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17. Mai 2004

Eine neue Zeit braucht eine neue Wissenschaft

Jahresfeier der Heidelberger Akademie: Ministerpräsident Teufel fordert von Forschern "Verantwortungsgefühl, Leidenschaft, Realitätssinn"

Ministerpräsident Erwin Teufel will die Rolle der Akademien künftig

Ministerpräsident Erwin Teufel will die Rolle der Akademien künftig stärken. Professor Peter Graf Kielmansegg verlieh den Karl-Freudenberg und Walter-Witzenmann-Preis 2004. V.l.n.r.: Peter Graf Kielmansegg, Blanche Schwappach, Andreas Deutsch, Jürgen Berges, Erwin Teufel. Foto : Rothe

"Wir leben in einer Zeit des Umbruchs in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft", sagte Ministerpräsident Erwin Teufel bei der Jahresfeier der Heidelberger Akademie der Wissenschaften während seiner engagierten Rede in der voll besetzten Aula der Alten Universität. Und deshalb zitierte er Alexis de Tocqueville, der angesichts der Veränderungen im 19. Jahrhundert festgestellt hatte: "Eine neue Zeit braucht eine neue Wissenschaft." Von den versammelten Forschern forderte der Gast "Verantwortungsgefühl, Leidenschaft und Realitätssinn".

Nachdem Präsident Peter Graf Kielmansegg mit Bezug auf eine Präsentation der Heidelberger Akademie im Stuttgarter Landtag die Themen Debattenteilnahme und Politikberatung angesprochen hatte, konstatierte der Ministerpräsident: "Ich halte den Dialog zwischen Politik und Wissenschaft heute für dringlicher denn je." Er zeigte sich überzeugt, dass Politik und Wissenschaft die Probleme der Gegenwart nur gemeinsam lösen können. Daher erwartete Erwin Teufel mit Bezug auf Max Weber ein neues Rollenverständnis der Wissenschaftler: Sie sollen helfen, die Umbrüche unserer Zeit richtig zu verstehen, und die Veränderungen auch erklären; außerdem sollen sie Verantwortung übernehmen und Gestaltungsalternativen aufzeigen.

Ministerpräsident Teufel hob die wichtige Interdisziplinarität als "Signum" der Heidelberger Akademie hervor; als Beispiele für deren Aktivitäten nannte er im naturwissenschaftlichen Bereich die Klima- und Erdbebenforschung, auf geisteswissenschaftlichem Gebiet die Wahrung und Pflege des kulturellen Erbes. Gerade geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung sei jetzt wichtig bei der Klärung von Zukunftsfragen – wie etwa: Wohin will Europa? Was sind die geistigen Fundamente Europas? Oder: Wo liegen die Grenzen Europas? Ohne die Geisteswissenschaften könnten solche Fragen nicht beantwortet werden.

Deshalb glaubte Teufel die fünf Millionen Euro des Landes für die Forschungsstellen der Heidelberger Akademie gut angelegt. Angesichts der Haushaltslage könne dieses Förderniveau aber kaum gehalten werden, so dass man Prioritäten setzen müsse.

Der Ministerpräsident betonte, dass Bildung, Wissenschaft und Forschung in Deutschland politischer Vorrang einzuräumen sei. Darüber hinaus ist etwas anderes nötig: "Was wir brauchen, ist die gesellschaftliche Anerkennung, Wertschätzung und auch Bewunderung unserer wissenschaftlichen Eliten!" Deshalb trat Teufel für eine Rückbesinnung "auf unsere starken Traditionen" ein, in denen bedeutende Wissenschaftler früher bewundert wurden und junge Menschen diesen Vorbildern nacheiferten.

Als besondere Hoffnungsträger für die Zukunft wurden drei junge Wissenschaftler für hervorragende Leistungen geehrt. Der mit 6000 Euro dotierte Walter-Witzenmann-Preis 2004 ging an Dr. Andreas Deutsch für seine Arbeit "Der Klagspiegel und sein Autor Conrad Heyden. Zu Entstehung, Inhalt und Bedeutung eines Rechtsbuchs und der Rezeptionszeit". Den ebenfalls mit 6000 Euro dotierten Karl-Freudenberg-Preis 2004 erhielten zu gleichen Teilen Dr. Blanche Schwappach für ihre Untersuchung "Zelluläre Lokalisationssignale für den intrazellulären Transport und die Qualitätskontrolle von Kanalproteinen" sowie Dr. Jürgen Berges für die Studie "Dynamik fern des Gleichgewichts und Thermalisierung von Quantenfeldern".

Die Festrede hielt dann der Mediziner Prof. Heinz Häfner zum Thema "Ein unzurechnungsfähiger (?) König an einem Wendepunkt deutscher Geschichte – Ludwig II. von Bayern".

Heribert Vogt

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Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel. 06221 543400
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Pressesprecher der Universität Heidelberg
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