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24. Juni 2004

Onkologie-Zentrum in Katar eröffnet

Modernste medizinische Tumorklinik der Golfregion entstand mit Unterstützung des Universitätsklinikums Heidelberg

Onkologie-Zentrum in Katar eröffnet

Von links nach rechts: Mahmoud Saleh Al Raisi, Asst. Administrative Director des Al Amal Hospitals; Dr. Kai Schubert, Physiker der Radiologischen Universitätsklinik Heidelberg; Prof. Dr. Eike Martin, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg; Prof. Dr. Michael Wannenmacher, Ärztlicher Leiter des El-Amal Oncology Center; Dr. Abdullatif Al Khal, Chairman of Medicine Hematology; Dr. Martina Treiber, Oberärztin der Abteilung Klinische Radiologie, Universitätsklinikum Heidelberg; Utz Göbel, Leiter der Planungsgruppe Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg; Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg; Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg; Medical Director Dr. Saad Al Kaabi./ Quelle: Planungsgruppe Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg.


Am 17. Juni 2004 fand die feierliche Eröffnung des "Al Amal Oncolocy Hospital" in Doha, der Hauptstadt von Katar, statt. An der Zeremonie im Beisein des Premierministers, Sheikh Abdullah bin Khalifa Al Thani, mehrerer Minister und des deutschen Botschafters Rainold Frickhinger nahmen drei Mitglieder des Heidelberger Klinikumsvorstandes teil. Die neue Klinik wurde mit Hilfe der Expertise des Universitätsklinikums Heidelberg geplant und in Betrieb genommen. Sie gilt als modernstes Zentrum zur Behandlung von Tumorpatienten in der gesamten Golf-Region.

Die Einweihung des neuen Hauses sei ein Meilenstein für ihr Land, erklärte Dr. Latifa Ibrahim Al-Houty, Aufsichtsratsvorsitzende der "Hamad Medical Corporation" (HMC), die das städtische Gesamtklinikum in Doha betreibt. "Es ist Ihr Tag ebenso wie unserer", sagte sie an die Adresse der Gäste aus Heidelberg – des Leitenden Ärztlichen Direktors Professor Dr. Eike Martin, des Dekans der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Hans-Günther Sonntag, und der Kaufmännischen Direktorin Irmtraut Gürkan sowie des Projektleiters Utz Göbel.

Das neue Al-Amal-Tumorzentrum hat 50 stationäre Betten und 14 Behandlungsplätze für Chemotherapie, eine Apotheke und ein Labor. In der radiologischen Abteilung stehen zwei moderne Linearbeschleuniger zur Verfügung; hier wurden seit März bereits die ersten 60 Patienten behandelt. Dazu kommt eine Einheit für Knochenmarkstransplantationen, die Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Insgesamt wird die Klinik pro Jahr etwa 750 Patienten behandeln.

Kooperation mit Heidelberger Strahlenklinik war Grundstein für Zusammenarbeit

Drei der 130 Klinikmitarbeiter kommen aus Heidelberg: Professor Dr. Michael Wannenmacher, früher Direktor der Abteilung Strahlentherapie am Heidelberger Klinikum, hat für die Anfangsphase die ärztliche Leitung das "Al Amal" übernommen. Oberärztin Dr. Martina Treiber leitet die klinische Radiologie; für die Therapieplanung ist der Strahlenphysiker Dr. Kai Schubert verantwortlich.

In der Heidelberger Strahlenklinik wurde vor vier Jahren der Grundstein für die "Katar-Connection" gelegt, der erste Tumor-Patient aus Katar behandelt. Inzwischen folgten fast 100 weitere nach. Im Dezember 2003 zogen die Verantwortlichen aus Katar daraus handfeste Konsequenzen – und vereinbarten einen Kooperationsvertrag mit Heidelberg, zunächst für drei Jahre. Für insgesamt zehn Millionen Euro sollen die Heidelberger in dieser Zeit Unterstützung aller Art – von der Beratung, über Aus- und Fortbildung, dem Training von Schwestern bis zu Hilfestellung beim Betrieb – leisten.

Mit der Kooperation verfolgen die Kataries mehrere Ziele: Bisher sind die Behandlungen im Ausland in dem kleinen Staat mit seinen 200.000 einheimischen Bürgern und 500.000 Gastarbeitern aus aller Welt keine Seltenheit. Sie gehen, wie die gesamte Gesundheitsversorgung, auf Kosten des Staats. Künftig sollen mehr Patienten mit schweren Erkrankungen zuhause behandelt werden.

Heidelberger Screening-Programm für Neugeborene in Katar

Die Zusammenarbeit soll künftig weit über den Bereich der Tumorerkrankungen hinausgehen. Ein Kooperation konnte bereits in den vergangenen Monaten aufgebaut werden: Seit Januar 2004 steht das umfangreiche Heidelberger Screening-Programm für Neugeborene, mit dessen Hilfe seltene Stoffwechselerkrankungen festgestellt werden, auch zum Screening neugeborener Kinder in Katar zur Verfügung. Unerkannt können diese Erkrankungen zu schweren Behinderungen oder zum Tod führen; durch spezielle Diät oder Medikamente sind sie beherrschbar. Die Blutproben werden aus Katar nach Heidelberg gesandt und dort untersucht. Ein Spezialist der Heidelberger Universitäts-Kinderklinik besucht monatlich die Klinik in Katar und berät die Ärzte bei der Behandlung der erkrankten Kinder.

Als gemeinsames Forschungsprojekt sind zudem eine Studie Heidelberg/Katar geplant, die sich mit den genetischen Grundlagen des in Katar verbreiteten Altersdiabetes befasst.

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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