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22. Februar 2002

"Studentische Spitzensportler sind nicht nur Imageträger für ihre Hochschule"

Prorektor Prof. Dr. Jochen Tröger ehrte die Spitzensportler der Universität Heidelberg, der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule Heidelberg

Ehrung der Spitzensportler

"Studentische Spitzensportler sind nicht nur Imageträger für ihre Hochschule, in der Regel sind sie auch ausgezeichnete Studenten", sagte Prorektor Professor Jochen Tröger bei der Ehrung der Spitzensportler und -sportlerinnen der Ruperto Carola, der Fachhochschule und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Petra Dallmann
Petra Dallmann
Unter den zahlreich erschienenen Meistersportlern waren auch internationale Größen wie Petra Dallmann, Mannschaftsweltmeisterin und einzige Goldmedaillengewinnerin für Deutschland im Schwimmen bei der Universade 2001, oder Timo Bracht, der als Vizeweltmeister im Triathlon auf Hawaii glänzte.

"Mit den Erfolgen zufrieden in die Zukunft gehen", das wollte der Direktor des Heidelberger Instituts für Sport und Sportwissenschaft, Professor Klaus Roth.
Timo Bracht
Timo Bracht
Er ist von den Leistungen seiner Studenten überzeugt. Vor allem in den Mannschaftssportarten hat Heidelberg die ersten Plätze erreicht. Dabei zitierte er ein Positionspapier des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (ADH), das den Titel trägt "Der Wettkampfsport im ADH – zwischen Vision und Wirklichkeit":

"Das Flair von Hochschulmeisterschaften lässt sich am besten erklären aus dem Selbstverständnis der Studierenden, aus ihren Meisterschaften ein Fest auf allen Ebenen zu machen. In einer Atmosphäre, in der Leistung gewollt ist, aber nicht erzwungen wird, in der die Höchstleistung, auch die persönliche, begeistert aufgenommen wird und die jedem, Olympiasiegern wie Freizeitsportlern, offen steht, wird letztlich deutlich, was hinter der 'Mund-zu-Mund-Propaganda' steckt: Hochschulmeisterschaften, da muss man einfach mal dabei gewesen sein."

Die ausgezeichneten Sportler hätten das ABC ihrer Sportart natürlich nicht an der Universität, der Pädagogischen Hochschule oder der Fachhochschule erlernt, sondern sie seien langjährig ausgebildete Vereins-, Landes- oder Bundeskaderathleten, sagte Roth angesichts der professionellen Leistungen. "Um so mehr freuen wir uns, dass Sie 2000 und 2001 für die Wettkampfgemeinschaft Heidelberg gestartet sind", war Roth zufrieden.

In seinem Jahresbericht 2000 bilanziert der ADH, dass seit Beginn der Statistik die Wettkampfgemeinschaft Heidelberg immer auf den vorderen Plätzen zu finden ist. In der zuletzt veröffentlichten Bewertungsliste für das Jahr 2000 findet sich die Heidelberger Wettkampfgemeinschaft mit insgesamt 294 Punkten auf Platz zwei – für den ersten Platz hätten nach der Logik des Bewertungssystems lediglich ein einziger zusätzlicher 3. Platz in einer Mannschaftsmeisterschaft oder ein zusätzlicher 2. Platz in einem Einzelwettbewerb zur absoluten Spitze gefehlt. Daher seien die Leistungen "noch ein wenig steigerungsfähig", spornte Roth an.

Er dankte vor allem Prorektor Tröger für sein Engagement beim Abschluss des Kooperationsvertrags zwischen Universität, Pädagogischer Hochschule und weiteren Partnern. Dieser soll Spitzensportlern eine Kombination von erfolgreichem Studium und sportlichen Höchstleistungen erleichtern. Die Universität und die Pädagogische Hochschule sind damit zu so genannten Partnerhochschulen des Spitzensports geworden und sehen sich ausdrücklich in der gesellschaftlichen Verantwortung, dass Athleten ihren angestrebten Abschluss in einem angemessenen Zeitrahmen erreichen – zum Beispiel mit flexibleren Studienzeiten und Prüfungsplänen. Roth konnte sich weiterhin vorstellen, dass die Fachhochschule Heidelberg, vor allem nach der Schaffung einer Professur für den Bereich Sportökonomie, in nächster Zukunft Interesse bekunden wird, dieser Kooperationsvereinbarung beizutreten.

Georg Sposny / Fotos : Alex

Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
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Updated: 04.03.2002

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