zusammenschlusses von zur Zeit 342 christlicher Kirchen aus aller Welt.

"Als meine Hauptaufgabe sehe ich es an, den Kirchen dabei zu helfen, sich mehr für die ökumenische Bewegung zu engagieren", sagt der 57-jährige Kenianer. Das heiße vor allem, voneinander zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Auf seiner Kurzreise durch Deutschland will er deswegen die guten Beziehungen zu den deutschen Kirchen bekräftigen. Erste Station der Reise ist Heidelberg, wo er auf dem 7. Heidelberger Ökumenischen Forum mit Studenten und Dozenten über neue Herausforderungen für die ökumenische Gemeinschaft, den interreligiösen Dialog und die Arbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen sprechen möchte.

"Die deutschen Kirchen sind nicht nur bedeutende Beitragszahler für den Ökumenischen Rat. Sie bringen auch sehr wichtige theologische Inhalte für die ökumenische Arbeit ein", sagt Kobia, der nicht nur Pastor der Methodistenkirche ist, sondern auch einen Master in Stadtplanung am Massachussetts Institute of Technology erworben hat. Der Besuch des Ökumenischen Instituts der Universität Heidelberg ist da für ihn von besonderem Interesse: "Hier haben wir eine Verbindung zur akademischen Welt, von der wir die Kompetenzen und das Fachwissen benötigen." Von den Möglichkeiten, die sich hier Lehrenden wie Lernenden bieten, zeigt er sich beeindruckt: "Hier wird außerordentlich tiefgründig gedacht. Und es steht nicht nur die akademische Arbeit im Vordergrund, sondern auch der Kontakt zu den Kirchen."

Der Studienleiter des Instituts, Fernando Enns, sieht in dem Besuch des höchsten Repräsentanten des Rates eine einmalige Chance, die Ideen der Ökumene nicht nur in Lehre und Forschung zu vermitteln, sondern eben auch durch das Kennen lernen anderer Kirchen. "Es besteht immer die Gefahr, dass man sich zu sehr auf den eigenen Kontext beschränkt. Aber es ist uns eben nicht egal, was in den Kirchen Afrikas oder Lateinamerikas passiert", betont er. Nur wenn die Kirchen voneinander wüssten, seien sie in der Lage, Antworten auf aktuelle Probleme zu finden.

"Als 1948 der Ökumenische Rat der Kirchen gegründet wurde, stand ja die Idee im Vordergrund, dass die Kirchen nur miteinander etwas zu einer Welt beitragen können, in der es Frieden und Gerechtigkeit gibt."

Hongkong nächste Station

Bis Freitag hat Kobia noch Gelegenheit, sich ein Bild von den Kirchen in Deutschland zu machen und mit ihren Repräsentanten zu sprechen, bevor er wieder nach Genf zurückfährt, wo der Ökumenische Rat der Kirchen seinen Sitz hat. Viel Zeit wird er dort nicht haben: "Als Generalsekretär ist es natürlich sehr wichtig, personelle Kontakte mit den Mitgliedskirchen zu knüpfen." Seine nächsten Reisen werden ihn nach Hongkong, Australien und die Fidschi-Inseln führen.
Fabian Erik Schlüter

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English