Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English
Besucher, Internationale Beziehungen, Heidelberg und RegionStartseiten der FakultätenAufbau der Universität, Personalverzeichnis, ServiceeinrichtungenFächerübersicht, Beratung, Informationen für ausländische StudierendeProjekte, Publikationen, Technologietransfer

Startseite > Presse >

 
30. Januar 2004

Für die "Rederei" ist Schweigen bestenfalls Silber

Der studentische Heidelberger Debattier-Club richtet ab heute den bundesweiten Redewettstreit "Hört²" aus

Für sie ist Reden Gold und Schweigen bestenfalls Silber: um die 20 Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen treffen sich seit zwei Jahren an jedem Mittwoch im Dachgeschoss des Marstalls, um rhetorische Fähigkeiten zu üben und gesellschaftliche Themen zu debattieren. Sie haben einen Verein gegründet, den sie "Die Rederei" nennen. Von heute bis Sonntag richtet "Die Rederei" den Redewettstreit "Hört²" ("Hört im Quadrat") aus, zu dem 70 der besten studentischen Redner aus der gesamten Bundesrepublik erwartet werden.

Kein Geringerer als der ehemalige Verfassungsrichter Professor Paul Kirchhof hat die Schirmherrschaft für "Hört²" übernommen, was den Stellenwert zeigt, den dieses Redeturnier hat. In der Ehrenjury, die am Sonntag die Finaldebatte des Turniers bewerten wird, sitzen Oberbürgermeisterin Beate Weber, Prorektor Professor Angelos Chaniotis, der Direktor des Zentrums für Studienberatung und Weiterbildung Andreas Barz, die Bundestagsabgeordneten Lothar Binding und Karl A. Lamers, Georg Konrad, Mitbegründer und Vorstand des Heidelberger IT-Beratungshauses Novasoft, Brigitte Neff vom "Verband der Redenschreiber deutscher Sprache" und Nicole Tauwel von der Wochenzeitschrift "Die Zeit". Gesponsert wird das Turnier von Novasoft, von der Heidelberger Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Falk & Co sowie von der "Zeit".

"Weil es die Allgemeinbildung fördert; weil wir lernen, besser zu verstehen, was bei einem Redner Form und was Inhalt ist, weil uns danach niemand mehr einen Bären aufbinden kann; weil wir erkennen, was Makulatur und Verpackung ist in einer Ansprache": Die "Rederei"-Mitglieder René Büttner und Jakob Walcher nennen gleich einen ganzen Strauß von Gründen, warum sie so fasziniert sind von diesen Debatten, die sie mit anderen Studenten seit zwei Jahren regelmäßig führen. Seither bekommen sie ein Gespür dafür, wie gerade im Bereich der Politik und der Medienwelt manchmal mit Worthülsen umgegangen und gearbeitet wird. "Die Sendung von Sabine Christiansen beispielsweise kann ich einfach nicht mehr ansehen", sagt der 28-jährige Astronomie-Doktorand Jakob Walcher, "das ist unerträglich für mich, weil dort das Wichtigste die Lautstärke ist und weil es fast nie um Inhalte, sondern nur um die Präsentation geht".

In der "Rederei" lernen die Studenten, dass es oft die Leisesten sind, die die besseren Argumente haben, sagt der 22-jährige VWL- und Soziologie-Student René Büttner. Und fast im Vorübergehen eignen sie sich mit der Zeit auch eine Fähigkeit an, die gerade in der Welt der Wirtschaft als elementar wichtig betrachtet wird: Fachwissen nicht nur zu besitzen, sondern es auch weiter vermitteln zu können. "Das ist eine der zentralen Fähigkeiten, die heutzutage benötigt wird", bestätigt Novasoft-Vorstand Georg Konrad, dessen Unternehmen das Redeturnier mit sponsert, "wir haben festgestellt, dass gerade diese Fähigkeit leider bei vielen Studienabgängern unterentwickelt ist."

Die Themen der wöchentlichen "Rederei"-Streitgespräche sind meist topaktuell: "Deutschland braucht eine Elite" oder "Fortschritt ist eine Illusion" waren zwei der letzten Wochen. Einmal im Semester gibt es über die "Club-Debatten" hinaus zudem öffentliche Hörsaaldebatten mit Professoren.

Der Startschuss zu "Hört2" fällt am heutigen Freitagabend bei der ersten Vorrunde in der Print Media Academy. Am Samstag gibt es die zweite und dritte Vorrunde und das Viertelfinale im Institut für Deutsch als Fremdsprache; dort findet als Besonderheit dieses Turniers auch ein Redewettstreit der Juroren statt. Höhepunkt von "Hört²" ist dann am Sonntag ab 9.45 Uhr in der Alten Aula der Uni das Halbfinale und ab 14 Uhr das Finale. Hierzu ist auch die Öffentlichkeit eingeladen; der Eintritt ist frei.

INFO: www.die-rederei.uni-hd.de

Peter Wiest

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English