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19. Februar 2004

"Wir sind keine Elfenbeinturm-Forscher"

Zehn Jahre Arbeits- und Organisationspsychologie am Psychologischen Institut – Symposium "Psychologie für Personalmanagement"

Es sind exakt die Problemstellungen, die derzeit in der Arbeitswelt in aller Munde sind: Veränderungen und Umstrukturierungen in Firmen und Unternehmen; Fragen nach Sinn oder Unsinn solcher Veränderungen; reduzierte Personalbestände in den Unternehmen und parallel dazu steigende Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter; Fragen nach der Motivation von Mitarbeitern in einer sich drastisch und rasend schnell wandelnden Arbeitswelt. Am Psychologischen Institut der Universität widmet man sich solchen Fragestellungen seit einigen Jahren auf wissenschaftlicher Basis: in der so genannten "Arbeits- und Organisationspsychologie".

"Wir sind keine Elfenbeinturm-Forscher", unterstreicht Professor Karlheinz Sonntag die realitätsnahe Arbeit seines Forschungsbereiches, den es seit zehn Jahren gibt. Damals wurde der Professor auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie berufen; seither hat er diesen Forschungsbereich aufgebaut und ihm zu einem der wichtigsten innerhalb des Psychologischen Instituts ausgebaut. "Unsere Absolventen", sagt Sonntag (Foto: privat) nicht ohne Stolz, "haben mittlerweile ausgezeichnete Berufschancen, insbesondere im beratenden Bereich bei Unternehmen der verschiedensten Art". Praxisnahe Forschung betreibt die Arbeits- und Organisationspsychologie insbesondere in Kooperation mit bekannten Unternehmen wie Audi, DaimlerChrysler oder Siemens, bei denen in den letzten Jahren mehrere Projekte teilweise über Jahre hinweg durchgeführt wurden. Diese Forschungen haben sich in wissenschaftlichen Analysen und Ausarbeitungen niedergeschlagen, deren Ergebnisse wiederum besonders bei der Schulung von Führungskräften in Unternehmen von großem Interesse sind. "Gerade in diesen Zeiten, in denen es in Unternehmen praktisch ständig Veränderungen gibt, spielt die Psychologie eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, wie man mit diesen Veränderungen umgeht und wie man ihre Notwendigkeit vermittelt", schildert Karlheinz Sonntag. So seien beispielsweise oft Mitarbeiter frustriert über die Fülle von Veränderungen, die auf sie zukämen, fragten nach deren Sinn und blockierten letztlich einen Wandlungs-Prozess, wenn es nicht gelinge, sie für die Veränderungen einzunehmen und im besten Fall sogar zu begeistern. Wenn man es dagegen schaffe, die Mitarbeiter in den notwendigen Veränderungsprozess zu integrieren, seien letztlich alle Beteiligen zufrieden.

"Jeder Top-Manager weiß längst, dass der humane Faktor der wichtigste in einem Unternehmen ist", sagt Karlheinz Sonntag, "aber es ist eine Sache, etwas zu wissen, und eine andere, dies umzusetzen". Genau hier komme die Psychologie ins Spiel: "Mitarbeiter mit einbeziehen in Entscheidungsprozesse, sie fördern, sie trainieren, ihnen Anreize geben" sei das Erfolgs-Geheimnis, das eine echte Führungskraft heute ausmache. Sonntag: "Die Psychologie spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zur Bewältigung der Herausforderungen einer dynamischen Arbeitsumwelt. Insbesondere die Arbeits- und Organisationspsychologie bietet hierzu innovative und Praxis erprobte Konzepte an".

Einen Austausch von Praxis und Wissenschaft soll es heute und morgen geben bei einem Jubiläums-Symposium zum Thema "Psychologie für Personalmanagement und Organisationsgestaltung", das anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Arbeits- und Organisationspsychologie stattfindet. Wissenschaftler und Unternehmenspraktiker widmen sich dabei schwerpunktmäßig der Frage, wie Mitarbeiter bezogene Lösungen nachhaltig Innovation, Gesundheit und Leistung im Unternehmen sichern können.

Ein solcher Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sei ganz im Sinne einer modernen Universität wie der Heidelberger, freut sich Karlheinz Sonntag auf das Symposium: "Wir ziehen eine Bilanz unserer Arbeit, öffnen uns nach außen und zeigen Profil über eine starke und anwendungsbezogene Forschungsarbeit."

Peter Wiest

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
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