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14. Januar 2004

Alzheimer-Demenz: Was bringt die Schulung von Angehörigen?

Sektion Gerontopsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg sucht Teilnehmer für Studie zur Verbesserung der Lebensqualität bei häuslicher Betreuung

Wie effektiv sind Schulungen für Angehörige von Alzheimer-Patienten? Eine Studie der Sektion Gerontopsychiatrie (Leiter: Prof. Dr. Johannes Schröder) an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Christoph Mundt) soll klären, ob sich die Lebensqualität der Beteiligten dadurch verbessern lässt und die Kranken länger zu Hause betreut werden können. Die Sektion sucht Angehörige, die Interesse an einer Studienteilnahme haben.

Die Heidelberger Klinik nimmt damit an einer großen überregionalen Studie teil: An insgesamt 17 Zentren im deutschsprachigen Raum wird erstmals die Wirksamkeit von Angehörigen-Schulungen wissenschaftlich untersucht. Die Federführung liegt bei der Technischen Universität München; sie wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt.

In Deutschland leiden etwa ein bis zwei Millionen Menschen an einer Demenz, meist einer Alzheimer-Demenz. Die Krankheit setzt meist nach dem 60. Lebensjahr ein und beginnt schleichend mit dem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit und des Gedächtnisses. In späteren Krankheitsstadien sind die Betroffenen orientierungslos und bedürfen ständiger Betreuung.

Die meisten Patienten werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut, die oft über Jahre hinweg stark belastet sind und selbst Unterstützung benötigen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat einen speziellen Schulungskurs für Angehörige von Alzheimer-Erkrankten entwickelt, der hilfreiche Information zur Krankheit und dem Umgang mit ihr gibt. Außerdem erfahren die Teilnehmer, welche externe Unterstützung sie in Anspruch nehmen und wie sich selbst entlasten können. In der Studie soll nun die Wirksamkeit dieser Schulungsreihe überprüft werden.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Studie, die kostenfrei ist: In der Familie wird ein Patient mit Alzheimerkrankheit mittleren Schweregrades betreut, dessen Aufnahme in ein Pflegeheim nicht unmittelbar geplant ist. Die Patienten sollten zusätzlich nicht an einer akut behandlungsbedürftigen schweren körperliche Krankheit oder einer Tumorerkrankung leiden. Teilnehmer an der Studie sollten als Bezugspersonen in der Familie hauptsächlich für die Versorgung des Betroffenen zuständig sein.

Die Schulung erfolgt entweder in Form einer einjährigen Schulungsreihe, die in regelmäßigen Abständen von der Sektion Gerontopsychiatrie der Psychiatrischen Klinik angeboten wird, oder in Form eines ausführlichen Einzelgespräches. Dadurch soll festgestellt werden, welches Informationsangebot effektiver ist. Über die Zuweisung zur jeweiligen Beratungsform wird im Losverfahren entschieden, alle Angehörigen erhalten also Hilfe.

Die Schulungsreihe wird voraussichtlich ab Februar 2004 in den Räumlichkeiten der Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg durchgeführt. Als Ansprechpartnerin steht von 8 bis 17 Uhr Diplom-Psychologin Sonja Barth zur Verfügung (Tel.: 06221 - 56 54 19).

Information zur Schulungen der Alzheimer-Gesellschaft im Internet: http://www.deutsche-alzheimer.de/3_2.html

Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg: http://www.med.uni-heidelberg.de/psychia/psych/

Rückfragen bitte an:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät
der Universität Heidelberg
Voßstraße 2, Gebäude 4040
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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