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21. Januar 2004

Neujahrsempfang mit 150 internationalen Gästen

Universität Heidelberg ist ein Magnet für Wissenschaftler weltweit – Prorektor Angelos Chaniotis erinnert: "Die Universität lebt von Respekt füreinander und einem friedlichen Miteinander!"

Rund 150 Besucher kamen am Montagabend zum Neujahrsempfang für ausländische Gastwissenschaftler und Stipendiaten in die Alte Aula. Musikalisch umrahmt vom Streicherquartett Collegium Musicum zeigte sich dabei eines deutlich: Die Ruprecht-Karls-Universität ist mehr denn je ein Magnet für kluge Köpfe aus aller Herren Länder. Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff sprach dieses Anliegen denn auch deutlich aus: "Seit April des vergangenen Jahres konnte das Akademische Auslandsamt rund 280 Gastwissenschaftler aus 55 Nationen registrieren. Die große Auslastung unserer Gästehäuser hat uns nun sogar veranlasst, eine Erweiterung in Angriff zu nehmen, so dass in naher Zukunft weitere Unterkünfte zur Verfügung stehen."

Die zahlenmäßig stärkste Fraktion unter den Gastwissenschaftlern bilden die Nordamerikaner. Mit 30 Forschern sind die USA unangefochten die Nummer eins. Dies sei ein wichtiges Signal, so Hommelhoff. Zum einen zeige es, dass trotz der Differenzen auf politischer Ebene der wissenschaftliche Austausch hervorragend sei. Zum anderen werde deutlich, dass gerade die Universität Heidelberg in den USA hohes Ansehen genieße. "Die Ruperto Carola ist aber – anders als manche Bildungspolitiker – nicht nur in Richtung Westen ausgerichtet", ergänzte er. Mit 23 Forschern liegt die Russische Föderation direkt hinter den USA, 22 Gastwissenschaftler kamen aus China, 17 aus Japan und 13 aus Polen. Nicht zuletzt den großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen – wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum, dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie sowie den örtlichen Max-Planck-Instituten, die eng mit der Universität kooperieren – ist diese gute Bilanz zu danken.

Auch der Prorektor für Internationale Angelegenheiten, Prof. Dr. Angelos Chaniotis, kam aus der Ferne an den Neckar. Der gebürtige Grieche und Professor für Alte Geschichte referierte über seine jüngsten Forschungsergebnisse. "Crossing religious boundaries: Pagans, Jews and Christians in an ancient city", zu deutsch "Religiöse Grenzüberschreitungen: Heiden, Juden und Christen in einer antiken Stadt", so lautete der Titel seines Bildvortrags.

Schon seit mehreren Jahren beschäftigt sich Chaniotis intensiv mit religiösen Bewegungen in der Antike. Besonders interessieren ihn dabei die Vorgänge in der kleinasischen Stadt Aphrodisias. Sie dankt ihren Namen der anatolisch-griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Aphrodite, welche die Römer als Venus verehrten. In jenem höchst lebendigen Handelszentrum trafen vor allem im vierten und fünften nachchristlichen Jahrhundert gleich mehrere Kulturen aufeinander. Dabei zeigte sich immer wieder, dass deren unterschiedliche religiöse Haltungen nicht nur in ein Konkurrenzverhältnis traten, sondern dass durchaus auch eine gegenseitige friedliche Beeinflussung üblich war.

"Dieser Wettbewerb mochte zu dem Glauben an die Überlegenheit der eigenen Religion führen – aber er führte keineswegs zwangsläufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen", so Chaniotis. Gleichwohl kamen auch diese vor, mitunter sogar innerhalb einer Familie. Szenen wie die Sprengung von Buddha-Statuen durch fanatische Taliban-Krieger im Jahr 2001 gab es in vergleichbarer Weise auch schon in der Antike. So brüstete sich etwa der Christ Demeas in einer Inschrift, die Statue der Göttin Artemis schwer beschädigt zu haben.

Doch gerade eine moderne Universität, in der sich – ebenso wie in einer antiken Stadt – viele Menschen unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung begegneten, müsse ein Ort der Toleranz sein, betonte Chaniotis. "Hier haben wir Raum für alle. Die Universität lebt vom Respekt füreinander und einem friedlichen gemeinsamen Miteinander!"

Johannes Schnurr

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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