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6. Dezember 2003

"Es mögen sich an der Universität möglichst viele Talente entfalten"

Grußwort von Bernhard Schreier, Stiftung Universität Heidelberg, anlässlich der Verleihung der Ruprecht-Karls-Preise und des Fritz-Grunebaum-Preises in der Aula der Alten Universität

"Im Terminkalender der Stiftung Universität Heidelberg hat die Verleihung der Ruprecht-Karls-Preise und des Fritz-Grunebaum- Preises einen ganz besonderen Stellenwert. Sie stellt den Höhepunkt der Veranstaltungen im Jahr dar. Mit ihr geht sichtbar Jahr für Jahr – wenn auch nicht immer pünktlich zum Nikolaustag – ein Wunsch in Erfüllung, den wir alle für die Ruperto Carola hegen. Diesen Wunsch hat Herr Professor Kirchhof unlängst hier in der Alten Aula mit den Worten beschrieben: es mögen sich an der Universität doch möglichst viele Talente entfalten.

Die wissenschaftlichen Leistungen, die wir heute auszeichnen, sind das Produkt eines solchen Entfaltungsprozesses. Seitens der Stiftung darf ich zunächst allen Preisträgern herzlich gratulieren. Hinter Ihnen liegt viel Arbeit und vor Ihnen vielleicht noch mehr Arbeit. Heute erhalten Sie für Ihre geduldige, forschende Neugierde auch öffentlich die Anerkennung, welche Sie sich in den letzten Jahren verdient haben. "Endlich", mag der eine oder andere unter Ihnen da denken. Ich hoffe, der Preis, den Sie nachher entgegennehmen, ermutigt Sie weiterhin, Ihr Talent nicht nur als Gabe, sondern zugleich als Aufgabe zu betrachten.

Meine weiteren Glückwünsche sind nicht nur personenbezogen. Sie gelten sowohl den Betreuern, die unsere diesjährigen Preisträger unter ihre Fittiche genommen haben, als auch den Fakultäten und Instituten, in denen diese groß geworden sind – akademisch groß, versteht sich.

Ihnen, den Betreuern, den Doktorvätern und -mütter, gratuliere ich ebenfalls, weil Sie ganz offensichtlich gute "Chefs" waren. Zumindest haben Sie vorgemacht, was man nur von guten "Chefs" erwartet: nämlich latente Talente zu entdecken und zu fördern. Doch Früchte, die man entdeckt hat, gedeihen nur, wenn auch das Klima und das Umfeld stimmen. Deshalb gratuliere ich zugleich den Fakultäten und Instituten, in deren Lehr- und Forschungsatmosphäre die preiswürdigen Doktorarbeiten entstehen konnten. Ausstattungsdefizite und Finanznöte können dem "lebendigen Geist" nichts anhaben. Wie zum Trotz scheint die Gemeinschaft der Lehrenden und Forschenden das Bonmot von Herbert Marcuse zu beherzigen, "Wer nicht mehr will, als er kann, bleibt unter seinem Können".

Die Stiftung Universität Heidelberg, für die ich heute zu Ihnen sprechen darf, hat sich mit ihrer jährlichen Auslobung der Ruprecht-Karls-Preise und des Fritz-Grunebaum-Preises die Förderung des wissenschaftliches Nachwuchses auf die Fahne geschrieben. Die Stiftung gibt es seit 1984. Sie ist also heute so alt wie die hoffnungsvollen jungen Studienanfänger, auf deren glänzende Leistung sie eines Tages aufmerksam wird. Junge Leute müssen sich häufig die Frage gefallen lassen: Und? Was wollen Sie noch werden? Eine selbstbewusste Antwort mag lauten: noch ein bisschen besser und noch ein bisschen stärker, als ich ohnehin schon bin! Meine Damen und Herren, warum sollen nicht auch Förderinstitutionen bisweilen so reagieren? Sie gestatten mir ein paar Worte in eigener Sache.

An der Universität Heidelberg gab und gibt es viele verschiedene Förderinitiativen, kleine wie große, dicke wie dünne. Im Grunde haben sie alle dasselbe Ziel: sie wollen die Ruperto Carola in ihren Bemühen unterstützen, in der Bildungs- und Wissenschaftslandschaft unserer Republik einen ausgezeichneten Platz einzunehmen. Da liegt es nahe, am selben Strang zu ziehen und die Kräfte zu bündeln. Die Stiftung hat das getan. Sie hat sich nach Partnern umgeschaut, mit ihnen eine Probezeit ausgemacht und sie schließlich nach einem dreijährigen Flirt vor kurzem zu einer Art Doppelhochzeit eingeladen. Die Heiratsregelung ist etwas verzwickt. Ich spare Ihnen die rechtlichen Details. Wichtig ist: die Partner haben ihr Ja-Wort gegeben und die Ehe ist vollzogen. Unsere bessere Hälfte heißt "Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg e.V." . Sie ist ein Förderverein, in dem zwei unterschiedliche und lange Fördertraditionen zusammenkommen, nämlich die Erfahrungen der ehemaligen Universitäts-Gesellschaft und die Erfahrungen des ehemaligen Vereins der Freunde.

Wir – die Stiftung und die Gesellschaft der Freunde – sprechen jetzt also im Vorstand mit einer Stimme. Wir haben vor, zusammen noch einiges auf die Beine zu stellen. In der nahen Zukunft konzentrieren wir unsere Anstrengung auf ein Projekt der Universität, das Ihnen vielleicht bekannt ist: der Ausbau des Gästehauses für ausländische Wissenschaftler im Neuenheimer Feld. Wir wollen und werden uns dafür engagieren, dass die Ruperto Carola auch in einem internationalen Umfeld den Ruf genießen kann, ein guter Gastgeber zu sein. Wer uns dabei helfen will, ist herzlich willkommen.

Verehrte Festversammlung, Talent-Entfaltung ist ein steter Prozess. Wir dürfen schon jetzt auf die Gaben des nächsten Jahres gespannt sein. Auch sie wollen wir gerne preisen. Vergessen Sie, liebe Promovierende, also nicht, beizeiten ihre Schuhe vor die Tür zu stellen."

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse


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