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26. September 2002

Stein auf Stein: Mancher Bau ist einen Preis wert

"Auszeichnung guter Bauten": Otto-Meyerhof-Zentrum für Ambulante Medizin und Klinische Forschung sowie neue Sporthalle von Universität und PH Heidelberg unter den Preisträgern

Alle drei Jahre wird die "Auszeichnung guter Bauten" verliehen: ein architektonisches Gütesiegel, das der Bund Deutscher Architekten 1977 geschaffen hat. Die Kreisgruppe Heidelberg verlieh das Prädikat jetzt an insgesamt neun Projekte in Heidelberg und der Region, darunter das Otto-Meyerhof-Zentrum für Ambulante Medizin und Klinische Forschung sowie die neue Sporthalle von Universität und PH.

Otto-Meyerhof-Zentrum
Preisgekrönt: Das neue Otto-Meyerhof-Zentrum für Ambulante Medizin und Klinische Forschung (oben) und der neu gebaute Sporthallenkomplex für die Universität und die Pädagogische Hochschule (unten) erhielten die begehrte "Auszeichnung guter Bauten" des Bunds Deutscher Architekten.
Fotos : Alex
Sporthallenkomplex

Für die begehrte "Auszeichnung guter Bauten" können alle Architekten und Bauherren, die glauben, etwas Besonderes geschaffen zu haben, ihr Projekt zur Beurteilung einreichen. Alle drei Jahre tagt dann eine Jury: So wie jetzt wieder, als das Unibauamt im Neuenheimer Feld seinen Sitzungssaal zur Verfügung stellte. Die Kreisgruppe Heidelberg des BDA mit ihrem Vorsitzenden Wolfgang Kessler stellte dort 35 Projekte in Wort und Bild vor. Um der Jury eine Vorstellung zu geben, waren unter anderem Hauptgrundrisse, Projektdaten, Fotos und schriftliche Erläuterungen erwünscht.

Damit die Jury möglichst unvoreingenommen ist, waren drei Architekten aus benachbarten Kreisgruppen um Teilnahme gebeten worden. Der Jury gehörten folgende Architekten an: Karl-Ulrich Bechler, Heilbronn; Helmut Beck, Biberach; Horst Hennel, Karlsruhe, stellvertretender Vorsitzender des BDA- Landesverbandes Baden-Württemberg; außerdem der Leiter des Heidelberger Kunstvereins, Hans Gercke, und RNZ-Redakteur Karl-Horst Möhl.

Vor der endgültigen Bewertung der Objekte machte Horst Hennel auch die Laien auf bemerkenswerte Details der Materie aufmerksam. In diesem Prozess bildeten sich bereits Favoriten heraus. Dass die Print Media Academy einen Spitzenplatz einnehmen würde, war dabei von vornherein klar – was nicht heißt, dass kleinere Bauvorhaben keine Chance gehabt hätten.

Für 19 Objekte schien bei der ganztägigen Veranstaltung eine Besichtigung unerlässlich. Mit einem Kleinbus fuhr die Jury zu den einzelnen Gebäuden, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Klar war, dass weder Pläne noch Fotos einen wirklich realistischen Eindruck vermitteln können. Neben dem Neubau der Druckmaschinen AG (Schröder+Partner/Hensel Bechtloff), der als Glücksfall für Heidelberg bezeichnet wurde und der als Vorgabe in die Stadt hineinwirke, werden in Heidelberg folgende Bauten mit einer Auszeichnung bedacht:

Das Otto-Meyerhof-Zentrum für Ambulante Medizin und Klinische Forschung neben der Kopfklinik (AS-Plan Ermel-Horinek-Weber). Dieses Projekt sei deutlich strukturiert; es vermittle eine sympathische Zurückhaltung, eine schlüssige Lösung bei vorbildlichem Umgang mit dem Material, hieß es.

Der neu gebaute Sporthallenkomplex für die Universität und Pädagogische Hochschule (Kessler De Jonge), ebenfalls im Neuenheimer Feld, überzeugte durch seine insgesamt positive Ausstrahlung, schlüssige Raumaufteilung und Struktur. Gelobt wurden das durchgängige Konzept und die stimmige Funktionalität.

Während beim Eichendorff-Forum die Reihenhäuser, der Turm und die Gewerbegebäude einzeln zur Bewertung eingereicht worden waren, entschloss sich die Jury hier, den Preis für das Ensemble zu vergeben. Auch die Bebauung des ehemaligen Schlossquell-Areals wird sich bald mit der Auszeichnung schmücken können. In Wiesloch begeisterten die Details des Volksbank-Neubaues. Ebenfalls in Wiesloch punkteten die Häuser für Kinder, Schule, Sporthalle und integrativer Kindergarten durch beispielhafte kinderbezogene Bauweise.

Karl-Horst Möhl
Rhein-Neckar-Zeitung

Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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Updated: 08.10.2002

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