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3. Dezember 2003

Unsichtbare und unerhörte Welten des Tierreichs

Mit welchen Sinnessystemen können Tiere in lichtlose Biotope vordringen? – Prof. Dr. Dr. Gerhard Neuweiler vom Institut für Biologie der Universität München spricht in der Vortragsreihe des Heidelberger Zoologischen Museums – Sonntag, 7. Dezember 2003, 11.00 Uhr im Großen Hörsaal des Zoologischen Instituts, Im Neuenheimer Feld 230

 Fledermäuse orientieren sich mit Ultraschall und können auch noch kleine Beuteobjekte vor dichtem Hintergrund erkennen

Einige Tiergruppen haben außerhalb der uns geläufigen fünf Sinne neuartige Sinnessysteme entwickelt, die das Sehen ersetzen. Vier solcher für uns "unsichtbare und unerhörte" Welten werden im Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Gerhard Neuweiler (Institut für Biologie, Universität München) vorgestellt. Fledermäuse orientieren sich mit Ultraschall und können auch noch kleine Beuteobjekte vor dichtem Hintergrund erkennen (Photo: D. Nill).

Wie alle Lebewesen sind auch Tiere energetisch offene Systeme, die ständig Nahrung von außen aufnehmen müssen. Ohne genaue Informationen über die Beschaffenheit der Außenwelt ist daher kein Leben möglich. Für die meisten Tiere und den Menschen liefert das Sonnenlicht die wichtigsten Informationen über die Qualitäten des Lebensbereichs.

Auf der Suche nach neuen Nahrungsquellen sind jedoch Tiere in lichtlose Biotope vorgedrungen, in denen das Auge seinen Dienst versagt. Einige Tiergruppen haben außerhalb der uns geläufigen fünf Sinne neuartige Sinnessysteme entwickelt, die das Sehen ersetzen. Vier solcher für uns "unsichtbare und unerhörte" Welten werden im Vortrag von Professor Neuweiler vorgestellt: die Wärmebilder von Grubenottern, die mechanische Abbildung naher Gegenstände durch Wellen bei blinden Höhlenfischen, die Abbildung der näheren Umgebung durch elektrische Felder bei Haien und zwei Gruppen von Süßwasserfischen, den afrikanischen Nilhechten und den südamerikanischen Messeraalen, und schließlich die unglaubliche Ultraschallwelt der Fledermäuse.

Diese uns fremde Welten zeichnen sich durch erstaunliche kognitive Leistungen aus, und für schwierige Probleme, wie etwa die Trennung eigener von fremden elektrischen Feldern bei der Elektroabbildung oder die Erkennung kleiner Beuteobjekte vor dichtem Hintergrund bei der Ultraschallabbildung, haben diese Tiere verblüffende und raffinierte Lösungen gefunden.

Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00-12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an
Prof. Dr. Volker Storch oder Dr. Henner Hollert
Institut für Zoologie der Universität Heidelberg
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
henner.hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de/grenzen.htm

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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