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14. Mai 2004

Beim Leser die Lust auf Rhetorik wecken

Rouven Soudry gibt ein neues Buch über Redekunst heraus – Kostprobe am 23. Mai in der Alten Aula

Autor Rouven Soudry

Autor Rouven Soudry will mit seinem neuen Buch beim Leser die Lust wecken, selbst schlagkräftig zu argumentieren. Foto: Stefan Kresin

"Als Dichter wird man geboren, Redner wird man durch eigene Anstrengung." Was schon Cicero wusste, das hat Rouven Soudry sich zu Herzen genommen: Vor zwei Jahren gründete der Jurastudent zusammen mit seinem Bruder Daniel den "Debating Club Heidelberg e.V.". Jetzt hat er ein Buch über die Redekunst herausgegeben. Der Titel lässt aufhorchen: "der macht die worte" steht in orangefarbenen Lettern auf dem himmelblauen Einband – wer macht die Worte?

Über zwanzig Autoren hat Soudry zusammengebracht: Künstler und Medienfachleute kommen ebenso zu Wort wie Vertreter aus Wirtschaft, Jura und Politik. Aus verschiedenen Perspektiven nehmen sie die Bedeutung von Rhetorik in den Blick. Theo Sommer von der "Zeit" schreibt beispielsweise über "Regieren durch Diskutieren", Dieter Roth von der "Forschungsgruppe Wahlen e.V." berichtet über "die Sprache als Medium des Interviews". Aufgelockert werden die 290 Seiten durch Karikaturen der Heidelberger Künstlerin Marie Marcks.

Es sei in erster Linie ein Studienbuch, erklärt Soudry, "mit vielen Informationen und Tipps für die Praxis". Besonderen Wert habe er darauf gelegt, dass alle Texte "leicht zu lesen" seien. Denn vor allem eins will Soudry bewirken: "Die Leser sollen Lust bekommen, sich selbst im Gebrauch der Rhetorik zu üben." Dazu gebe es ein Mal pro Woche bei den Treffen des Debattier Clubs Gelegenheit. Es sei wie in der Fahrschule: "Das ist das Theoriebuch, und dazu gibt es auch noch Fahrstunden."

Argumentieren kann man lernen

Genau diese praktische Übung hatte Soudry an der Universität vermisst, als er den Debattier Club ins Leben rief: "Wir lernen da an der Uni zwar tolle Dinge – aber wie bringe ich das denn eigentlich rüber?" Nicht zuletzt für sein eigenes Fach Jura sei eine rhetorische Ausbildung unerlässlich, unterstreicht er energisch.

Ein Anwalt stehe zum Beispiel immer wieder vor besonderen Problemen: "Wer einen Mörder verteidigt, der muss – auch wenn er die Tat verabscheut – noch in der Lage sein, dessen Rechte klar herauszuarbeiten." Das Rhetorikbuch richte sich aber nicht nur an Juristen. Ein scharfer Blick für die Kernargumente des Gegenübers, eine überzeugende Argumentation und freie, selbstbewusste Rede – das alles sei am Stammtisch genauso gefragt wie beim Bewerbungsgespräch.

Wer einmal miterleben möchte, wie sich die Oratoren in einer hitzigen Debatte die Köpfe heiß reden, kann das am Sonntag, 23. Mai, um 14 Uhr. Dann wird in der Aula der Alten Universität das Finale der "Zweiten Baden-Württembergischen Meisterschaften im Hochschuldebattieren" ausgetragen.

Rouven Soudry und sein Bruder sind die amtierenden Landesmeister. Auf die Frage, was für ihn der größte Gewinn gewesen sei, den ihm die Beschäftigung mit der Rhetorik eingebracht habe, antwortet Soudry mit einer nachdenklichen Pause. Dann sagt er bestimmt: "Dass ich mich persönlich weiter entwickelt habe. Es fällt mir heute leichter, mich mit gegnerischen Ansichten wirklich ernsthaft auseinander zu setzen statt sie einfach abzutun."

Bruno Ringewaldt

Leseproben und weitere Informationen über "der macht die worte" gibt es im Internet unter: www.dmdw.de.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
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