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18. Mai 2004

Setzt sich Politik über Bürger hinweg?

Podiumsdiskussion in Wieblingen zum heiß umstrittenen Thema "fünfte Neckarbrücke"

"Bitte warten Sie die Umweltverträglichkeitsprüfung ab und richten Sie sich danach", – diese Bitte richtete Erster Bürgermeister Raban von der Malsburg an die Bevölkerung von Wieblingen im Hinblick auf die heiß umstrittene fünfte Neckarquerung.

Im Vorfeld der Gemeinderatswahlen hatte der Stadtteilverein zu einer Podiumsdiskussion um das Thema "fünfte Neckarbrücke" geladen. Der Bürgermeister referierte über den Stand der Planungen und ließ wissen, dass die Brücke durch das Landschaftsschutzgebiet im Altneckar genehmigt werden könnte, wenn "zwingende Gründe überwiegenden öffentlichen Interesses" vorlägen, zu denen es keine zumutbaren Alternativen gebe.

Für den Rektor der Universität, Professor Peter Hommelhoff, wäre die Neckarbrücke von Wieblingen ins Neuenheimer Feld "die optimale Verbindung" und alles andere im Grunde "unakzeptabel".

Drohen ohne Querung...

Seinen Worten nach ist ein Wettbewerbsnachteil zu befürchten, wenn das Klinikum verkehrstechnisch nicht optimal angebunden wird. Die von der FWV favorisierte Hängebahn bezeichnete er als für diesen Zweck "ungeeignet".

Eine Neckarquerung in Gestalt eines Tunnels wäre, wie er sagte, nicht nur ein finanzielles Problem, sondern würde im Neuenheimer Feld außerdem zu unzumutbaren Verkehrsverhältnissen führen. "Dann wären 750 Studierende in den Wohnheimen in Verkehrsinseln eingemauert", so Hommelhoff. Zugleich versicherte er, dass sich die Universität durchaus Gedanken um die Bewohner jener 39 Reihenhäuser in Wieblingen mache, die von einem Brückenbau unmittelbar betroffen wären. Die Alternative: Den Verkehr am Ufer so lange wie möglich unterirdisch zu führen. Wegen der Hochwassergefahr in diesem Gebiet sei dies unrealistisch, hieß es. Der Rektor kündigte an, dass die Universität nun die Parkraumbewirtschaftung im Neuenheimer Feld in Angriff nehme. Auch der Weg für eine Straßenbahnlinie durch die Kirschnerstraße sei geebnet, da die Universität dem DKFZ Räume für hochsensible Messinstrumente zur Verfügung gestellt habe, die durch die Erschütterungen hätten beeinträchtigt werden können.

Unterstützung für seine Version zur Lösung der Probleme im Individualverkehr bekam Hommelhoff von Jan Gradel als Vorsitzendem der CDU-Gemeinderatsfraktion. "Wenn die Brücke erst einmal stünde, würden Sie sie alle gerne benutzen", sagte er und riskierte mutig Buh-Rufe aus dem Publikum. Wolfgang Lachenauer von der Wählerinitiative "Die Heidelberger" befand, Wieblingen sei nach Norden hin vom Neckar eingeschlossen und müsse das doch einfach Mal überbrücken. Seinen Worten nach müsste die Entwicklung der Universität der Bevölkerung eigentlich eine Herzensangelegenheit sein. Nicht umsonst hätten schon die Vorväter in Wieblingen eine Trasse für eine fünfte Neckarbrücke freigehalten.

Die Politik solle sich nicht über den Willen eines ganzen Stadtteils hinwegsetzen: Dies mahnte zum Auftakt der Podiumsdiskussion im katholischen Gemeindehaus der Stadtteilsvereinsvorsitzende Günter Trapp an.

...Heidelberg Wettbewerbsnachteile?

Es gehe darum, den Entscheidungsträgern "den Willen der Wieblinger" mit auf den Weg zu geben. "Wir werden die Wieblinger nicht alleine lassen" versicherte Uwe Morgenstern als Gemeinderatskandidat der FDP. Die bessere Anbindung des Neuenheimer Feldes sei für die Partei Programm, müsse aber finanzierbar und wirkungsvoll sein.

Das Stichwort "Erreichbarkeit" warf FWV-Stadträtin Ursula Lorenz in die Runde, warb für das Projekt "Hängebahn" und für ökologisches Umdenken. Dass eine einzige Person in einem Wagen sitze, sei nicht mehr zeitgemäß.

"Wir sind und bleiben gegen die fünfte Neckarbrücke" bekräftigte Stadtrat Thomas Krczal für die SPD und auch seine GAL-Kollegin Irmtraud Spinnler kennt ihrer Schilderung nach in ihrer Fraktion niemanden, der Wieblingen belasten und das Landschaftsschutzgebiet am Neckar in irgendeiner Weise antasten will.

Karin Katzenberger-Ruf

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