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2. März 2004

Die Ballschule Heidelberg wird zu einem nationalen Erfolgsmodell

Unsere Kinder sind auch motorisch betrachtet nicht "fit für Pisa" – Einladung zum Pressegespräch am 18. März um 11.00 Uhr – Ballschule eröffnet neue Stützpunkte in Berlin, Essen und München – Engagement zweier Heidelberger Großsponsoren ermöglicht bundesweite Ausbreitung des innovativen Kindersportangebots des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg

Die Ballschule eröffnet neue Stützpunkte in Berlin, Essen und München. Das Engagement zweier Heidelberger Großsponsoren ermöglicht die bundesweite Ausbreitung des innovativen Kindersportangebots des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg. Auch international findet das sportspielübergreifende "ABC des Spielenlernens" immer mehr Beachtung. Der Ballschul-Lehrplan wurde mittlerweile in spanischer, portugiesischer, ungarischer und japanischer Sprache veröffentlicht.

Am Donnerstag, dem 18. März, findet zum Start des bundesweiten Projektes ein Pressegespräch am Institut für Sport und Sportwissenschaft statt (Im Neuenheimer Feld 720, 69120 Heidelberg, Seminarraum 1). Der Beginn ist um 11.00 Uhr. An dem Gespräch werden – neben Prof. Dr. Klaus Roth und dem gesamten Ballschulteam – unter anderem der Ehrensenator der Universität Heidelberg, Manfred Lautenschläger, der Geschäftsführer der Rudolf Wild GmbH Dr. Daniel Böhi sowie der Geschäftsführer des Racket-Center Nussloch, Dr. Matthias Zimmermann, teilnehmen. Alle Journalisten der Printmedien und der Radio-/TV-Anstalten sind sehr herzlich zur Teilnahme an dem Pressegespräch eingeladen.

In der Ballschule Heidelberg spielen und üben mehr als 2000 Kinder im Alter zwischen fünf und acht Jahren. Im nordbadischen Raum kooperiert die Ballschule mit rund 50 Sportvereinen und Grundschulen. Seit der Gründung im Jahr 1998 hat sich damit die Zahl der Kinder und Kooperationspartner jährlich nahezu verdoppelt.

Mit dem rasanten Wachstum haben sich die Zielstellungen der Ballschule Heidelberg erweitert. Aus dem reinen Talentförderprojekt für kleine kreative Ballkünstler ist eine neue Angebotsform für alle Spielanfänger entstanden. Die Kinder erwerben spielerisch-beiläufig ein breites Fundament an taktischen und balltechnischen Grundkompetenzen, das ihnen später den Einstieg in die Welt der Großen Sportspiele erleichtert. Gerade motorisch benachteiligte Kinder können hiervon profitieren, wie zuletzt in einem Ballschulprojekt mit hyperaktiven Kindern nachgewiesen worden ist.

Die Bedeutung moderner Kindersportangebote für alle ist unbestritten. Unsere Kinder sind auch motorisch betrachtet nicht "fit für Pisa". Ihre Leistungsfähigkeit ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen und in einer interkulturellen Vergleichsstudie zur Allgemeinmotorik, die der Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaft Prof. Dr. Klaus Roth in diesem Jahr abgeschlossen hat, belegen die deutschen Heranwachsenden den vorletzten Platz – weit abgeschlagen hinter ihren Altersgenossen aus Südafrika, Japan und Brasilien. Dass diese Defizite gesundheitliche Auswirkungen haben, dokumentiert sich in den Daten zahlreicher orthopädischer und physiologischer Untersuchungen von Schulanfängern.

Nach der umfassenden sechsjährigen Erprobungsphase strebt die Ballschule Heidelberg – neben einer weiteren lokalen Expansion – eine bundesweite Ausdehnung an. Das Projekt wird seit zwei Jahren durch den Ehrensenator der Universität Heidelberg Manfred Lautenschläger großzügig finanziell und ideell unterstützt. Als zweiter Großsponsor ist im Jahr 2004 die Rudolf Wild GmbH hinzugekommen (Capri Sonne). Auf Grund ihres Engagements konnte das hauptamtliche Ballschulteam entscheidend ausgebaut werden. Der Begründer des Projekts Prof. Dr. Klaus Roth wird jetzt von einem Stab von Ballspielexperten unterstützt. Dr. Daniel Memmert ist für die Gesamtkoordination zuständig. Jens Haaf für den Bereich Talentförderung, Dr. Christina Hahn für die Integrationsangebote (alle ISSW) und Silke Haude sowie Jörn Uhrmeister für den Neuaufbau der Ballschulen in Berlin und Essen. Die Visionen sind klar. Im Herbst dieses Jahres werden – von der Rudolf Wild GmbH gefördert – die ersten Ballschulgruppen in der Bundeshauptstadt und im Rhein/Ruhr-Gebiet starten. Zeitgleich beginnen weitere Kooperationsangebote in München und bei allen Bayer-Sportvereinen. Die Zahl der Ballschulkinder wird damit in relativ kurzer Zeit in den fünfstelligen Bereich hinein ansteigen. Außerdem werden Organisationsstrukturen aufgebaut, die die Qualität des Angebots an allen Standorten sicherstellen sollen.

Das trainingswissenschaftlich fundierte Modell der Ballschule Heidelberg findet auch in vielen anderen Ländern eine immer stärkere Resonanz. In Brasilien ist die Escola da Bola schon Bestandteil des Grundschulsports, in Spanien, Ungarn und Japan sind die Lehrpläne von Prof. Dr. Klaus Roth und Dr. Christian Kröger (Universität Kiel) im Jahr 2003 in Buchform erschienen. Überall wird der zunehmende Stellenwert einer systematischen Förderung des Kinder- und Jugendsports erkannt. Die Ballschule liegt im Trend: Kinder sind keine Spezialisten, sondern Allrounder, und sie sind nicht einfach wie verkleinerte Erwachsene oder wie trainierende Organismen, sondern als eigenständige Persönlichkeiten zu behandeln.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Klaus Roth
Institut für Sport und Sportwissenschaft
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 720, 69120 Heidelberg
Tel: 06221 544642, Fax 544346
Klaus.Roth@urz.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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