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6. Mai 2004

Stimmungsumschwung in Deutschland

TV-Debatte bei "Phoenix": Hommelhoff sieht die Universität als Flagge auf dem Weltmarkt – Auszüge

Nachfolgend drucken wir in sprachlich geglätteten Einzelzitaten Auszüge einer Fernsehsendung zum Thema "Innovation und Elite – Chance für Deutschland?", die in diesen Tagen von "Phoenix" ausgestrahlt wurde. Es handelt sich um die Diskussionsveranstaltung "32. Forum Pariser Platz" in der Dresdner Bank in Berlin, die von Bodo H. Hauser moderiert wurde.

Debattenteilnehmer waren Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD), der stellvertretende Parteivorsitzende der CDU und frühere Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers, der Heidelberger Rektor Prof. Peter Hommelhoff, Prof. Christoph von der Malsburg (Ruhr-Universität Bochum / University of Southern California) und Jeanne Rubner (Süddeutsche Zeitung). Die Auswahl der Zitate erfolgte nach dem Kriterium der Relevanz für Heidelberg: Im Spannungsfeld von Bundes- und Landespolitik geht es in diesen Diskussionspassagen um die mögliche Förderung der Ruperto Carola als deutsche Spitzenuniversität.

Hauser: Herr Prof. Hommelhoff, wie ist Ihre Einschätzung der Lage?

Hommelhoff: Wir haben einen Stimmungsumschwung in Deutschland. Früher wurde das Thema der "faulen Professoren" durch die Presse gejagt. Heute ist mit dem Stichwort "Elite-/Spitzenuniversitäten" der positive Impuls gesetzt worden, den wir brauchen, um unsere Energien zu bündeln und nach vorn zu bringen. Frau Bulmahn, wir haben in dieser Zielsetzung überhaupt keine Differenzen.

Hauser: Die Elite-Universitäten sollen fünf Jahre lang mit jährlich 50 Millionen Euro gefördert werden. Und damit sollen sie Weltspitze werden.

Hommelhoff: Nein. Aber mit 50 Millionen Euro werden die deutschen Spitzenuniversitäten nachdrücklich unterstützt. Für die Universität Heidelberg bedeuten sie einen Aufwuchs der Staatsdotation um über 30 Prozent, womit wir heftig etwas anstellen können.

Verglichen mit den Möglichkeiten der Amerikaner ist diese Summe wirklich nur ein Hauch. In Berkeley, einer Staatsuniversität – wir reden gar nicht von Harvard oder Stanford –, werden pro Jahr allein 400 Millionen Euro für die Lehre eingesetzt; hinzu kommen 175 Millionen Euro aus Studiengebühren. Was die Staatsdotation betrifft, so bekommt jeder der 32000 Studierenden in Berkeley eine Förderung von 12500 Dollar, bei uns sind es 6400 Euro.

Mit den 50 Millionen Euro würden wir versuchen, Strukturen zu schaffen, um eine Wettbewerbsannäherung in unseren Spitzenbereichen zu schaffen. Nur Universitäten werden weltweit wahrgenommen, nicht einzelne Fachbereiche. Die Universität ist die Flagge oder das Label, um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.

Hauser: Die Wissenschaftsminister der Länder haben sich für eine Konzentration auf die Fachbereiche ausgesprochen.

Bulmahn: Ich habe gesagt, dass ein Wettbewerb der Hochschulen stattfinden muss, denn nur sie können auch die Rahmenbedingungen schaffen. Wir haben dann eine gute Vereinbarung getroffen, die für die Universitäten eine deutliche Stärkung bedeutet. Wir werden einen Wettbewerb um die Spitzenuniversitäten durchführen. Zusätzlich wird es einen Wettbewerb um Forschungszentren sowie einen Wettbewerb um Graduiertenschulen geben.

Mit den Ländern handeln wir gerade das Finanzgerüst aus. Bis Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni werden wir einen Vorschlag haben – bis Mitte Juni soll dieses Paket geschnürt sein, so dass wir in diesem Jahr beginnen können.

Hauser: Es soll um fünf Elite-Universitäten gehen.

Bulmahn: Ob es fünf sind oder sieben – das muss man der Jury überlassen; sechzehn dürfen es aber nicht sein. Es geht nicht nach Proporz. Wir werden eine international besetzte Jury berufen.

rnz

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
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