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5. Mai 2004

Trotz Waffenruhe: Nur der Sieg zählte

Olympia einst und heute: Erster Vortrag der Reihe "Studium Generale" mit griechischem Generalkonsul

Dabei sein ist alles: Diese "olympische Idee" stammt von Pierre Coubertin, der Ende des 19. Jahrhunderts die Spiele neu erfand. Beim griechischen Vorläufer einige Jahrhunderte vor und nach Christi Geburt zählte nämlich nur der Sieg. Zweite und dritte Plätze gab es nicht. Als wichtigste Wettkampfarten galten Wagenrennen und Speerwerfen. Daraus kann man folgern, dass das Körpertraining auch dem kriegerischen Einsatz diente.

"Olympia" ist Thema des Studium Generale für das laufende Semester. Zum Auftakt sprach der griechische Generalkonsul von Baden-Württemberg, Dr. Dimitris Moschopoulos unter anderem über die weltweite Waffenruhe, die laut einer Resolution erstmals während der Sommerspiele in Athen gelten soll. Dass während der Spiele die Waffen schweigen, ist wiederum aus der Antike überliefert. Schließlich waren die dem Göttervater Zeus gewidmeten Wettkämpfe ein religiöses Fest, Mit dem griechischen "Ekecheira" ist der "Zustand der Zurückhaltung", der in der Zeit herrschte, am besten beschrieben. Ansonsten galt Krieg als gängiges Mittel der Konfliktbewältigung, wie der Referent erläuterte. Er, der Philosophie studierte, sich intensiv mit Hegel befasste und für seine Doktorarbeit das Thema "Logik und Geschichte" wählte, schlug 1982 die diplomatische Laufbahn ein.

Ein symbolischer Aufruf zu Frieden und Völkerverständigung: Das seien die Olympischen Spiele schon 1896 gewesen und viele hätten die Idee damals für verrückt gehalten, sagte Moschopoulos. Zugleich ging er auf einige Ereignisse aus den letzten Jahren ein, bei denen der olympische Gedanke hilfreich war. Beispiel Bosnien: Während der Spiele in Lillehammer 1992 ermöglichte demnach nur ein Tag Waffenruhe im Kriegsgebiet eine Impfaktion durch das Kinderhilfswerk Unicef, Was aber, wenn dieser Ausnahmezustand wochenlang dauert? Könnten Länder, die gegeneinander Krieg führen, die Waffenruhe dann nicht auch zur Aufrüstung nutzen? So ähnlich lautete später eine Frage aus dem Publikum "Das könnte sein. aber damit müssen wir leben", meinte Moschopoulos.

Derweil bleibt der Terrorismus die größte Gefahr für die Sommerspiele in Athen, weil er von Ländern ausgehen könnte, die nicht mehr zur Internationalen Staatengemeinschaft gehören. Deshalb werde für die Sicherheit "alles Menschenmögliche" getan, versicherte der Referent. Weitere Vorträge zum Thema "Olympia" finden bis Ende des Semesters jeweils montags um 19.30 Uhr im Großen Hörsaal der Neuen Universität statt.

Kaz.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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