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12. Februar 2004

Erstes Universitätsklinikum in Katar wird mit Heidelberger Unterstützung aufgebaut

Kooperationsvertrag zwischen Hamad Medical Corporation und Universitätsklinikum Heidelberg / Oncology-Center ab März in Betrieb

Das Universitätsklinikum Heidelberg und der Krankenhausbetreiber Hamad Medical Corporation, Doha (Katar), haben am 1. Dezember 2003 einen Kooperationsvertrag über eine langfristig angelegte Partnerschaft abgeschlossen. Er hat zum Ziel, gemeinsam das Krankenhaus der Maximalversorgung der Hamad Medical Corporation in ein vollständiges Universitätsklinikum mit mehreren klinischen Abteilungen sowie Forschung- und Lehreinrichtungen umzuwandeln. Das Krankenhaus hat ca. 8.000 Mitarbeiter und derzeit 1.500 Betten und versorgt nicht nur die Bevölkerung Katars (ca. 600.000 Einwohner), sondern auch angrenzender Staaten.

Dies haben heute bei einer Pressekonferenz in Heidelberg der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Prof. Dr. Eike Martin, und der Medizinische Direktor der Hamad Medical Corporation, Dr. Saad Al Khabi, bekannt gegeben. Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt und soll über den bereits etablierten Schwerpunkt Onkologie hinaus weitere medizinische Bereiche abdecken. Vorrangig ist hier zunächst eine Zusammenarbeit im Bereich der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) und der Neurochirurgie. Die Personal- und Beratungskosten des Heidelberger Klinikums, das mehrere Mitarbeiter zeitweise abstellt, werden mit ca. 9 Millionen Euro für die kommenden Jahre veranschlagt und von der Hamad Medical Corporation getragen.

Onkologisches Zentrum versorgt jährlich ca. 4.000 Patienten

Am 15. März 2004 wird zunächst das El Amal Oncology-Center in Doha, der Hauptstadt Katars, zur Behandlung krebskranker Patienten eröffnet, das in den vergangenen Jahren mit fachlicher Unterstützung des Universitätsklinikums Heidelberg aufgebaut worden ist. Die ärztliche Leitung hat für die Anfangsphase Prof. Dr. Dr. Michael Wannenmacher, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Radiologie und Strahlentherapie am Universitätsklinikum Heidelberg, übernommen. Unterstützt wird er durch Mitarbeiter der Heidelberger Klinik.

Das neue Onkologie-Zentrum ist die erste moderne Klinik der Maximalversorgung in dem Wüstenstaat. Dort sollen jährlich ca. 4.000 Patienten mit Tumorerkrankungen nach aktuellem medizinischem Standard behandelt werden. Zunächst werden die strahlentherapeutische Abteilung, eine Tagesklinik und eine Ambulanz in Betrieb gehen; im Frühjahr 2005 folgt die hämatologische Intensivstation.

Spezialisten aus Heidelberg beraten die Ärzte, Krankenhaus-Planer und -Betreiber in Katar und bilden die Fachkräfte vor Ort aus. Gastärzte aus Katar werden in Heidelberg ausgebildet, so dass sie das medizinische und technische Know-How in ihrem Heimatland anwenden können. Auch die Heidelberger Ärzte und das Klinikum profitieren von den Erfahrungen aus der Aufbauarbeit und der Versorgung der Patienten in Katar.

Ausgangspunkt der Partnerschaft zwischen Heidelberg und Katar war die exzellente Versorgung krebskranker Patienten aus Katar in der Heidelberger Abteilung für Strahlentherapie. Mittlerweile konnten ca. 80 Patienten in Heidelberg betreut werden. Auch krebskranke Kinder aus Katar wurden in Heidelberg behandelt; sie verbrachten dafür, von Angehörigen begleitet, mehrere Monate in der Universitäts-Kinderklinik.

Blut von allen Neugeborenen in Katar wird in Heidelberg gescreent

Ein weitere erfolgreiche Kooperation konnte in den vergangenen Monaten aufgebaut werden: Seit Januar 2004 steht das umfangreiche Heidelberger Screening-Programm für Neugeborene, mit dessen Hilfe seltene Stoffwechselerkrankungen festgestellt werden, auch zum Screening neugeborener Kinder in Katar zur Verfügung. Unerkannt können diese Erkrankungen zu schweren Behinderungen oder zum Tod führen; durch spezielle Diät oder Medikamente sind sie beherrschbar. Die Blutproben werden täglich aus Katar nach Heidelberg gesandt und dort untersucht. Ein Spezialist der Heidelberger Universitäts-Kinderklinik besucht monatlich die Klinik in Katar und berät die Ärzte bei der Behandlung der erkrankten Kinder.

Auch gemeinsame Forschungsprojekte sollen aus der Kooperation erwachsen: Bereits begonnen wurden Untersuchungen zu Nierenschäden durch Zuckerkrankheit (Diabetes), einem überdurchschnittlich häufigen Leiden in Katar. Heidelberger Wissenschaftlern eröffnet sich die Möglichkeit, den Zusammenhang mit genetischen Anlagen untersuchen zu können.

Informationen im Internet:
Hamad Medical Corporation: www.hmc.org.qa/hmc/default.htm
Ausführliche Informationsseite auf Englisch: www.qatar-info.com/

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Voßstraße 2, Gebäude 4040
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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