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14. Juni 2004

"Himmel und Erde"

Mario Adorf liest in der Aula der Neuen Universität in Heidelberg aus seinen Memoiren – Donnerstag, 17. Juni 2004, 20.00 Uhr – Die Laudatio hält der Germanistikprofessor Dieter Borchmeyer

Am Donnerstag, dem 17. Juni wird Mario Adorf um 20.00 Uhr in der Aula der Neuen Universität aus seinen Memoiren "Himmel und Erde" und anderen Büchern lesen. Die Laudatio auf ihn hält Prof. Dieter Borchmeyer vom Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg, welches auch in Verbindung mit der Literarischen Gesellschaft Palais Boisserée, unterstützt vom Europäischen Hof, als Veranstalter fungiert.

Im Folgenden Auszüge aus der Laudatio von Prof. Borchmeyer: "Richard Strauss hat einmal auf die Frage, wie denn bei ihm die musikalische Eingebung funktioniere, alle verstiegenen Spekulationen verschmähend, geantwortet: 'Ich komponiere so, wie die Kuh Milch gibt.' Genau so dichtet und erzählt Mario Adorf, und doch ist er keineswegs ein naiver Erzähler, allein aufs Amüsement bedacht. Seine Geschichten sind durchaus doppelbödig, nicht selten abgründig. [...] Warum Mario Adorf schreibt, dafür gibt es einen besonderen Grund. Er hat ihn im Vorwort seines Erzählbandes 'Der römische Schneeball' verraten. Es ist die 'Selbständigkeit beim Schreiben', die er als Schauspieler nicht hat. [...] Man kann verstehen, daß ein Schauspieler nach Jahrzehnten der künstlerischen 'Fremdarbeit' nun das Glück genießt, ganz selbst gesetzte ästhetische Ziele zu verfolgen. [...] Mario Adorf vermag es, eine Figur mit wenigen Zeilen ganz lebendig zu machen, Atmosphäre herzustellen, und das ist viel wichtiger, als nur spannend zu erzählen, was er freilich auch brillant versteht. [...] Gerade an seinen Geschichten von Personen, die uns allen bekannt sind, läßt sich zeigen, wie genau er zu porträtieren vermag. Da ist die Geschichte 'Der V-Effekt', als der schon Schwererkrankte, dem Tode Nahende zu den letzten Proben des 'Guten Menschen von Sezuan' erscheint und die ganze Theaterdogmatik, welche sich die jungen Schauspieler aus seinen theoretischen Schriften zurechtgebastelt hatten, mit einer Handbewegung beiseite schiebt. Oder die Geschichte 'Romy a Roma, Amor amaro': Romy Schneider, schon ein Weltstar, aber im Innersten ganz unsicher, an sich selbst zweifelnd und zudem von unglücklicher Liebe zerrissen, trägt in später Nacht, auf der menschenleeren Piazza del Populo Mario Adorf in tiefer Verzweiflung 'Gretchen am Spinnrad' vor. [...] Ich plädiere dafür, daß seine Erzählungen – E und U hin und her – ein legitimer Bestandteil der deutschen Gegenwartsliteratur sind!"

Der Eintrittspreis für die Lesung beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Kartenverkauf erfolgt über die Weiss'sche Universitätsbuchhandlung.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Dieter Borchmeyer
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg
Tel 06221-54-3226/-3211, Fax 54-3178
dieter.borchmeyer@gs.uni-heidelberg.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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