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16. Januar 2004

"Alle Menschen sind ungleich"

Vortrag im Zoologischen Museum der Universität Heidelberg – Professor Claus Bartram spricht über Grenzsituationen und ihre Verarbeitung aus der Perspektive eines Humangenetikers – Sonntag, 18. Januar 2004, 11.00 Uhr, Zoologisches Institut

Abbildung: Struktur der DNA

Welcher neuen Möglichkeit eröffnet die Aufklärung der genetischen Hintergründe von Krankheiten? Wann kann genetische Diagnostik den Einzelnen überfordern? Prof. Dr. Bartram wird in seinem Vortrag eine Antwort auf diese Fragen geben. (Abbildung: Struktur der DNA)

Welche neuen Möglichkeiten eröffnet die Aufklärung der genetischen Hintergründe von Krankheiten? Wann kann genetische Diagnostik den Einzelnen überfordern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Prof. Dr. Claus Bartram vom Institut für Humangenetik der Universität Heidelberg in der Reihe "Grenzsituationen des Lebens", Sonntag, 18. Januar, 11.00 Uhr im Großen Hörsaal des Zoologischen Instituts, Im Neuenheimer Feld 230.

Es mutet paradox an: gerade die in den letzten Jahren erzielten spektakulären Fortschritte auf dem Gebiet der Molekularbiologie haben verdeutlicht, wie außerordentlich komplex die genetische Informationsverarbeitung organisiert ist und wie weit wir von einem Verständnis ihrer Funktionsträger und Regelkreise entfernt sind. Insofern ist unser Genom keinesfalls entschlüsselt, schon gar nicht der Mensch selber. Vielmehr zeichnet sich ab, dass die genetische Konstitution eine wesentliche, aber nicht alles entscheidende Komponente eines Menschen ausmacht.

Besonders deutlich wird die individuelle Note in der Medizin; überspitzt gesagt: Jeder Patient hat seine eigene Krankheit, eine Abkehr vom Schubladendenken mit weit reichenden Konsequenzen für unser Gesundheitssystem. Die Aufklärung der genetischen Hintergründe von Krankheiten eröffnet neue Möglichkeiten der Diagnostik, Prognostik, Therapie und Prävention. Abhängig vom jeweiligen Kontext kann genetische Diagnostik den Einzelnen aber auch überfordern, wenn er nicht vorab durch eine adäquate Beratung in die Lage versetzt wurde, eine ihm persönlich angemessene Entscheidung zu treffen. Dies soll mit Beispielen aus der pränatalen (vorgeburtlichen) und prädiktiven Diagnostik, das heißt der Untersuchung auf eine genetische Disposition für Krankheiten zum Teil weit vor ihrer klinischen Manifestation, verdeutlicht werden.

Als Fazit ergibt sich ein Plädoyer für eine Stärkung der "sprechenden" Medizin und für eine gesetzliche Regelung der diagnostischen Rahmenbedingungen.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch oder Dr. Henner Hollert
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
Volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
Henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de/grenzen.htm

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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