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23. März 2004

Rektorat legte dem Senat der Universität Heidelberg Jahresbericht 2003 vor

Vorreiterrolle in der Auswahl der besten Studierenden wird fortgesetzt – Position Heidelbergs als international orientierte Forschungsuniversität gestärkt – Finanzautonomie soll weiter ausgebaut werden

In einer öffentlichen Sitzung des Senats legte das Rektorat der Universität Heidelberg unter Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoff heute den Jahresbericht 2003 vor. Der Bericht, den der Senat entgegennahm und diskutierte, umfasst den Zeitraum vom 1. April 2003 bis 31. Dezember 2003. Der neunmonatige Berichtszeitraum ergibt sich aus der Umstellung der Berichtserstattung auf den Rhythmus des Kalenderjahres.

Im Wortlaut ist der Text im Internet unter www.rektorat.uni-heidelberg.de/03 nachzulesen und in der Druckversion bei der Pressestelle erhältlich. Hier einige Schwerpunkte.

Heidelberg setzt Vorreiterrolle in der Auswahl der besten Studierenden fort

Zu Beginn des Jahres 2003 traten neue auswahlrechtliche Vorschriften in Kraft. Diese wurden zum Wintersemester 2003/2004 an der Universität angewendet. Der beträchtliche Aufwand hat sich gelohnt: sehr motivierte und hoch begabte Studierende konnten für ein Studium an der Ruperto Carola gewonnen werden. Die Universität wird das Instrumentarium des Selbstauswahlrechts weiter intensiv nutzen, um für ihre forschungsbasierte Lehre die besten Studierenden zu gewinnen.

Profil als Forschungsuniversität gestärkt

Die Universität Heidelberg war auch im Berichtsjahr 2003 in allen aktuellen Forschungsrankings, wie dem der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), auf vorderen Plätzen vertreten. Sie gehört damit eindeutig zu den forschungsstärksten Universitäten in Deutschland.

Die Entwicklung der Universität gestaltete sich im vergangenen Jahr weiterhin positiv. Die Drittmittelzahlen konnten erneut deutlich gesteigert werden und liegen sogar um 11 % höher als im Vorjahr.

Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses

Angeregt durch die neue Professorenstruktur mitsamt dem Juniorprofessor, für den mit dem 1. Januar 2005 die Rechtsgrundlagen in Baden-Württemberg zur Verfügung stehen werden, haben sich Rektorat und Senat entschieden, die Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Ruperto Carola zu überarbeiten – zu den Zielen gehört dabei die Reduktion des Eintrittsalters für W3-Professorenstellen durch Beschleunigung der Promotions- und anschließenden Qualifizierungsverfahren sowie eine Modernisierung und Harmonisierung der Habilitationsordnungen. Zur Umsetzung dieser Ziele hat der Senat eine Kommission "Wissenschaftlicher Nachwuchs" unter dem Vorsitz des Rektors eingesetzt. Die Ruperto Carola verdeutlicht damit, dass die Pflege des wissenschaftlichen Nachwuchses eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist.

Internationale Beziehungen

Die internationale Ausrichtung der Universität Heidelberg wurde im Berichtszeitraum weiter gestärkt. Neben einem Anstieg der Zahlen ausländischer Studierender, Promovenden und Gastwissenschaftler lässt sich dies an zwei Auslandsaktivitäten verdeutlichen:
Im Hinblick auf die vielfältigen internationalen Beziehungen der Ruperto Carola ist für das Heidelberg Center Lateinamerika in Santiago de Chile im zweiten Jahr seines Bestehens eine sehr positive Entwicklung zu verzeichnen. Der für Voll- und Teilzeitstudierende angebotene Masterstudiengang in "European Political Studies" konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die ersten Absolventen aus Chile und anderen Ländern Lateinamerikas konnten ihre Masterurkunden in Empfang nehmen.

An der Andrássy-Universität Budapest (AUB) wurde der Aufbau des von der Ruprecht-Karls-Universität im Auftrag der Landesstiftung Baden-Württemberg betreuten Studienganges für Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaft weitergeführt. Zum 1. September 2003 konnte die Andrássy-Universität ihr neues Domizil im renovierten Festetics-Palais beziehen, was zu einer entscheidenden Verbesserung der Studien- und Lehrbedingungen beigetragen hat. Mit der Immatrikulation des zweiten Studentenjahrgangs im September 2003 stieg die Zahl der Studierenden auf 150.

Wissenschaftsregion "Heidelberg Area"

Mit den wissenschaftlichen Einrichtungen in der unmittelbaren Umgebung bestehen vorzügliche Beziehungen und gegenseitige Verflechtungen; zu nennen sind etwa das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) oder auch die Heidelberger Max-Planck-Institute (MPI). Der vielfältige Ausbau der Kooperationen zielt darauf ab, in Nordbaden ein Cluster zu bilden, der die hiesige Wissenschaftsregion als "Heidelberg Area" weltweit wahrnehmbar macht. Eingebettet in diese Clusterbildung sind die anderen Hochschulen der Region: die Universität Mannheim und die dortige Fachhochschule, aber auch die wissenschaftlichen Einrichtungen in Karlsruhe, namentlich die Universität und das Forschungszentrum, mit denen die Universität Heidelberg in vielfältigen Kooperationsgesprächen steht.

Universitätsrat

Mit dem 1. Oktober 2003 begann die zweite Amtszeit des neu zusammengesetzten Universitätsrats, dem nunmehr Dr. Dr. Peter Bettermann, Persönlich haftender Gesellschafter der Freudenberg und Co. KG in Weinheim und Sprecher der Unternehmensleitung, vorsteht. Wie das Rektorat betont, hat sich das Zusammenspiel zwischen externen und internen Mitgliedern des Gremiums sehr gut bewährt. Während die externen Mitglieder Impulse von außen in die Leitung der Universität einbringen, ist durch die Beteiligung der internen Mitglieder die unmittelbare Rückkoppelung mit der universitären Praxis möglich. Das Rektorat begrüßt es daher, ein solches zentrales Kontrollgremium für die Beratung von Strategiefragen zur Verfügung zu haben. Rektor Hommelhoff dankte dem Vorsitzenden Dr. Cartellieri und den anderen ausscheidenden Mitgliedern für ihren auch zeitlich sehr fordernden Einsatz für die Universität.

Wahl der Kanzlerin

Im Berichtszeitraum ist die neue Kanzlerin, Frau Dr. Marina Frost, gewählt und zum 1. Januar 2004 bestellt worden. Eine Findungskommission unter dem Vorsitz des damaligen Universitätsratsvorsitzenden Dr. Cartellieri wurde gebildet, an vorderster Stelle die Kanzlerin der Universität Göttingen platziert. Die Kommission war überzeugt, dass nach bisheriger Funktion und den im Verlaufe ihrer Karriere gesammelten Erfahrungen Frau Dr. Frost besonders geeignet ist, die spezifisch geprägte Kanzlerposition in der Universität Heidelberg von Gräfin vom Hagen zu übernehmen. Dieser Einschätzung schloss sich der Senat einstimmig an. Damit konnte das Wahlverfahren in deutlich weniger als einem halben Jahr abgewickelt werden.

Neue Ehrensenatoren

Aufgrund ihrer besonderen Verdienste um die Ruperto Carola hat der Senat im Berichtszeitraum an folgende Persönlichkeiten die Würde eines Ehrensenators verliehen:
Herrn Dr. Jürgen Strube, Aufsichtsratsvorsitzender der BASF AG
Herrn Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Geschäftsführender Gesellschafter eines Consulting-Unternehmens und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Progress-Werke
Herrn Rolf Kentner, Direktor der Baden-Württembergischen Bank Mannheim
Herrn Siegfried Kraft, der als Kanzler die Universität nachhaltig geprägt hat

Finanzautonomie der Universität

Im Mai 2003 jährte sich zum zweihundertsten Mal der Tag, da Markgraf Karl Friedrich von Baden mit seinem 13. Organisationsedikt vom 13. Mai 1803 der Universität Heidelberg ein neues rechtliches, finanzielles und vor allem intellektuelles Fundament verschaffte, auf dem aufbauend sie zu strahlender Bleibe und weltweitem Ruhm aufstieg: aus der kurpfälzischen Rupertina wurde die badische Ruperto Carola. Um dieses Ereignisses angemessen zu gedenken, fand am 10. Mai eine akademische Feier in der Alten Aula statt. Sie hatte zugleich reizvolle Bezüge zur aktuellen Gegenwart. Ging es doch im Jahre 1803 u.a. darum, aus einer Stiftungsuniversität mit Eigenfinanzierung eine staatliche Einrichtung mit konsequenter Staatsfinanzierung zu formen.

Hochschulautonomie setzt damals wie heute Finanzautonomie voraus; deshalb begrüßt das Rektorat die Möglichkeiten zu eigenverantwortlicher Gestaltung, die ihr das neue Konzept des Globalhaushaltes eröffnet, ebenso wie die Planungssicherheit aus dem Solidarpakt. Um weitere Dispositionsfähigkeit und Flexibilität zu gewinnen, wird die Ruperto Carola beim Land beantragen, ihr in einem Pilotprojekt auch die eigenverantwortliche Personal- und Kostenplanung samt Disposition im Rahmen des ihr eingeräumten Globalbudgets anzuvertrauen. Für den Bereich der Angestellten verspricht sich die Universität einen künftigen Flexibilitätsgewinn durch einen eigenständigen und einheitlichen Wissenschaftstarifvertrag; an seiner Ausgestaltung sind Heidelberger Rektoratsmitglieder maßgeblich beteiligt.

Für umfassende Finanzautonomie hat die Ruperto Carola mit ihrem Konzept der dezentralen Ressourcendisposition nach dem Budgetierungsmodell, mit Rechnungslegung und Abschlussprüfung nach kaufmännischen Grundsätzen sowie mit dem Aufbau eines darauf zugeschnittenen Informations- und Berichtssystems bereits wesentliche Voraussetzungen geschaffen. Die Überführung von Stellen in Finanzmittel, die der Universität zur eigenverantwortlichen Disposition zugewiesen sind, würde die universitäre Finanzautonomie abrunden.

Budgetierungsverhandlungen

Im Haushaltsjahr 2003 ergaben sich erstmals Budgetveränderungen durch die Neuberechnung des Formelteils aufgrund von Veränderungen bei den für das Jahr 2002 ermittelten Kennzahlen Drittmittel, Promotionen, Habilitationen, Studierende und bestandene Prüfungen. Verbesserungen in diesen Feldern wurden durch das Budgetierungsmodell finanziell belohnt.

Das Rektorat sieht die Vorteile des Modells vor allem in seiner Transparenz für alle Beteiligte, die auf jeden Fall erhalten bleiben soll. Modifizierungen des Budgetierungsmodells können im Jahr 2004 diskutiert werden und ggf. später in Kraft treten.

Hinweis an alle Interessierten:
Wir schicken Ihnen den gedruckten Jahresbericht gerne zu. Sie können ihn anfordern unter: presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Rückfragen bitte an
Dr. Walter Kühme
Redaktion Jahresbericht
Tel. 06221 54 44 00, Fax 54 44 02
kuehme@zuv.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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