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24. November 2003

Verleihung des DAAD-Preises an der Universität Heidelberg

Der diesjährige Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes geht an Carl Robert Blesius aus den USA – Mittwoch, 26. November 2003, 16.30 Uhr, Bel Etage der Alten Universität, Grabengasse 1

Im Rahmen des traditionellen Stipendiatentreffens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes erhält am 26. November der Heidelberger Medizinstudent Carl Robert Blesius den DAAD-Preis. Der mit 800 Euro dotierte Preis wird an den Hochschulen in Deutschland an ausländische Studierende vergeben, die sich sowohl durch hervorragende akademische Leistungen als auch durch bemerkenswertes soziales, gesellschaftliches oder hochschulinternes Engagement ausgezeichnet haben.

Herr Blesius, am 5. März 1978 in El Paso/USA geboren, hatte zunächst Biologie an der University of Texas, USA, studiert, bevor er im Jahr 1995 an die Universität Heidelberg wechselte. Er nahm zunächst für ein Semester an einem Deutschkurs teil und begann dann zum Sommersemester 1996 das Medizinstudium. Derzeit absolviert er im Rahmen des Studienabschnittes "Praktisches Jahr" einen Ausbildungsteil in den USA. Er ist nicht nur durch besondere akademische Leistungen, sondern auch durch sein hochschulinternes sowie gesellschaftliches und interkulturelles Engagement hervorgetreten.

Seit 1999 engagiert sich Herr Blesius für die Schaffung einer elektronischen Lernumgebung in der medizinischen Lehre. Dabei konnte er seine ungewöhnlich breiten Kenntnisse sowie seine Fachkontakte in die USA sowie ins europäische Ausland für die Universität Heidelberg nutzen. Auf Grund seiner konzeptionellen Denkanstöße und seiner Unterstützung konnte mit Beginn des Wintersemesters 2001/2002 – in Kooperation zwischen Medizinischer Fakultät und Universitätsrechenzentrum – das Lernportal ATHENA an der Universität Heidelberg etabliert werden. Im Medizinstudium soll es die Ausrichtung auf neue Lehr- und Lernmethoden mit der Anwendung computerbasierter Lernwerkzeuge und interaktiver Lernprogramme für "Fallorientiertes Lernen" unterstützen. Das Portal steht zugleich auch allen anderen interessierten Einrichtungen der Universität zur Verfügung, um Kurse durch das Internet zu unterstützen. Damit werden alle Möglichkeiten des orts- und zeitunabhängigen elektronischen Lernens und des internetbasierten universitären Austausches eröffnet. Die Medizinische Fakultät Heidelberg und die Universität insgesamt nehmen dadurch eine Vorreiterrolle im Bereich des E-Learnings ein.

Auf Initiative von Herrn Blesius hin hat die Universität eine Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), Boston, vereinbart. Ziel dieser Vereinbarung ist die Weiterentwicklung der "Open Source" Internet-Plattform .LRN. In diesem Rahmen arbeitet Herr Blesius unter anderem daran, den Dozenten im Medizinischen Curriculum eine flexible Einrichtung von fachübergreifenden Online-Lerngruppen zu ermöglichen. Weiterhin soll die Festlegung gewisser Standards einen internationalen Online-Lehrexport unterstützen. Die Erkenntnisse und Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit lässt Herr Blesius in eine Doktorarbeit zum Thema E-Learning einfließen.

Aus einer Vielzahl weiterer Aktivitäten seien im Folgenden nur einige beispielhaft aufgeführt: Herr Blesius war sowohl an der Gründung der studentischen Fachschaftsgruppe STIMULUS beteiligt wie auch an deren Initiativen zur Weiterentwicklung der medizinischen Ausbildung mittels aktiver Beteiligung der Studierenden. Diese Aktivitäten führten unter anderem auch mit zur Umsetzung des Klinischen Curriculums HEICUMED, das sich insbesondere durch die Einführung neuer Lehr- und Lernmethoden im Studium auszeichnet.

Daneben war Herr Blesius Mitinitiator eines rein studentisch organisierten Tutorenprogramms für den vorklinischen Studienabschnitt, das 1998 in das Curriculum integriert wurde. Bei einem Wettbewerb von Studierenden verschiedener Medizinischer Fakultäten von Hochschulen in Deutschland, dem "Benjamin-Franklin-Contest" in Berlin im Jahr 2000, nahm Herr Blesius als einer der Kandidaten der Heidelberger Fakultät teil. Er ist zudem als Netzwerkbeauftragter im Studentenwohnheim tätig, sorgt dort für funktionierende PC-Anschlüsse und ist der Ansprechpartner für die Probleme der deutschen wie der internationalen Studierenden.

Mit Engagement und Ideenreichtum setzt sich Herr Blesius darüber hinaus für internationale Studierende in Heidelberg ein, um sie in das studentische Leben zu integrieren und ihnen einen erfolgreichen Studienaufenthalt zu ermöglichen.

Mit der Verleihung des DAAD-Preises 2003 an Herrn Blesius wird dieser Preis an der Universität Heidelberg nunmehr schon zum neunten Mal vergeben. In den vergangenen Jahren wurden, D. Kampanaros/Griechenland (2002), J. Khatib/Finnland (2001), C. Royg Arriola/Paraguay (2000), Ö. Ergen/Türkei (1999), S. Monsalve Suarez/Kolumbien (1998), P.Purohit/Indien (1997), W. Eppich/USA (1996) und A. Nkwenkam/Kamerun (1995) mit diesem Preis ausgezeichnet.

Rückfragen bitte an
Stefan Treiber
Akademisches Auslandsamt der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542182, Fax 542332
treiber@zuv.uni-heidelberg.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

und
Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
Tel. 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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