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19. Mai 2004

Vom Bodensee an den Neckar

Bücherschätze aus der Bibliothek des Zisterzienserklosters Salem in der Universitätsbibliothek Heidelberg – Ausstellungseröffnung in der Alten Aula der Universität Heidelberg am 27.5.2004, 18.00 Uhr

Die Universitätsbibliothek Heidelberg präsentiert in ihrer neuen Ausstellung reich illustrierte und höchst wertvolle Handschriften und Bücher aus der Bibliothek des ehemaligen Klosters Salem. Das Zisterzienserkloster Salem wurde im Jahr 1134 gegründet, als der Ritter Guntram von Adelsreute Besitzungen unweit des Bodensees und in Oberschwaben zur Errichtung einer Abtei stiftete. Schon im 12. Jahrhundert besaß das Kloster ein eigenes Skriptorium (Schreibwerkstatt), durch das im Laufe der Jahrhunderte eine der bedeutendsten deutschen Klosterbibliotheken aufgebaut wurde. Die Förderung der Bibliothek und ihres Ruhmes war über 600 Jahre hinweg ein Herzensanliegen der Salemer Äbte. Nachdem das Kloster durch die Säkularisierung zunächst an das Haus Baden gefallen war, erwarb die Universität Heidelberg 1826/27 das Gros der Salemer Bibliothek mit 450 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften sowie über 30.000 Drucken. In der Universitätsbibliothek Heidelberg bilden die Salemer Bestände heute neben den deutschen Handschriften der ehemaligen Bibliotheca Palatina den kostbaren Kern ihrer Altbestände.

In der Ausstellung werden die hundert wichtigsten Stücke aus der Salemer Sammlung gezeigt, die meisten davon zum ersten Mal überhaupt. Auswahlkriterium ist die Schönheit der Buchillustrationen oder aber die wissenschaftliche Bedeutung der Texte. Einige Schlaglichter: Das älteste Ausstellungsstück, die Zierseite einer liturgischen Handschrift, entstand bereits um das Jahr 800 im italienischen Verona und wurde im 12. Jahrhundert in einen Salemer Codex eingebunden. Aus dem Ende des 12. Jahrhunderts stammt eine Abschrift des Scivias ("Wisse die Wege!"), dem Werk, in dem die große deutsche Mystikerin Hildegard von Bingen ihre göttlichen Visionen zusammengefasst hat. Ein noch nie gezeigtes Salemer Prachtgraduale steht am Ende der Jahrhunderte langen, klostereigenen Produktion aufwendiger liturgischer Handschriften. Der 28 Kilogramm schwere Codex wurde 1601 nach mehr als 50-jähriger Bearbeitung vollendet. Insgesamt dokumentiert die Ausstellung das geistige Leben eines Klosters, das über sechs Jahrhunderte hinweg ein Kulturzentrum von großer Ausstrahlung gewesen ist.

Vom 28. Mai bis zum 30. Dezember 2004 in der Universitätsbibliothek Heidelberg, Plöck 107-109, Montag bis Samstag 10.00 bis 18.00 Uhr – Sonn- und Feiertag geschlossen – Eintritt frei

Katalog zur Ausstellung:
Vom Bodensee an den Neckar.
Heidelberg: Winter, 2003.
ISBN 3-8253-1547-9; Euro 15,-

Vortragsreihe zur Ausstellung

Die Ausstellung "Vom Bodensee an den Neckar. Bücherschätze aus der Bibliothek des Zisterzienserklosters Salem in der Universitätsbibliothek Heidelberg" wird durch eine Vortragsreihe begleitet. Die Vorträge beleuchten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die geistige Welt der Zisterzienser und bilden so den historischen Rahmen zur Ausstellung.

Außer dem Festvortrag finden alle Vorträge im Vortragsraum der Universitätsbibliothek (UG) jeweils um 18.15 Uhr statt.

27.5.2004
Prof. Dr. Walter Berschin: Bibliotheca Salemitana. Zimelien einer Reichsabtei (1134-1803) – Festvortrag anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Alten Aula

17.6.2004
Dr. Armin Schlechter: Büchererbe vom Bodensee. Zur Geschichte der Klosterbibliothek Salem

8.7.2004
Prof. Dr. Bernd Schneidmüller: Zisterziensische Anfänge. Ein Reformorden im mittelalterlichen Europa

4.11.2004
Prof. Dr. Matthias Untermann: Moderne und Tradition. Die Architektur der Zisterzienser am Beispiel der Klosterkirche Salem

25.11.2004
Dr. Paula Väth: Buchkunst im Zisterzienserkloster Salem am Ende des Mittelalters

9.12.2004
Dr. Andrea Fleischer: Die Anfänge der Buchkultur im Zisterzienserkloster Salem unter Abt Eberhard von Rohrdorf (1190-1240)

Rückfragen bitte an
Dr. Nicole Kloth
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsbibliothek Heidelberg
Tel. 06221 542570, Fax 5422623
kloth@ub.uni-heidelberg.de

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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