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7. Januar 2004

Stammzellen als Ersatzteillager für den Baukasten Mensch?

Was haben wir gelernt in fünf Jahren Stammzellforschung? – Museumsvortrag von Prof. Anthony Ho, Medizinische Universitätsklinik und Poliklinik Heidelberg, in der Reihe "Grenzsituationen des Lebens" Sonntag, 11. Januar 2004, um 11.00 Uhr im Großen Hörsaal des Zoologischen Instituts, Im Neuenheimer Feld 230

Adulte Stammzelle aus dem Knochenmark mit Manupodia

Adulte Stammzelle aus dem Knochenmark mit Manupodia

Wunderwaffe der Medizin, Multitalente, Alleskönner – so lauten die gebräuchlichen Umschreibungen für Stammzellen. Darin drückt sich die Hoffnung aus, dass künftig Volkskrankheiten wie Morbus Parkinson, Herzinfarkt, Diabetes oder gar Alzheimer mit Stammzellen geheilt werden könnten. Insbesondere haben embryonale Stammzellen das Potenzial, sich zu allen Arten von Körperzellen zu entwickeln. Genau vor fünf Jahren, Ende 1998 haben James Thomson und Mitarbeiter aus Madison, Wisconsin, USA, über die Etablierung von Verfahren zur Kultur von Stammzellen aus menschlichen Embryonen berichtet. Fast gleichzeitig behaupteten aber viele Forscher, dass Stammzellen, die von Erwachsenen stammen, genauso leistungsfähig seien. Vom 1998 bis 2001 wurden fast täglich sensationelle Berichte über die enorme Umwandlungsfähigkeit der adulten Stammzellen nicht nur in Fachzeitschriften, sondern besonderes in populären Medien veröffentlicht.

Fünf Jahre sind nun vergangen, und immer noch ringen die biopolitischen Akteure in Deutschland, in Europa und international um eine Neuregelung der Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen. Das Stammzellgesetz wurde im Juni 2002 im Bundestag bestätigt, und eine zentrale Ethikkommission hat schon seit mehr als einem Jahr ihre Tätigkeit aufgenommen. Vom Dammbruch und von einem Ansturm embryonaler Stammzellforschung kann nicht die Rede sein – mit weniger als zwei Handvoll eingereichten Anträgen. Die Expertise für sinnvolle Experimente ist eben limitiert und die Visionen haben die Realitäten bei weitem übertroffen. Der Rummel um die klinische Anwendung von embryonalen oder adulten Stammzellen ist insgesamt ruhiger geworden. Bei Wiederholung scheiterten viele der Experimente der ersten Stunden mit adulten Stammzellen.

Was haben wir gelernt in den fünf Jahren? Was können Mediziner mit Stammzellen schon heute heilen? Was können embryonale und adulte Stammzellen wirklich? Welche Erkenntnisse bleiben? Ist dieser ganze Rummel nur Propaganda von Wissenschaftlern, die es nur auf die Forschungsförderung abgesehen haben? Über diese Fragen und den mühsam errungenen Fortschritten in der Stammzellforschung wird Prof. Ho sprechen. Er ist Ärztlicher Direktor der Abteilung für Innere Medizin V der Medizinischen Universitäts- und Poliklinik der Universität Heidelberg, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Zentral-Ethik-Kommission für Stammzellforschung des Robert-Koch-Instituts, Berlin.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch
oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de/grenzen.htm

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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