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29. Januar 2004

Leben in einem extremen Grenzgebiet

Meeresspiegelbewegungen und Siedlungsgeschichte an der Nordsee: Prof. Karl-Ernst Behre vom Niedersächsischen Institut für Historische Küstenforschung, Wilhelmshaven spricht im Zoologischen Museum der Universität Heidelberg – Sonntag, 1. Februar, 11.00 Uhr, Großer Hörsaal des Zoologischen Instituts, Im Neuenheimer Feld 230

Land unter – Nordfriesische Hallig während einer Sturmflut

Land unter – Nordfriesische Hallig während einer Sturmflut (Foto: Privat, Behrens)

Wohl in keinem Gebiet sind die Lebensmöglichkeiten so stark von den sich ständig ändernden Naturraumverhältnissen abhängig wie an der Nordsee. Umfangreiche archäologische und geologische Untersuchungen in den letzten Jahrzehnten haben ein recht genaues Bild vom Ablauf dieser Entwicklung gegeben. Ein starker Meeresspiegelanstieg in den vergangenen Jahrtausenden wurde mehrfach von Ruhephasen oder Meeresspiegelabsenkungen unterbrochen, während denen die Menschen in die Marsch vordringen konnten. Dort trieben sie auf den frischen nährstoffreichen Weiden unter extremen Bedingungen vor allem Viehzucht, bis sie wieder von den steigenden Fluten vertrieben wurden. Ihr Lebensraum wurde von den Sturmfluthöhen bestimmt. In den ersten Jahrhunderten nach Christus lernten sie dann, Wohnhügel – so genannte Wurten – zu bauen, auf denen sie lebten. Im Winter waren dies oftmals kleine Inseln, die vom Salzwasser umgeben waren, im Sommer weideten sie ihr Vieh auf den Salzwiesen und betrieben sogar ein wenig Ackerbau.

Hallig Oland und Langeneß (hinten) mit Verbindungsdamm

Hallig Oland und Langeneß (hinten) mit Verbindungsdamm (Foto: Wachholz)

Erst seit dem Hohen Mittelalter schützten Deiche die Marsch. Allerdings schnitten sie auch die Überflutungsräume ab, so dass draußen die Sturmfluten immer höher aufliefen und die Deiche durchbrachen. Auf diese Weise wurden neue große Buchten, wie der Jadebusen, ausgewaschen, begleitet von riesigen Verlusten an Menschen und Tieren. Erst seit dem 20. Jahrhundert sind die Deiche so stark, dass die Menschen an der Küste ohne Sorge um Leib und Gut hinter ihnen leben können.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch
oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de/grenzen.htm

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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