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28. Mai 2004

Sie nehmen ihre Zukunft in die Hand

Uni-Frauenbüro bot ein Seminar zur Berufswegplanung für angehende Geisteswissenschaftlerinnen

Die Zukunft in die Hand zu nehmen, das ist für Studentinnen der Geisteswissenschaften leichter gesagt als getan. Sie fühlen sich verloren in den Massenfächern, haben das Gefühl in eine brotlose Zukunft hinein zu studieren und tendieren dazu, ihre eigenen Stärken zu unterschätzen. Viele resignieren sogar völlig und brechen das Studium ab.

Zumindest bei 15 von ihnen dürfte das jetzt anders werden. Sie haben an einem Pilotprojekt des Frauenbüros und des Zentrums für Studienberatung und Weiterbildung teilgenommen. Das trägt den Namen "Kompass zu Studien- und Berufswegplanung" und hat den jungen Frauen so richtig gut getan.

"Ich habe zum ersten Mal an der Uni das Gefühl, betreut zu werden und dass es jemanden kümmert, was ich aus meinem weiteren Lebensweg mache", ist eine Teilnehmerin noch Tage danach völlig begeistert. Agnes Speck vom Büro der Frauenbeauftragten hat da wohl mit einer Idee ins Schwarze getroffen. Sie ist selbst promovierte Geisteswissenschaftlerin und weiß, wie schwierig es sein kann, sich in diesen Fächern auf einen Beruf hin zu orientieren. Trotzdem war sie verblüfft, dass über 100 Studentinnen ihr Interesse an einem solchen Seminar bekundeten. 15 von ihnen wurden ausgewählt, weitere dieser Kurse sollen folgen.

Zwei Tage lang machten sich die jungen Frauen mit Hilfe von Agnes Speck und einer versierten Personalberaterin daran, ihre persönliche Zukunft zu planen. Dazu gehörte nicht nur, ein Profil der persönlichen Stärken und Schwächen zu erstellen, sondern auch die Anforderungen des Marktes zu beleuchten. "Ich kann was und will das auch zeigen", diese für sie völlig neue Erkenntnis hat Meike Westerhaus samt einem gewaltigen Motivationsschub aus dem Seminarhaus im idyllischen Oberflockenbach mit nach Heidelberg genommen. Die Studentin der Politik, Geschichte und Volkswirtschaft weiß, dass vor allem Frauen dazu neigen, die Schwächen zu betonen und die Stärken mit einem "ja, aber" zu versehen. Da hat sie das Seminar eines besseren belehrt, dort wurde das Potenzial jeder Einzelnen herausgehoben. "Im Studium gehen die Fähigkeiten, die man schon hat, so unter", weiß Sandra Martini. Sie studiert Erziehungswissenschaften, Slawistik und Osteuropäische Geschichte und findet ein solches Seminar zum Ende des Grundstudiums ideal. Schließlich könne man nicht früh genug damit anfangen, den Ängsten vor der Zukunft die Schärfe zu nehmen.

Katrin Wittig, Studentin der Politik und Philosophie, hat vor allem die Aufgabe beeindruckt, die jede Einzelne für die Nacht von Freitag auf Samstag erhielt. "Denken Sie darüber nach, was sie vor allen anderen auszeichnet und warum gerade Sie den Job bekommen haben". Das hat Selbstbewusstsein aufgebaut, ist sie sich ganz sicher. Nicht nur bei ihr wurde richtig etwas in Gang gesetzt. Ein Elan, der wohl auch nicht so schnell verpufft. Die Gruppe will sich weiterhin treffen und ist wild entschlossen, sich in Zukunft nicht mehr "runterziehen" zu lassen.

Corinna Rombach, Studentin der Kunstgeschichte und Romanistik, hat gefallen, dass die Überlegungen so konkret waren. "Solche Sachen schiebt man während des Studiums gerne mal zur Seite", weiß sie, "dabei ist es eigentlich ganz dringend, früh anzufangen und auszuloten, was einem liegt".

Nadja Wenz hat die "entwaffnende Ehrlichkeit" und die Solidarität unter den Teilnehmerinnen genossen. Ohne Stress, aber mit viel positiver Unterstützung sei schließlich jede dazugekommen, ihre Vorstellungen und Fähigkeiten in Sachen künftigem Job zu konkretisieren. "Keine wird je in die Verlegenheit kommen, in einem Industrieunternehmen einen Goethe-Text zu interpretieren", lacht sie, "aber komplexe Dinge auf den Kern reduzieren zu können, das ist sicherlich gefragt".

Kirsten Baumbusch

INFO: Büro der Frauenbeauftragten, Hauptstraße 126, Telefon 06221 547697. Homepage: www.uni-heidelberg.de/organe/frb/

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
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presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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