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14. Februar 2004

Rektor: "Heicumed ist wahrhaft Beispiel-gebend"

In seiner Rede bei der heutigen Überreichung des Landeslehrpreises hob Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff "Leistung, Ingenium und Engagement" der Preisträger hervor – Der Rektor bettete dann das ausgezeichnete Projekt in die aktuelle hochschulpolitische Debatte ein

Als "wahrhaft Beispiel-gebend" lobte Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff heute in der Aula der Neuen Universität das Projekt "Heicumed", das mit dem Landeslehrpreis ausgezeichnet wurde. "Ihre Leistung, ihr Ingenium und ihr Engagement finden in der Verleihung des Landeslehrpreises 2003 den überaus angemessenen Niederschlag", sagte Hommelhoff, an die fünf Preisträger gewandt. Der Rektor bettete sodann das ausgezeichnete Projekt in die aktuelle hochschulpolitische Debatte ein. Hier seine Rede im Wortlaut:

"Zu den Zielen der Universität Heidelberg und zu ihren Profil-prägenden Elementen gehört das Bestreben, die Einheit von Forschung und Lehre im akademischen Unterricht durch betont Forschungs-orientierte Lehre zu verwirklichen. Das gilt in der gesamten Ruperto Carola und damit gleichfalls in der Ausbildung ihrer Mediziner – am Standort Heidelberg nicht anders als am Standort Mannheim.

Auf diesem Weg einer Forschungs-orientierten Medizinerausbildung hat die Heidelberger Fakultät mit ihrem Programm ‚Heicumed' Neues unternommen und mit Beispiel-gebenden und ermutigenden Erfolgen umgesetzt. Das eine Ziel, die Wissenschafts-Orientierung schon in der Grundausbildung zum Tragen kommen zu lassen, verbindet ‚Heicumed' höchst fruchtbar mit den weiteren Zielen, den Praxisbezug der Medizinerausbildung zu verbessern sowie den Studierenden soziale und kommunikative Kompetenzen zu vermitteln. Und für eine international weit geöffnete Universität wie die Ruperto Carola ist auch das vierte Ziel überaus bedeutsam: die Erleichterung des internationalen Studentenaustausches.

Die Fakultät für Medizin der Ruprecht-Karls-Universität kann stolz auf ihre Leistungen sein; hat doch kein geringerer als der Wissenschaftsrat dem Ausbildungsprogramm ‚Heicumed' attestiert, beispielhaft für Baden-Württemberg und die ganze Bundesrepublik zu sein. Hierzu gratuliere ich der Fakultät von Herzen gern.

Aber jeder Erfolg hat seine Akteure und Promotoren – so auch ‚Heicumed': seine Mütter und Väter sind die Professoren Bardenheuer, Frau Jünger und Kirschfink sowie die Privatdozenten Schmidt und Steiner. Ihre Leistung, ihr Ingenium und ihr Engagement finden in der Verleihung des Landeslehrpreises 2003 den überaus angemessenen Niederschlag. Verehrte Frau Kollegin, verehrte Herren Kollegen: die Ruprecht-Karls-Universität gratuliert Ihnen nachdrücklich und verbindet mit ihrer Gratulation ihren tiefen Dank und verhehlt nicht, wie stolz sie darauf ist, was Sie, collegae, und die Fakultät für Medizin zustande gebracht haben.

‚Heicumed' ist wahrhaft Beispiel-gebend: Angeleitet von einem Lehrprogramm der Harvard Medical School ist dies auf die deutschen und spezifisch Heidelberger Verhältnisse übertragen, angepasst und angereichert worden. Besondere Bedeutung messe ich dabei jenen zehn Monaten in der Medizinerausbildung bei, in denen die Studierenden selbständig wissenschaftlich arbeiten können und sollen. Damit hat die Fakultät weitblickend ein Zeitfenster geöffnet, um die Forschungs-orientierte Lehre in Heidelberg zu unterstreichen und zu stärken.

Auch deshalb fühlt sich die Universität Heidelberg, liebe doctores der Heidelberger und der Mannheimer Fakultät, gewappnet und ermutigt, um den Fehdehandschuh aufzugreifen, den jene auf den Turnierplatz geworfen haben, die die Medizinerausbildung ‚entwissenschaftlichen', den meisten Medizinstudenten den abschließenden ‚Dr. med.' vorenthalten und durch einen MD (medical doctor) ersetzen und zum krönenden Abschluss dem Chefarzt etwa des Kreiskrankenhauses Bad Mergentheim den Professorentitel verwehren wollen. Die Perspektiven einer solchen Entwicklung wären desaströs: Herauslösung der Medizinerausbildung aus der Universität, Verlagerung bestenfalls in Medizinische Hochschulen nach österreichischem Vorbild, schlechtestenfalls Eingliederung in die Fachhochschulen. Das wäre das Ende der vielfältig vernetzten Lebenswissenschaften in Heidelberg, eines Glanzstücks der Ruperto Carola.

Was hilft dagegen? Wissenschaftlichkeit der Ausbildung, niveauvolle Dissertationen und Habilitationsschriften, Qualitätssicherung und Verlautbarung all´ dessen nach außen. ‚Heicumed' und Sie, verehrte Damen und Herren doctores, zeigen es: die Ruperto Carola ist auf dem rechten Weg; lassen Sie uns alle in Heidelberg und Mannheim zusammenstehen, damit wir von diesem Weg nicht abgedrängt werden" (Hommelhoff).

Spontan ging Hommelhoff zum Abschluss auf die vorherige Ansprache von Michael Sieber ein. Der Staatssekretär im baden-württembergischen Wissenschaftsministerium hatte nach einer Würdigung der Preisträger die Hochschulpolitik des Landes dargelegt und dabei auch Forderungen an die Bundesregierung postuliert. Hommelhoff bat den Staatssekretär, das Land Baden-Württemberg solle sich in der Kulturministerkonferenz für eine Verbesserung des Betreuungsverhältnisses zwischen Lehrenden und Lernenden an den Hochschulen einsetzen. Auch stellte der Rektor seine von Sieber abweichende Position bei dem "Spitzen-Uni"-Programm der Bundesregierung mit ihrer Sonderförderung von 250 Millionen Euro pro ausgezeichneter Hochschule dar (siehe dazu auch: http://www.uni-heidelberg.de/presse/news04/2401spi1.html ).

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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