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13. Januar 2004

Heidelberger Physikstudent Patrick Klenk reist als Stipendiat für ein Jahr nach China

Studienstiftung des Deutschen Volkes fördert wissenschaftlichen Austausch – Klenk freut sich: "Diese Zeit wird ein echtes kleines Abenteuer für mich!"

Heidelberger Physikstudent Patrick Klenk reist als Stipendiat für ein Jahr nach China

Patrick Klenk ist erleichtert, es geschafft zu haben. Endlich hält er die Bescheinigung der Studienstiftung des Deutschen Volkes in Händen. Damit ist eines sicher – er darf für ein Jahr nach China! Noch immer ist ein Auslandssemester im Reich der Mitte die große Ausnahme. Die meisten deutschen Studenten zieht es in die USA, denn von einem Aufenthalt in den Staaten erhoffen sie sich die besten Karrierechancen. Nicht so Klenk. Der gebürtige Ulmer war bereits während seiner Gymnasialzeit als Austauschschüler an der Alton Senior High School in Illinois: "Es hat mir dort sehr gut gefallen und ich habe viele Freundschaften geschlossen, von denen die meisten bis heute Bestand haben. Aber ich wollte jetzt ein anderes Land, einen anderen Kulturkreis kennen lernen, und China hat mich von jeher fasziniert."

Vor allem die chinesische Schrift hatte es ihm schon in jungen Jahren angetan. Woher diese ungewöhnliche Faszination kam, kann er sich nicht recht erklären: "Aber diese schönen klaren und doch zugleich geheimnisvollen Formen zogen mich einfach magisch an." So belegte er bereits als Schüler an der Volkshochschule Kurse in Chinesisch. Zwar beherrschte Klenk damit noch lange nicht die Finessen der als schwierig geltende Sprache, geschweige denn alle der gebräuchlichen 5000 Schriftzeichen, die ein gebildeter Chinese kennen sollte. Aber immerhin: Der Grundstein für einen Aufenthalt im Fernen Osten war gelegt.

Seit dem Wintersemester 2002/2003 studiert Klenk an der Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität Physik, bis zum Sommer will er sein Vordiplom abschließen. Das Leben auf dem Campus bereitet ihm Freude, er ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen tätig und arbeitet im Team des Interdisziplinären Forums Heidelberger Studienstifter mit. Nach Feierabend spielt er Klavier. Doch Ende September heißt es für ihn Koffer packen. Dann siedelt Klenk vom Neckar in die Universitätsstadt Nanjjng um, sie liegt nicht weit von Schanghai im Osten des chinesischen Riesenreiches.

Seit 1986 vergibt die Studienstiftung des Deutschen Volkes zusammen mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Stipendien für Aufenthalte in China. Der Andrang ist groß, doch die wenigsten werden genommen. Von den insgesamt über 100 Bewerbern aller Fachrichtungen bleiben jedes Jahr am Ende gerade einmal zehn übrig. Die Hürde für das begehrte Flugticket und einen Studienplatz in China ist hoch und der Parcours der Auswahlverfahren verlangt den Studenten alles ab.

Und auch Klenk musste gleich mehrere Auswahlverfahren über sich ergehen lassen. Bereits im April gab es eine schriftliche Vorauswahl, im August letzten Jahres fanden sich dann die Anwärter aus ganz Deutschland in Trier ein. 23 Bewerber wurden ausgewählt und durften an einem Sprachkurs teilnehmen. Am Ende schrieben sie Prüfungsklausuren, es wurde hart gesiebt. Im Oktober standen dann noch einmal Auswahlgespräche auf dem Programm. Vertreter der Universität, der Ministerien und der chinesischen Botschaft unterhielten sich mit den Jungwissenschaftlern. Dass Klenk in die Endrunde kam, freut ihn natürlich sehr: "Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung. Denn man kann zwar viel für das Gelingen einer solchen Prüfung tun – doch ob man am Ende tatsächlich erfolgreich ist, das hat man nicht in der Hand."

Vor allem auf die fremde Kultur freut sich Klenk. Was ihn an China beeindruckt, ist die lange Tradition sowie der Erfindungsreichtum der Chinesen: "Es gibt doch kaum eine Erfindung, die nicht von dort kommt: das Schießpulver, der Kompass, der Buchdruck, ja sogar die Suppennudel", lacht er. Die Zeit seines Aufenthaltes möchte Klenk aber nicht nur dazu nutzen, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und Physik zu büffeln. Er plant viel im Lande herumzureisen und ein Praktikum zu machen, entweder bei Siemens-Transrapid oder bei Daimler-Chrysler in Schanghai. "Toll wäre es, wenn ich in einer chinesischen Familie leben oder selbst eine Wohngemeinschaft mit chinesischen Studenten aufmachen könnte." Zum Wintersemester 2005 möchte Klenk dann allerdings wieder in Heidelberg sein, um sein Studium fortzusetzen "Ich habe mir fest vorgenommen, mit der Transsibirischen Eisenbahn an den Neckar zurückzufahren. Ich glaube fest daran, dass diese Zeit in China ein echtes kleines Abenteuer für mich wird!"

Johannes Schnurr

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Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
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