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2. Dezember 2003

Preis der Freunde 2003 ging an Schauspielgruppe des Anglistischen Seminars

Hier die Laudatio von Christoph von Friedeburg bei der Verleihung des mit 2500 Euro dotierten Preises – Gruppe arbeitet bereits am nächsten Projekt: der Gesellschaftssatire "Rumors" – Premiere ist am 11. Januar 2004

Preis der Freunde 2003 ging an Schauspielgruppe des Anglistischen Seminars

Preisübergabe in der Bel Etage: mit Prorektorin Prof. Silke Leopold (rechts) und Andreas Epple (links), Vorstandsmitglied der "Gesellschaft der Freunde".

"Ein straffes, modularisiertes Studium wird zunehmend zur Voraussetzung für späteres erfolgreiches Leben erklärt. Neue Abschlüsse, arbeitsmarktorientiert per Definition, werden politisch propagiert. International seien sie, will heißen, nach dem Vorbild der USA und Großbritanniens, das oberflächlich kopiert wird." Mit diesen Worten begann Christoph von Friedeburg, Projektbeauftragter des Vorstands der Gesellschaft der Freunde Universität Heidelberg e.V., seine Laudatio bei der heutigen Verleihung des "Preises der Freunde 2003" an die Schauspielgruppe des Anglistischen Seminars.

"Aber vielleicht muss man gar nicht das Rad neu erfinden, um für das Leben, nicht für die Schule zu lernen, vielleicht gibt es auch ganz traditionelle, erfrischend ‚unmoderne' Betätigungs- und Bildungsformen, die nicht am grünen Kabinettstisch abstrakt ersonnen und autoritär oktroyiert werden, sondern sich abseits der Hörsäle, aber in der Universität, außerhalb der Curricula, sondern in eigener Verantwortung und mit hoher Disziplin entfalten. Hoffen wir, dass nicht auch sie bald in modularisierte Stufenstrukturen gezwungen, sondern auch weiterhin einen anmutigen Balkon besitzen werden. Sie stellen einen unverzichtbaren Teil des Lebens gerade einer klassischen Universität dar.

Der Preis der Freunde möchte solches Engagement fördern. Eines der schönsten Beispiele dafür ist professionelles Theater, wie gespielt von der Schauspielgruppe des Anglistischen Seminars. Sie blickt auf eine lange Geschichte zurück, die vielleicht nicht gerade im 16. Jahrhundert, aber doch vor dem Krieg begonnen haben könnte. Belegt sind Aufführungen seit den Sechzigern. Das macht sie zu einer der ältesten studentischen Theatergruppen der Republik.

In den letzten sechs Jahren nahm ihre Aktivität einen dramatischen Aufschwung. Seit 1997 führte sie 14 Produktionen auf – alle in akzentfreier englischer Sprache. Das macht diese Gruppe einzigartig in der Region. Die Palette reicht vom klassischen Theater bis zum modernen Musical, von bewegenden Dramen bis zu bissigen Satiren. Höhepunkte waren das Shakespeare-Festival 2002 mit 12 Aufführungen von ‚Macbeth' und ‚Romeo and Juliet' und dieses Jahr das aufwändige Sondheim-Musical ‚Into the Woods'. Dies alles auf gerade 20 Quadratmetern Bühnenfläche, wo Regie und Choreographie von Darstellern, wandernden Wäldern und verlorenen Schuhen zur Kaffeesucht zu verleiten drohen.

Bis auf den letzten Platz des ‚Romanischen Kellers' sind die Vorstellungen ausverkauft. Die Gewinne fließen stets in noch aufwändigere Kulissen, noch professionellere Kostüme, noch anspruchsvollere Projekte. Mit ihrem Griff zu der Form des Musicals, ermöglicht durch ihre Erfolge beim Theater, hat die Gruppe ihr Spektrum noch erheblich erweitert.

Rege ist also das Interesse der Universitätsmitglieder an englischsprachigem Theater, und ebenso an der Mitwirkung. Die Gruppe ist denn auch offen für Theaterbegeisterte und ihre Ideen. Bis zu zwanzig und mehr alte und neue SchauspielerInnen, RegisseurInnen, OrganisatorInnen (nicht zu selten alles in Personalunion) wirken an jeder Produktion mit, und sie kommen aus aller Familien Länder.

Das ist kein Wunder, denn das Einstudieren eines Theaterstückes in englischer Sprache vermittelt neben der Erfahrung mit dem Theater per se einen besonderen Zugang zu angelsächsischer Sprache und Literatur, der eben nicht oberflächlich, sondern gründlich, intensiv und eingängig ist. Ein Zugang, der durch traditionelle Studiengangsanforderungen weder erzwungen werden kann, noch gefördert wird. Neben den Produktionen selbst bietet die Gruppe Workshops zu theaterbezogenen Themen an, die Fähigkeiten etwa im Bereich Regie und Casting vermitteln.

Alle Verdienste der Gruppe aufzuzählen, would make my tale very long. Kommen wir daher undramatisch zum Ende. Die Schauspielgruppe des Anglistischen Seminars macht studentisches Theater für Studierende und Normalsterbliche, und dies seit langem, professionell und erfolgreich: Sie hat sich zu einem festen Bestandteil der universitären, der Heidelberger und der regionalen Kulturszene etabliert. Damit erfüllt sie die Kriterien für den Preis der Freunde, und ist Hauptdarstellerin bei dessen Verleihung 2003. Herzlichen Glückwunsch."

Die Anglistengruppe arbeitet derzeit bereits an dem nächsten Projekt: der Gesellschaftssatire ‚Rumors', Premiere ist am 11. Januar.

Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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