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26. Februar 2004

Fundament für ein Weltunternehmen gelegt

Gedenkstunde zum 100. Geburtstag des verstorbenen Ehrenbürgers Rudolf Wild – Mit Ehefrau Leonie "ein unschlagbares Team" gewesen

Hans-Peter Wild

Dr. Hans-Peter Wild vor dem Lichtbild seines Vaters Rudolf Wild. Foto : Alex

Eppelheim. (lx) Wegbegleiter, Vertreter der Stadt, Firmenmitarbeiter und die Familie Wild inklusive der 96-jährigen Seniorchefin Leonie Wild gaben dem Firmengründer Rudolf Wild im gleichnamigen Festsaal der Firma die Ehre. Anlass war die Gedenkfeier für den verstorbenen Ehrenbürger und Ehrensenator der Universität Heidelberg, der gestern seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.

Persönliche Gefühle und Erinnerungen an seinen Vater bewegten ihn sehr an einem solchen Tag, so Dr. Hans-Peter Wild bei seiner Ansprache. Ihn berühre auch das Gedenken an den Menschen Rudolf Wild, der in schwierigen Zeiten aus nichts das Fundament für ein Weltunternehmen geschaffen habe. Er erinnerte an das facettenreiche Leben von Rudolf Wild. Bereits zu dessen 90. Geburtstag habe er und seine Frau Lezlie einen rund zwölf Minuten langen Film aus von Rudolf Wild selbst gedrehten Filmmaterial zusammengestellt, der im Abschluss gezeigt wurde.

Dr. Hans-Peter Wild skizzierte die Persönlichkeit seines Vaters. Er hob dessen Verantwortung für seine Mitarbeiter hervor. Beim Vorantreiben der Entwicklung des Unternehmens habe er seine Zeit lieber neuen Herausforderungen als der langwierigen Umsetzung seiner Ideen im Betrieb gewidmet.

Mit ihrer Beständigkeit und Beharrlichkeit sei seine Mutter für ihn die ideale Partnerin gewesen. Sie habe ihren Teil dazu beigetragen, dass seine Pläne Realität wurden, habe auf Details im Betrieb geachtet und so mit seinem Vater ein nahezu unschlagbares Team gebildet. So sei ein Klima entstanden, dass geprägt gewesen sei vom Vertrauen in die Mitarbeiter und deren Leistungskraft. Die Beiden seien vorbildlich gewesen im Zusammenschweißen von Teams. So sei der "Wild-Geist" entstanden, ein Begriff, der von seinem Vater geprägt worden sei.

Überdies unterstrich Wild den Unternehmergeist und Mut seines Vaters. Dessen frühe Geschäftsidee, Grundstoffe für alkoholfreie Getränke herzustellen, liege bis heute im Trend und habe der Firma weltweit zu einem Know-How-Vorsprung verholfen.

Einen weiten historischen Bogen spannte Bürgermeister Dieter Mörlein bei seiner Ansprache und erinnerte daran, was Rudolf Wild seit seiner Geburt 1904 im Laufe seines Lebens alles miterlebt habe. Dass der Einzelne mit Mut, Fleiß und Weitsicht etwas erreichen könne, wenn man dazu bereit sei, habe Rudolf Wild bewiesen. Diese Einstellung lebe in seinen Söhnen weiter.

Mörlein erinnerte an das Jahr 1931, als Rudolf Wild sich weitab vom Eppelheimer Ortsrand ein unerschlossenes Gelände ausgesucht habe. Durch die Ansiedlung habe sich das damalige Maurerdorf infrastrukturell hervorheben und viele Einrichtungen schaffen können. "Hätten Leonie und Rudolf Wild damals einen anderen Standort gewählt, wer weiß, wie sich Eppelheim entwickelt hätte..." Die Vereine, Kirchen und die Gemeinde hätten große Unterstützung erfahren. Mörlein erinnerte an die von Rudolf Wild gestiftete Kulturhalle, auch eine Straße nahe des Betriebsgeländes trage seinen Namen. Eppelheim und der Name Wild würden auch in Zukunft in einem Atemzug zu nennen sein.

Bund, Land und Gemeinde hätten Rudolf Wild mit hohen Auszeichnungen etwas von dem zurückgeben können, was er "in die Gesellschaft hineingegeben hatte, ein kleiner Teil der Anerkennung für einen großen Unternehmer". So wurde ihm unter anderem für sein Lebenswerk zum 85. Geburtstag das große Verdienstkreuz mit Stern verliehen, die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik zu vergaben hat. Mörlein unterstrich, dass man nicht aufhören werde, seiner in Dankbarkeit zu gedenken.

Den Förderer von Wissenschaft und Forschung Rudolf Wild würdigte Prof. Angelos Chaniotis, Prorektor für Internationale Angelegenheiten an der Universität Heidelberg. Zeitlebens habe Wild die Universität unterstützt, Forschungsprojekte und Stiftungen sowie Stipendien für Studenten im Ausland finanziert. Zudem habe er sich als Ruderer für den Hochschulsport interessiert, sei dem Universitätsleben stets treu verbunden geblieben.

Die von Wild-Chor und Musikschule Schwetzingen umrahmte Feierstunde war ursprünglich in der Aussegnungshalle des Friedhofs geplant. Im Programm waren der Ort der Veranstaltung geändert und das Enthüllen einer Skulptur gestrichen worden.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
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