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6. April 2004

Spezielle Betreuung in der Akutphase verhindert bleibende Ausfälle

Erstes Pflege- und Therapieforum der Schlaganfall-Station der Neurologischen Universitätsklinik am 7. April in Heidelberg

Permanente Funktionsüberwachung auf einer Schlaganfallstation.

Permanente Funktionsüberwachung auf einer Schlaganfallstation. / Foto: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg.

Wenn Patienten nach einem Schlaganfall genesen und in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können, verdanken sie dies nicht nur der erfolgreichen medizinischen Therapie nach modernstem Standard. Entscheidenden Anteil hat auch das Team der Schlaganfall-Station (Stroke Unit), das den Patienten in den ersten Tagen betreut: Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Neuropsychologen sowie Sozialarbeiter. Sie sorgen dafür, dass Ausfallserscheinungen rasch erkannt, ihre Behandlung begonnen wird und der Patient möglichst gute Chancen auf eine Rehabilitation und Rückkehr in sein gewohntes Umfeld hat.

Zum erstenmal findet am Mittwoch, dem 7. April 2004, ein Pflege- und Therapieforum der Stroke-Unit der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Werner Hacke) statt. "Eingeladen sind Mitglieder aller Berufsgruppen, die sich mit der Pflege und Betreuung von Schlaganfall-Patienten befassen", erklärt Perdita Beck, stellvertretende Stationsleiterin der Heidelberger "Stroke Unit", die das Forum federführend organisiert. Angemeldet haben sich bereits knapp 170 Teilnehmer.

Ziele des Forums sind ein intensiver Erfahrungsaustausch und Fortbildung durch Workshops zu wichtigen Themen wie: Mit welchen physiotherapeutischen Übungen können Patienten schnell auf die Beine kommen? Wie wirkt sich die neue Klinikfinanzierung durch Fallpauschalen auf die psychosoziale Beratung der Schlaganfall-Patienten und ihrer Angehörigen aus? Was können Sprach- und Ergotherapie heute leisten? Wie arbeiten Akutkliniken wie die Heidelberger Klinik optimal mit Reha-Kliniken und niedergelassenen Betreuern zusammen?

"Die Heidelberger Stroke Unit ist eine von 120 Stroke Units in Deutschland und die größte in Baden-Württemberg", berichtet Stationsleiter Markus Hoffmann. Sie wurde 1998 gegründet, hat 16 Betten und beschäftigt neben dem ärztlichen Personal ein Team von insgesamt 25 Pflegekräften sowie Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Psychologen. Jährlich kommen ca. 1.400 Patienten wegen eines Schlaganfalls in die Neurologische Universitätsklinik Heidelberg; etwa die Hälfte werden in der "Stroke Unit" betreut, die abgesehen von der Beatmung alle medizinischen Leistungen einer Intensivstation anbietet, zusätzlich aber über spezielle Angebote und Expertise bei der Diagnostik und Behandlung des Schlaganfalls rund um die Uhr verfügt.

"Stroke Unit" bietet spezielle Diagnostik und Therapie rund um die Uhr an

"Das Konzept der Stroke Units wurde entwickelt, als Mitte der neunziger Jahre klar wurde: der Schlaganfall kann durchaus mit Erfolg behandelt werden", sagt Dr. Peter Ringleb, Oberarzt der Stroke Unit. Liegt dem Schlaganfall keine Hirnblutung, sondern ein verstopfendes Blutgerinnsel im Gehirn zugrunde, kann dieses in bestimmten Fällen durch Auflösung (Lyse) beseitigt werden, allerdings nur innerhalb der ersten Stunden nach dem Infarkt. Stroke Units bieten einen 24 Stunden Service für die rasch erforderliche Diagnostik durch Kernspin- und Computertomographie, die von der Heidelberger Abteilung Neuroradiologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Klaus Sartor) geleistet wird. Aber nicht nur die Lyse, auch andere medizinische Maßnahmen wie die Überwachung und Einstellung des Blutdrucks bedürfen der speziellen Erfahrung einer Stroke-Unit.

Der Service ist erforderlich, denn Schlaganfall ist nach wie vor die teuerste Krankheit; noch längst kommen nicht alle Patienten rechtzeitig in die Stroke Units. Rund 200.000 Menschen in Deutschland erleiden pro Jahr einen Schlaganfall; mehr als die Hälfte erliegen seinen Folgen unmittelbar oder innerhalb eines Jahres. Etwa 25 Prozent der Überlebenden sind stark pflegebedürftig; 50 Prozent können ihre berufliche Tätigkeit nicht wieder aufnehmen. Bei der Behandlung und Pflege kommt es darauf an, frühzeitig das optimale Konzept für jeden Einzelnen zu finden, denn "kein Schlaganfall-Patient ist wie der andere," sagt Dr. Ringleb.

Weitere Informationen:
Perdita Beck, stellvertretende Stationsleiterin der Heidelberger "Stroke Unit": 06221 / 56 7842

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Voßstraße 2, Gebäude 4040
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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