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18. November 2003

Intelligentes Leben im Weltall – Realität oder Utopie?

Professor Peter Ulmschneider vom Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Heidelberg spricht am 23. November 2003 in der Vortragsreihe des Zoologischen Museums – 11.00 Uhr, Großer Hörsaal des Zoologischen Instituts, Im Neuenheimer Feld 230

Eines der großen Rätsel der Menschheit ist die Frage: "Sind wir allein im Universum?" Gegenwärtig besteht keinerlei Kontakt zu außerirdischen Lebewesen und keine Spur von ihnen ist jemals gefunden worden. Trotzdem kann man überzeugende Argumente für die Existenz intelligenter Zivilisationen in den Weiten des Weltalls vorbringen. Es wird die Anzahl der Planeten abgeschätzt, auf denen Leben möglich ist. Dieser Abschätzung liegen neue Einsichten in der Theorie der Planetenentstehung zugrunde, aus denen auf eine sehr große Anzahl erdähnlicher Planeten im Universum geschlossen werden kann. Die Bedingungen für die Bildung und Entwicklung von Leben und speziell von intelligentem Leben werden diskutiert. Nach diesen Überlegungen erscheint es sehr wahrscheinlich, dass Leben außerhalb des Sonnensystems durchaus häufig vorkommen muss. Warum sind wir dann aber von außerirdischen Lebewesen noch nicht besucht worden, und warum haben gegenwärtige Suchprogramme (SETI) bisher keine Ergebnisse gebracht?

Der Terrestrial Planet Finder (TPF)

Der Terrestrial Planet Finder (TPF) hat zur Aufgabe, Größe, Temperatur und Sonnenabstände von erdähnlichen Planeten in anderen Sonnensystemen zu messen. Dazu werden die Bilder von mehreren frei im Weltraum fliegenden Teleskopen so kombiniert, dass das überstrahlende Licht des Zentralsterns ausgelöscht und der schwach leuchtende Planet sichtbar wird. Das Auftreten von charakteristischen Molekülbändern von Wasser und Ozon im infraroten Spektralbereich würde erlauben, Leben auf solchen Planeten nachzuweisen. TPF besteht aus mehreren Teilmissionen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre geplant sind.


Das geplante europäisch-amerikanische Atacama Large Millimeter Array (ALMA) Teleskop

Das geplante europäisch-amerikanische Atacama Large Millimeter Array (ALMA) Teleskop soll auf einem in 5000 m Höhe liegenden Hochplateau in der Atacama-Wüste von Chile im Llano de Chajnantor errichtet werden. Sein Bau wurde am 6. Nov. 2003 beschlossen. Auf einer Fläche von 10 km Durchmesser plant man insgesamt 64 Antennen mit je 12 m Durchmesser, die Radiowellen im Millimeterbereich empfangen sollen. Aufgabe des Instruments ist es, die Entstehungsgebiete von Planeten und Sternen in kalten interstellaren Wolken und protoplanetaren Akkretionsscheiben zu erforschen. Die Millimeterwellen sind besonders geeignet, ausgedehnte Gas- und Staubwolken zu durchdringen, die die Stern und Planeten-Enstehungsgebiete verhüllen. Da der irdische Wasserdampf diese Strahlen absorbiert, kann ALMA nur in einem sehr trockenen und hoch gelegenen Gebiet errichtet werden.


Infrarote Spektren von Venus, Erde und Mars

Infrarote Spektren von Venus, Erde und Mars (nach Angel und Woolf 1996). Während bei Venus und Mars nur CO2 Banden zu sehen sind, sieht man bei der Erde Wasserbanden (H2O). Wasser ist eine der Grundvoraussetzungen des Lebens. Die Ozonbanden (O3) weisen eindeutig auf Leben hin, denn dieses reaktionsfreudige Molekül könnte auf einem unbelebten Planeten nicht vorkommen.


Das Zoologische Museum ist am Vortragstag von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Volker Storch oder Dr. Henner Hollert
Institut für Zoologie der Universität Heidelberg
Tel. 06221 545655 oder 545650, Fax 546162
volker.Storch@urz.uni-heidelberg.de
henner.Hollert@urz.uni-heidelberg.de
http://web.zoo.uni-heidelberg.de/grenzen.htm

allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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