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28. Mai 2004

Sekretär des Friedensnobelpreis-Komitees spricht an der Universität Heidelberg

Schurman-Lecture in der Aula der Alten Universität: Prof. Geir Lundestad hält einen Vortrag in englischer Sprache über die transatlantischen Beziehungen seit der Irakkrise – Dienstag, 1. Juni 2004, 18.15 Uhr – Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen

Der Sekretär des Friedensnobelpreiskomitees in Oslo, Prof. Geir Lundestad, hält am Dienstag, 1. Juni 2004, im Rahmen der Schurman-Lecture einen öffentlichen Vortrag in Heidelberg. Auf Einladung des Heidelberg Center for American Studies (HCA) wird Lundestad um 18.15 Uhr in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, auf englisch zum Thema "American-European Relations after Iraq: Transatlantic Drift or Just Another Crisis?" sprechen. Die Schurman-Lecture wird vom HCA gemeinsam mit dem Schurman-Verein organisiert, der seit 13 Jahren Forschung und Lehre im Fach Amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg fördert.

Lundestad, 1945 in Sulitjelma in Norwegen geboren, ist seit 1990 Sekretär des Norwegischen Nobel Komitees in Oslo, das jährlich den Friedensnobelpreis verleiht. Ebenfalls seit 1990 ist Lundestad Direktor des Norwegischen Nobel Instituts. Er studierte Geschichte, Englisch und Politikwissenschaft an den Universitäten von Oslo und Tromsø, wo er 1976 promovierte. Von 1979-1988 war Lundestad Professor für Amerikastudien an der Universität Tromsø, von 1988-90 lehrte er dort Geschichte. Zahlreiche Auslandsaufenthalte führten ihn immer wieder in die USA, wo Lundestad als Gastwissenschaftler an der Universität Harvard und am Woodrow Wilson Center in Washington, D.C. arbeitete. Seit 1991 ist Lundestad Außerordentlicher Professor für Internationale Geschichte an der Universität Oslo. Lundestad ist ein Experte für amerikanische Außenpolitik und hat zahlreiche Artikel und Monographien zur internationalen Geschichte und zu den transatlantischen Beziehungen veröffentlicht.

Die Schurman-Lecture wird seit 1992 in loser Reihenfolge in Heidelberg organisiert. Namensgeber der Veranstaltung ist Jacob Gould Schurman (1854-1942). Schurman, ein ehemaliger Student der Universität Heidelberg, war von 1925-1930 Amerikanischer Botschafter in Berlin. Er regte in den USA eine große Spendensammlung an und konnte der Universität Heidelberg im Jahr 1928 mehr als eine halbe Million Dollar überreichen. Mit diesem Geld wurde der Bau der "Neuen Universität" finanziert, dem noch immer wichtigsten Hörsaalgebäude in der Heidelberger Altstadt.

Zuletzt hielt in diesem Frühling Wolfgang Ischinger, Deutscher Botschafter in den USA, eine Schurman-Lecture zum Thema "Perspektiven für die transatlantischen Beziehungen im 21. Jahrhundert".

Das interdisziplinäre Forschungszentrum HCA wurde am 1. Mai 2003 von einer Initiative Heidelberger Hochschullehrer gegründet. An dieser Initiative beteiligen sich die Seminare und Institute der Anglistik, Geographie, Geschichte, Musikwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie, Theologie und Wirtschaftswissenschaften. Gründungsdirektor Professor Detlef Junker ist gleichzeitig Inhaber der Curt-Engelhorn-Stiftungsprofessur für Amerikanische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Das HCA wird ab Oktober 2004 einen interdisziplinären Aufbaustudiengang, M.A. in American Studies, in Heidelberg anbieten.

Weitere Informationen zur Schurman-Lecture und zum HCA finden Sie unter www.hca.uni-hd.de.

Rückfragen bitte an
Daniel Sommer, HCA, Tel. (06221) 79 63417
oder 0171-213 11 18
daniel.sommer@urz.uni-hd.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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