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14. Juni 2004Datum

Medizinische Spitzenleistung durch "Fundraising" sichern

"Heidelberger Stiftung Chirurgie" unterstützt Chirurgische Universitätsklinik / Ziele sind Entwicklung neuer Therapien, besseres Patientenumfeld und der Neubau eines Chirurgischen Zentrums

Shilu Mistry, Leiterin der Heidelberger Stiftung Chirurgie.

Shilu Mistry, Leiterin der Heidelberger Stiftung Chirurgie./ Foto: Fotoabteilung der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg.

Wie können Kliniken in Zeiten knapper Ressourcen ihre medizinische Qualität erhalten und verbessern? Die Situation ist prekär: Staatliche Zuschüsse gehen zurück, die neuen Fallpauschalen sind eng kalkuliert.

Die "Heidelberger Stiftung Chirurgie" (HSC), die Anfang 2003 von Ärzten und Pflegepersonal der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg gegründet worden ist, geht in Deutschland neue Wege: Mit einem neuen Konzept versucht sie die wachsenden finanziellen Defizite im Klinikalltag auszugleichen. Bei einem Pressegespräch am 9. Juni 2004 stellten Professor Dr. Dr. h.c. Markus W. Büchler, Geschäftsführender Direktor der Chirurgischen Klinik Heidelberg, und Manfred Lautenschläger, Aufsichtsratsvorsitzender der MLP-AG und Kuratoriumsmitglied der HSC, das neue Konzept vor.

"Die HSC unterstützt die Arbeit der Klinik und hilft ihr, innovative Therapien zu entwickeln und den Patienten zugänglich zu machen", sagt Shilu Mistry, Leiterin der HSC, die mehrere Jahre an einer Bostoner Klinik Erfahrungen mit dem in den USA üblichen "Fundraising" von Kliniken gesammelt hat . Bislang wurden der Stiftung, die über ein Stiftungskapital von 25.000 Euro verfügt, ca. 100.000 Euro, überwiegend von ehemaligen Patienten, gespendet. Weitere 300.000 Euro bringt Manfred Lautenschläger ein.

Universitätskliniken werden von den Krankenkassen und durch den Bundesland-Zuschuss für Forschung und Lehre finanziert. Die Einführung der Fallpauschalen sowie eine drastisches Reduktion des Zuschusses konfrontieren die Kliniken mit erheblichen Finanzproblemen. Eine weitere Einnahmequelle der Kliniken sind sogenannte Drittmittel, die von staatlichen oder privaten Forschungs-Fördern oder von Firmen für bestimmte Forschungsprojekte auf Antrag zur Verfügung gestellt werden. Auch diese Mittel wurden beschnitten. Spenden von Privatleuten oder Firmen - in den USA seit vielen Jahren wichtige Einnahmequelle großer Kliniken - sind in Deutschland, mit Ausnahme des Engagements einiger Patientenorganisationen, vor allem für Kinderkrebs-Abteilungen, eher selten; ein konsequentes Fundraising wird nicht betrieben.

Die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg.

Die Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg. / Foto: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg

Die Heidelberger Stiftung Chirurgie möchte die Bevölkerung, Firmen, Einzelpersonen und ehemalige Patienten dafür gewinnen, für eine Klinik zu spenden, die in der Rhein-Neckar-Region für eine ausgezeichnete chirurgische Krankenversorgung steht und aufgrund ihrer Behandlungsqualität Anziehungskraft für Patienten aus aller Welt hat.

An der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, Abteilung Viszeralchirurgie und Allgemeinchirurgie, werden jährlich ca. 55.000 Patienten stationär und ambulant betreut. Besondere Schwerpunkte der Abteilung, die seit Herbst 2001 von Prof. Dr. Dr. h.c. Markus W. Büchler geleitet wird, sind die Betreuung von Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sowie Darmkrebs und anderer bösartiger Tumorerkrankungen. Die Klinik ist eingebunden in das interdisziplinäre Netzwerk des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim. "Ein weiterer Schwerpunkt ist die Transplantation von Leber und Niere", erklärt Prof. Büchler. Jährlich werden derzeit etwa 80 Leber- und bis zu 100 Nierentransplantate in Heidelberg verpflanzt.

Aufklärung der Bevölkerung und Fortbildung der Mitarbeiter

Die Heidelberger Stiftung Chirurgie hat sich bei der Unterstützung der Chirurgischen Klinik drei wesentliche Ziele gesetzt: das Patientenumfeld zu verbessern, durch klinische Forschung neue Therapien zu schaffen und Behandlungsmethoden noch effektiver zu machen.

Konkret ins Auge gefasst oder bereits umgesetzt sind:
* Veranstaltungen, Internet und Broschüren, die zur Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung beitragen
* Fort- und Weiterbildungsangebote für die Krankenpflege und Nachwuchsmediziner
* Würdigung herausragender Leistungen einzelner Mitarbeiter

Weiteres wichtiges Ziel ist der Neubau des Chirurgischen Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg, das modernste technische und medizinische Ausstattung mit einem angenehmen Umfeld für Patienten und Mitarbeiter verbindet.

Die Heidelberger Stiftung Chirurgie wird von einem Kuratorium beaufsichtigt, dem u.a. Mitglieder des Heidelberger Klinikumsvorstandes sowie Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik angehören, u.a. Manfred Lautenschläger, Aufsichtsratsvorsitzender des Finanzdienstleistungs-Unternehmens MLP.

"Bis zum Jahr 2010 haben wir uns mehrere konkrete Förderprojekte vorgenommen", sagt Shilu Mistry. Dazu gehört der Aufbau eines Kindergartens für Mitarbeiter der Chirurgischen Klinik, die Renovierung von Ambulanz- und Stationsräumen, die Unterstützung von Forschungsprojekten u.a. zur modernen Diagnostik und Behandlung von bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse und des Dickdarms.

Weitere Information und Ansprechpartnerin:
Shilu Mistry, Leiterin der Heidelberger Stiftung Chirurgie
Tel.: 06221 / 56 4875,
Email: shilu_mistry@med.uni-heidelberg.de

Webseite der Heidelberger Stiftung Chirurgie:
http://www.stiftung-chirurgie.com

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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