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14. April 2004

Schon mal Gemüse mit Gänseblümchen gekocht?

Wildkräuter sammeln und bestimmen – Führung und Bestimmungskurs mit Diplom-Biologin Birgit Dörffel-Hemm und Dr. Peter Sack am 2. Mai 2004 um 16.00 Uhr

Biologin Birgit Dörffel-Hemm (links) ist Kräuterexpertin

Biologin Birgit Dörffel-Hemm (links) ist Kräuterexpertin. Foto: Alex

Eine grüne Wiese gegenüber dem Parkplatz vom Kloster Stift Neuburg in Ziegelhausen: Das ist doch nur etwas für das liebe Vieh, ist man geneigt, zu denken. Doch die Biologin Birgit Dörffel-Hemm weiß es besser. Sie erzählt vom Wildkräutersalat, in dem in diesen Tagen die Blätter und Blüten des Gänseblümchens Verwendung finden könnten. Ebenso junger Löwenzahn oder die Brennnessel, leicht überbrüht. Auch lässt sich aus ein paar Handvoll Löwenzahn, zwei Litern Wasser, fast der gleichen Menge Zucker und Zitronensaft ein köstlicher Sirup zubereiten. Selbst die gelben Blüten des Gewächses sollen genießbar sein.

Wer damit nichts anzufangen weiß, hält vielleicht eher Ausschau nach lila blühendem Sauerampfer, der kaum mit jenem großblättrigen Ampfer zu verwechseln ist, den selbst das Vieh stehen lässt.

"Das wächst bei mir auf den Blumentöpfen. Aber ich habe es immer rausgerissen und weggeschmissen..." Eine Exkursionsteilnehmerin entdeckte bei der Führung die klein blühende Vogelsternmiere als essbare Pflanze. Inzwischen weiß sie, dass beispielsweise das gelb blühende Scharbockkraut nun nicht mehr gesammelt werden sollte, da es in der Blüte Giftstoffe entwickelt. Gegen den Tee aus Spitz- oder Breitwegerich ist dagegen nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Auf der Hand zerrieben soll die Pflanze auch bestens gegen Insektenstiche helfen. Und da wäre noch der Bärlauch, der ebenfalls in der Nähe von Stift Neuburg wächst, eine köstliche Salat-Beilage abgibt oder mit Parmesankäse und Olivenöl als "Pesto" über Monate haltbar bleibt. Es geht noch einfacher, falls man sich in diesen Tagen einen "Brennnessel-Eierkuchen" zubereiten will, also Ei und grünen Brei einfach in der Pfanne ausbäckt.

Soll die Nessel zur Suppe werden, kocht man sie in Salzwasser weich. Dann brennt nichts mehr. Schon Mal Gänseblümchen-Sauerampfer-Gemüse probiert? In diesem Fall dünstet man die zarten Blätter, gießt sie mit Fleischbrühe auf und gibt einige Esslöffel Sahne dazu. Blätter und Blüten von Gänseblümchen lassen sich derweil zu einer Suppe verarbeiten, die man mit Schnittlauch und Salz abschmecken sollte. Außer zu Gänseblümchen schmeckt Sauerampfer ebenso zu Spinat, Kartoffeln und Lauch. Blütenstände und Stängel des Wiesenschaumkrautes ergeben indessen eine wohlschmeckende Soße. Birgit Dörffel-Hemm hatte für ihre Gruppe da einige schriftliche Rezepte parat. Dies gilt auch für Giersch oder Geißfuß, der wie so vieles am Wegesrand wächst. Die Pflanze ergibt ein wohlschmeckendes Gemüse, das sich unter anderem für "gefüllte Tomaten" eignet.

Was sammle ich, was lass' ich lieber stehen? Am Sonntag, 2. Mai, um 16 Uhr, veranstaltet die Diplom-Biologin eine weitere Wildkräuter-Führung. Treffpunkt ist erneut der Parkplatz am Stift Neuburg. Anmelden kann man sich unter der Telefonnummer 06221 183212.

Diejenigen, die ganz genau über die heimische Pflanzenwelt Bescheid wissen wollen, belegen am besten den Bestimmungskurs, den sie zusammen mit ihrem Kollegen Dr. Peter Sack (Telefon O6271 3795) ab Dienstag, 4. Mai, um 19.30 Uhr im Seminargebäude des Botanischen Gartens (Neuenheimer Feld 161) startet. An sechs Dienstagabenden wird der theoretische Teil unter anderem durch Dia-Vorträge über die jeweilige Pflanzenfamilie abgehandelt, während an den Sonntagen zwischen Mai und Juni ab 10 Uhr diverse Exkursionen auf dem Programm stehen.

Anmeldungen zu dem Bestimmungskurs unter dem Motto "Schönheiten am Wegesrand" sollten möglichst bis zum 23. April erfolgen.

Kaz.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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