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20. April 2004

Auf der Suche nach Meistern

Heidelberger Symposion untersucht die Existenz von Meistern als Schöpfern des künstlerischen Aufbruchs in den Niederlanden – Zum Vortrag von Prof. Thürlemann "Händescheidung ohne Köpfe?" am 7. Mai 2004 im Kunsthistorischen Institut ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen

Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma vom Lehrstuhl für mittelalterliche Kunstgeschichte und Dr. Dominique Vanwijnsberghe, Institut royal du Patrimoine artistique in Brüssel und derzeit Humboldt-Stipendiat am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg veranstalten in Verbindung mit dem Internationalen Wissenschaftsforum der Universität vom 7. bis 9. Mai 2004 ein Symposion zum Thema "Auf der Suche nach Meistern. Ein kunsthistorisches Methodenproblem am Beispiel der Frühen Niederländer", das 50 geladene Fachkollegen und Nachwuchswissenschaftler zu einem interdisziplinär ausgerichteten Methodengespräch, Hauptstraße 242, zusammenführen wird.

Gäste sind zum öffentlichen Abendvortrag am Freitag, dem 7. Mai 2004, um 20.15 Uhr im Hörsaal des Kunsthistorischen Institutes, Seminarstraße 4, herzlich willkommen. Es spricht Prof. Dr. Felix Thürlemann von der Universität Konstanz zum Thema "Händescheidung ohne Köpfe? Eine Polemik."

Das Heidelberger Symposion umkreist die Frage nach der Existenz von Meistern als Schöpfern des künstlerischen Aufbruchs in den Niederlanden. Unterschiedliche Gattungen wie Textilien, Buch- und Wandmalerei sollen neben den bisher weitgehend isoliert gesehenen Tafelwerken auf ihre Rolle in der Entwicklung der "ars nova" und ihre Beziehung zu der zweifellos zunehmend führenden, mit den großen Namen eines Robert Campin, Jan van Eyck oder Rogier van der Weyden untrennbar verbundenen Tafelmalerei dargestellt werden. Anonyme Werke also, von denen eine unvorstellbare Menge verloren ging, die aber das "Bild" künstlerischer Produktion intensiv geprägt haben müssen, werden daraufhin untersucht, welchen Anteil sie an den neuen Bewegungen hatten und welche verbindenden Beziehungen sich zu den "Meisterleistungen" herstellen lassen. Sind diese Objekte zu Recht der Anonymität verfallen oder lassen sich organisatorische, künstlerische, gar mediale Entwicklungen ablesen, die auch für die Meisterwerke gelten, ja für deren Einschätzung gewisse Rückschlüsse erlauben?

Die Untersuchung des Konstruktes "Meister" weist aber weit über die niederländische Kunst hinaus, befasst sie sich doch mit einer der wichtigsten Grundlagen kunsthistorischer Forschung und deren historisch vorgeprägten, bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Wurzeln. Ein Ansatz zu einer Differenzierung der Vorgehensweisen, der Abklärung ihrer jeweiligen Aussagekraft – etwa am Beispiel der neuen Technologien im Vergleich zur überkommenen Kennerschaft – ist ebenso zu erwarten, wie ein anderes Bild der frühniederländischen Aufbruchssituation. Der Name des Meisters wird dabei wohl nicht demontiert, aber als Konstrukt für einen multiplen, komplexen Entstehungszusammenhang verstanden werden, der uns heute als einheitlich erfahrbar geworden ist.

Weitere Informationen unter:
http://www.khi.uni-heidelberg.de/projekte/alteabt.html
oder Anja Eisenbeiß
Kunsthistorisches Institut der Universität Heidelberg
Tel. 06221-542351

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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